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Ostholstein Run auf die SHMF-Karten: 2019 Ersatzkonzert für Fehmarn?
Lokales Ostholstein Run auf die SHMF-Karten: 2019 Ersatzkonzert für Fehmarn?
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21:10 27.06.2018
Fehmarn

Denn Frank Siebert, Leiter der Konzertplanung, macht den Musikliebhabern auf Fehmarn Hoffnung. „Wenn sie über Jahre vergeblich versuchen, Karten auf der Insel zu bekommen, ist das natürlich ärgerlich“, betont er. 300 Plätze sind in der Scheune auf Hof Johannisberg drin – mehr geht nicht. So gab es in diesem Jahr erneut große Ernüchterung: Die Plätze waren via Internet schon längst weg, bevor die Karten in den Vorverkauf gehen sollten.

Martina New, Susanne, Platzhoff, Hans-Peter Jansen, Frank Siebert, Laura Hamdorf, Antje Borgwardt und Andrea Opielka freuen sich aufs SHMF. Quelle: Foto: Gjs

Das bemängelt auch der Tourismus-Service Fehmarn (TSF), der die beiden Sommerkonzerte mit immerhin 16 000 Euro bezuschusst. „Doch unsere Gäste haben keine Chance, zum Scheunenkonzert hinzukommen“, bedauert Fehmarns Veranstaltungsleiterin Andrea Opielka.

Laut Siebert gibt es jedoch Überlegungen, ab 2019 tags darauf ein Wiederholungskonzert auf Johannisberg anzubieten. Allerdings reagiert die Konzertleitung damit vorsichtig: „Denn das weckt sofort Begehrlichkeiten.“ Unter 202 Konzerten an fast 70 Spielorten in diesem Sommer seien viele andere ebenfalls schnell ausverkauft gewesen (so das Strandkorbkonzert am 6. August in Weissenhäuser Strand).

Für „Singing Südafrika“ mit der A-cappella-Gruppe „Just 6“ am Montag, 16. Juli, gibt es definitiv keine Karten mehr. Wohl aber für den Auftritt der Geschwister Well am Dienstag, 7. August, um 20 Uhr in der Burger Kirche. Die Kinder von „Biermösl Blosn“-Mitbegründer Michael Well spielen Trauermusiken aus der ganzen Welt: von indischen Ragas über Totentänze aus Afrika bis zu Klagegesängen klassischer Komponisten. Siebert: „Da darf man sich nur nicht vom Titel abschrecken lassen.“

Antje Borgwardt vom SHMF-Beirat freut sich, dass Fehmarn kein weißer Fleck mehr ist. Sie geht jetzt noch einen Schritt weiter, die Insel als Kulturadresse zu etablieren. Martina New (Burg) hat zugesagt, die Initiative „Kunstsommer auf Fehmarn“ voranzubringen.

Von Gerd-J. Schwennsen