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Ostholstein Rottweiler Angriff: Tibet-Terrier „Joda“ entlaufen
Lokales Ostholstein Rottweiler Angriff: Tibet-Terrier „Joda“ entlaufen
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21:33 12.07.2019
Tibet-Terrier „Joda“ wurde seit Mittwoch nicht mehr gesehen. Quelle: HFR
Curau

Eine abendliche Gassi-Runde hat für eine Familie ein schlimmes Ende genommen. Der Vater von Tabea Dicu war am Mittwoch gegen 18 Uhr mit dem Familienhund „Joda“ in der Nähe des Dorfs Curau unterwegs, als das Tier unvermittelt von zwei Rottweilern angegriffen wurde. „Kurz vor der L 184 kam meinem Vater der Mann mit den beiden Hunden entgegen“, erzählt die 23-Jährige. „Mein Vater hat extra Platz gemacht und ist mit „Joda“ beiseite gegangen, um sie vorbeizulassen. Der Mann hat seine Hunde daraufhin auch angeleint.“

Doch dann sollen die beiden Tiere plötzlich auf „Joda“ gesprungen sein und diesen gebissen haben. Dabei sollen sie so eine Kraft aufgewendet haben, dass sie den Mann an der Leine sogar zu Fall brachten. „Einer hatte sich vorne in ,Joda’ verbissen und einer hinten“, beschreibt Tabea Dicu die Situation. Die beiden Männer sollen noch versucht haben, die Tiere auseinanderzubringen. „Mein Vater hatte eine komplett zerrissene Jeanshose“, berichtet Tabea Dicu. „,Joda’ hatte Blut im Maul und ist gehumpelt.“

Hund übers Feld weggerannt

Schließlich löste der Vater das Halsband von „Joda“, sodass dieser fliehen konnte. „Sonst wäre er jetzt sicher tot“, glaubt Dicu. Der Hund rannte über einen nahegelegenen Hof weg. „Seine Spur konnte bis zum Feldrand verfolgt werden, aber dann verliert sie sich.“

An der Stelle, an der zuletzt gesehen wurde, haben seine Besitzer Futter und eine Decke deponiert. Der Mann, der mit den beiden Rottweilern unterwegs war, hat seine Personalien hinterlassen. „Er hat auch erzählt, dass es die Hunde seiner Freundin sind“, sagt die 23-Jährige.

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Gesehen hatte die Familie die Tiere bisher nie im Ort. Strafrechtlich ist dem Mann aber vermutlich nichts vorzuwerfen. „Alle Hunde waren an der Leine, daher liegt kein vorwerfbares Verhalten vor“, sagt Polizeisprecher Dierk Dürbrook. Alles andere muss auf dem zivilrechtlichen Weg geklärt werden. „Aber dazu muss man ja erst mal wissen, ob der Hund verletzt ist“, erklärt Dürbrook.

Suche mit Hilfe einer Tierschutzorganisation

Seit Tagen dauert die Suche nach Joda nun an. Gemeinsam hat die Familie Hecken, Felder und Spielplätze abgesucht. „Am ersten Abend waren wir bis nachts 0.30 Uhr unterwegs, den darauffolgenden Tag haben wir komplett mit der Suche verbracht“, erzählt Tabea Dicu. „Bisher leider ohne Erfolg.“ Auch bei der Tierschutzorganisation Tasso haben sie eine Vermisstenmeldung erstellt.

„Joda“ ist etwa 40 Zentimeter groß und wiegt rund 13 Kilo. Hinweise können unter Telefon 061 90/ 93 73 00 an die Organisation gerichtet werden. Außerdem hat Tabea Dicu einen Aufruf bei Facebook gestartet. Dort wurde ihr Beitrag bereits weit mehr als 1000 Mal geteilt.

Maike Wegner

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