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Ostholstein Richtig gute deutsch-deutsche Freunde
Lokales Ostholstein Richtig gute deutsch-deutsche Freunde
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22:25 10.03.2014
Treffen nach fast 25 Jahren: Dr. Frank-Thomas Keller (v. l.), Gerhard Ehrke und Jörg Troike mit einem Warnemünde-Bild. Quelle: cd
Haffkrug

Inzwischen sind sie richtig gute Freunde. Und dabei wusste vor 25 Jahren einer noch nichts vom anderen. Der eine war gerade mal 45 Jahre alt, als promovierter Biomediziner am Medizinischen Institut in Rostock tätig und zu Hause in Warnemünde in der damaligen DDR. Der andere hatte mit seinen damals 66 Jahren den Berufsalltag als Kurdirektor von Timmendorfer Strand sowie als Bürgermeister von Scharbeutz bereits hinter sich und arbeitete freiberuflich als Unternehmensberater.

Der Fall der Mauer in Berlin und die Vermittlung durch den damaligen stellvertretenden Bürgermeister von Stockelsdorf, Jörg Troike (heute 75), brachte Gerhard Ehrke (91) und Dr. Frank-Thomas Keller (70) zusammen. In diesen Tagen trafen sich alle drei bei Gerhard Ehrke in Haffkrug, um gemeinsam in Erinnerungen zu schwelgen. Und natürlich auch, um sich zusammen an den Mauerfall und an die ebenso spannende wie arbeitsreiche Zeit danach zu erinnern.

Troike war damals mit dem Blue Lake Orchester aus den USA unterwegs und hatte auch einen Auftritt im Warnemünder Kurpark vermittelt. Als ob es das Schicksal so gewollt hat, saß er irgendwann neben Dr. Keller, der zu der Zeit das Amt des Kurdirektors innehatte. „Kannst du das überhaupt?“ hatte sich der Biomediziner zuvor immer wieder mal selbstkritisch gefragt.

Als er dann mit Troike ins Plaudern kam und durchblicken ließ, wie gerne er einmal fachkundigen Rat einholen würde, ließ Troike ihn zunächst mit dem Hinweis: „Da muss ich erst mal drüber nachdenken“

allein. Sehr schnell aber kam Troike auf Ehrke, und sofort nahm Keller Kontakt zu ihm auf.

Keller heute: „Wir wussten damals ja nicht sehr viel von der Organisation eines Kurbetriebes, hatten aber das Ziel, Warnemünde wieder zu einem profilierten Seebad zu machen.“ Ehrke reiste im Wohnmobil nach Warnemünde, übernachtete dort auch und sah sich alles genau an. „Ich wusste ja, wie es in einem kaufmännisch geführten Kurbetrieb aussehen muss“, sagt er heute. Schritt für Schritt half er mit beim Erstellen von Satzungen, führte Verhandlungen mit Vertretern der Hansestadt Rostock und arbeitete an Bilanzen mit. Die Zusammenarbeit dauerte die gesamte vierjährige Amtszeit von Keller. Danach arbeitete er zwölf Jahre lang als Bereichsleiter für Seebad und Kurwesen bei der Hansestadt Rostock. Die Freundschaft blieb. Gerhard Ehrke besuchte erst vor Kurzem wieder einmal das Seebad Warnemünde. Sein fachkundiges Urteil: „Dort ist alles super geworden.“

„Dort ist alles super geworden.“
Gerhard Ehrke,
ehemaliger Berater in Warnemünde

Christina Düvell-Veen

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