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Ostholstein Rückenstärkung für Stadtwerke Fehmarn
Lokales Ostholstein Rückenstärkung für Stadtwerke Fehmarn
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21:10 29.06.2018
Burg a. F

Gegenüber der Stadtvertretung Fehmarn hob er zwei Tage danach – mit Rückenstärkung durch Bürgermeister Jörg Weber (SPD) – die besondere Ausgangslage hervor. Die Prüfer hätten keinen fertigen Abschlussbericht vorgefunden, sondern ihn gemeinsam mit den Stadtwerken über einen sehr langen Zeitraum erarbeitet. „Es ist nicht fair, am Ende so miteinander umzugehen“, sagte Markmann.

Detailliert erläuterte er den rund 100-seitigen Prüfbericht. Vor allem widersprach Markmann den Prüfern, die sich über Differenzen teilweise in sechsstelliger Höhe empört hatten. Mit Blick auf die Software-Umstellung bei den Stadtwerken erwiderte Markmann: „Im Ergebnis liegen aber keine Buchungsfehler, sondern Darstellungsprobleme vor.“

Verbliebene kleinere Fehler konnten laut Markmann bis zum endgültigen Abschlussbericht korrigiert werden, hätten aber ohnehin „keine Dramatik“ gehabt. Er bescheinigte den Mitarbeitern von Kämmerei und Stadtwerken „sehr engagierte“ Arbeit – und das trotz „permanenter, manchmal hanebüchener Nachfragen der Wirtschaftsprüfer“. Markmann bestätigte, dass an die Kämmerei für ihre externe Tätigkeit 30 000 Euro bezahlt wurden.

Werkleiter Rainer Loosen übernahm die Verantwortung für den Jahresbericht mitsamt den Kritikpunkten. Unterm Strich stehe trotzdem der alles entscheidende Prüfvermerk „keine Einwendungen“. Dieser liege auch der Kommunalaufsicht des Kreises vor.

In der politischen Bewertung betonte Christiane Stodt-Kirchholtes (Grüne), Vorsitzende des Stadtwerke- und Hafenausschusses: „Wir sind so etwas wie der Aufsichtsrat.“ Und ergänzte: „Für die Mitarbeiter war die Kritik der Prüfer nicht gut auszuhalten. Sie leisten aber hochprofessionelle Arbeit.“ Sie sieht Gesprächsbedarf über eine Personalaufstockung und die geforderte Erhöhung der Eigenkapitalquote. Gunnar Gerth-Hansen (SPD): „Die Anforderungen an die Stadtwerke werden noch steigen.“ Nur Peter Meyer (FDP) sprach vom „Chaos“ und stimmte gegen den Jahresabschluss.

gjs

LN