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Ostholstein Sana abgemeldet vom Notdienst
Lokales Ostholstein Sana abgemeldet vom Notdienst
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17:30 11.01.2019
In der Sana-Klinik Oldenburg feierten im September 2018 Notaufnahme-Leiter Jan Klinkenstein, Dr. Iris Koper und  Dr. Bertram Illert (v. l.) die Einweihung der neuen Notaufnahme. Quelle: Louis Gäbler
Oldenburg/Eutin

Die Sana-Kliniken Oldenburg und Eutin und die geplante Übernahme durch den Ameos-Klinikkonzern beschäftigen zurzeit die Kieler Landespolitik. Es geht um die Zukunft der Mitarbeiter, aber auch um die Versorgungssicherheit. Zumal sich die Sana-Klinik in Oldenburg in den vergangenen Tagen mehrfach bei der Rettungsleitstelle von der Notfallversorgung abmelden musste.

Zu viele Patienten

Sana-Sprecher Michael Hesse bestätigte LN-Informationen, dass sich die Sana-Klinik Oldenburg vom Rettungsdienst abgemeldet habe. Allerdings nicht durchgehend, sondern nur zeitweise. „In der Zeit vom 6. bis zum 9. Januar waren einige Bereiche der Klinik Oldenburg für jeweils wenige Stunden abgemeldet.“ Grund dafür sei ein saisonal bedingt erhöhtes Aufkommen von Patienten, teilte Hesse mit. Eine Abmeldung bei der Rettungsleitstelle sei dann notwendig, um die Versorgung der Patienten qualitativ hochwertig aufrecht zu erhalten.

Diese Abmeldung sei notwendig, damit Rettungskräfte direkt die nächstgelegene Klinik anfahren können, um im Notfall keine Zeit zu verlieren. Die Abmeldung werde aufgehoben, sobald sich die Auslastung der Klinik wieder stabilisiert habe. Hesse: „Dies ist ein normales Vorgehen in allen Kliniken in Deutschland und notwendig, um die zeitnahe Notfallversorgung aufrecht zu erhalten.“

Die sozialpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Birte Pauls, kann das nicht beruhigen. „Das ist durchaus ein Grund, sich Sorgen zu machen.“ In der Sozialausschusssitzung am Donnerstag habe Sozialminister Heiner Garg (FDP) betont, dass es keine Versorgungsengpässe in Ostholstein gebe und auch nicht geben werde. Pauls in einer Mitteilung: „Da frage ich mich doch: Ist der Minister nicht gut informiert oder enthält er dem Sozialausschuss relevante Informationen vor?“ Zudem sei die hohe Fluktuation beim medizinischen und pflegerischen Personal ignoriert worden.

Keine Abmeldung beim Ministerium

Vom Sozialministerium hieß es am Freitag, Krankenhäuser müssten sich nicht beim Ministerium abmelden, sondern bei der zuständigen Rettungsleitstelle. Das Ministerium erfasse die Abmeldezeiten der Krankenhäuser nicht routinemäßig. Daher hätten dem Minister im Sozialausschuss keine Informationen über eine gehäufte Abmeldung in Oldenburg vorgelegen. Das Ministerium fragte bei Sana nach. Das Ergebnis: Es habe eine zeitweise, aber keine durchgängige Abmeldung in Oldenburg gegeben. Seit vergangenem Sonnabend, 5. Januar, seien 50 Einsatzfahrten des Rettungsdienstes, darunter auch Notfälle, an die Klinik gegangen.

Birte Pauls, die das Thema Sana auf die Tagesordnung des Sozialausschusses hatte setzen lassen, treibt noch eine andere Frage um. Sie wollte von Ameos wissen, wie es für die Mitarbeiter nach der Übernahme weitergeht. Ameos-Vorstand Michael Dieckmann habe zugesichert, dass sämtliche Verträge so bleiben, wie sie sind, und dass keine Tochterfirmen gegründet würden. Eine vertragliche Festschreibung dieser Zusagen wolle Dieckmann aber nicht, berichtete Pauls. Weiter sei der Ameos-Vorstand der Meinung, dass alle Mitarbeiter ausreichend informiert seien und dass es entgegen der Einschätzung der Gewerkschaft Verdi keine Unruhe in den Sana-Kliniken Ostholstein gebe.

Schließlich äußerte sich Dieckmann zur Zukunft der seit Jahren von Wasserschäden gebeutelten Eutiner Klinik. Die solle saniert werden. Ein Neubau, der zwischenzeitlich bei Sana im Gespräch war, werde nicht angestrebt.

Susanne Peyronnet

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