Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Ostholstein SPD-Frauen kämpfen für Pflegestützpunkt
Lokales Ostholstein SPD-Frauen kämpfen für Pflegestützpunkt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:10 23.03.2013
Ute Stahl (UKSH) moderierte den Nachmittag zum Thema „Ambulante Pflege“, den von Seiten der SPD auch Birte Pauls, Swantje Meininghaus und Regina Poersch (v. l.) mitgestalteten. Quelle: S. Latzel
Eutin

Der Kreis Ostholstein braucht einen unabhängigen Pflegestützpunkt: Um diese Forderung zu untermauern, lud gestern die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) in Ostholstein gemeinsam mit der SPD AG 60plus ins Eutiner „Brauhaus“. Unter dem Titel „Hilfe! Meine Mutter/mein Vater kommt nicht mehr allein zurecht“ zeigten Referenten auf, wie kompliziert die Organisation von Pflege sein kann und wie wichtig deshalb ihrer Ansicht nach eine zentrale Anlaufstelle des Kreises ist.

Ostholstein ist einer von nur zwei Kreisen in Schleswig-Holstein insgesamt, der immer noch keinen trägerunabhängigen Pflegestützpunkt hat“, erklärt Swantje Meininghaus, AsF-Vorsitzende in Ostholstein. Der Kreistag habe die Einrichtung einer solchen Anlaufstelle bislang mit dem Verweis auf Finanzierungsprobleme abgelehnt. „Der Stützpunkt würde im Jahr etwa 180 000 Euro kosten, und davon müsste der Kreis nur 60 000 Euro übernehmen“, hält Meininghaus dagegen — die anderen zwei Drittel würden das Land und die Krankenkassen zahlen.

„Frauen sind vom Thema Pflege besonders belastet, deshalb haben wir den Infonachmittag organisiert“, so die AsF-Vorsitzende. Die Referentenliste war dabei umfangreich: Birte Pauls (pflegepolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion), Dr. Martin Schünemann (Vertreter des medizinischen Dienstes der Krankenversicherung Nord), Karla Knaupmeier (Sozialdienst), Christian Pittelkow (Geschäftsführer eines ambulanten Pflegedienstes), Regina Poersch (verbraucherschutzpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion) und Heike Steinbach (Geschäftsführerin des Pflegenetzes östliches Holstein) fanden sich auf dem Podium ein.

Moderiert wurde der Nachmittag von Ute Stahl (Gesamtschulleiterin der Akademie des UKSH). Zwei — fiktive — Beispiele machten deutlich, welche Institutionen bei einem Pflegefall hinzugezogen werden müssen — ob es sich nun um eine Kurzzeitpflege für einen älteren Mann oder die lebenslange Pflege einer an Demenz erkrankten Frau handelt. „Das ist alles schwierig, vor allem für jemanden, der keine Hilfe hat“, sagt Swantje Meininghaus.

Konkrete Fortschritte in puncto Pflegestützpunkt erwartet die AsF-Vorsitzende vom gestrigen Nachmittag nicht, „die kann es erst nach der Kommunalwahl geben“. Aber die Veranstaltung im „Brauhaus

sollte zeigen, dass die SPD im Kreis an dem Thema dranbleibe, „auch wenn wir mehrfach abgeschmettert worden sind“. Auch in Ostholstein lebten mehr und mehr ältere Menschen, „und darauf müssen wir uns einstellen“. latz

LN

In der Scharbeutzer Ostsee-Therme gingen zum ersten Mal auch Kinder an den Start.

23.03.2013

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Süsel veranstaltet am morgigen Montag zwischen 15 und 19.30 Uhr in der Grund- und Hauptschule seine nächste Blutspende-Aktion. Neben einer genauen Untersuchung des gespendeten Blutes und einer Benachrichtigung bei Auffälligkeiten erhält jeder Spender einen neuen Blutspende-Ausweis als Chipkarte.

23.03.2013

Trotz schwieriger Straßenlage kaum Unfälle in Ostholstein.

23.03.2013