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Ostholstein Sanierung, Zob, Hotel: Eutin hat viel vor
Lokales Ostholstein Sanierung, Zob, Hotel: Eutin hat viel vor
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20:10 09.01.2017
Bürgermeister Carsten Behnk begrüßt Landrat Reinhard Sager mit Frau Imme. Quelle: Foto: Benthien
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Eutin

Danksagungen, Wünsche, Ermutigung, Warnung, Selbstkritik: Die Ansprachen beim Eutiner Neujahrsempfang enthielten von allem etwas. 350 Gäste aus Eutin und der Region, aus Verwaltung, Wirtschaft, Politik und Kultur nahmen am gemeinsamen Empfang der Stadt und des Aufklärungsbataillons 6 „Holstein“ in der historischen Reithalle teil. Begrüßt wurden sie von Bürgermeister Carsten Behnk (parteilos) mit Frau Marina, Bürgervorsteher Dieter Holst (CDU) mit Frau Ingrid und Oberstleutnant Alexander Radü.

Der Bürgervorsteher plädierte zu Beginn für ein besseres Miteinander in Eutin: „Im Umgang ist noch viel Luft nach oben, da beziehe ich die Selbstverwaltung mit ein“, sagte Holst. Es dürfe nicht mit Unwahrheiten Stimmung gemacht werden. Er habe nichts gegen Bürgerbegehren oder Bürgerentscheide, sagte er, erwarte aber Ehrlichkeit, Toleranz und Achtung vor dem anderen. Was sich Bürger wünschen, wurde in einem Kurzfilm eingespielt. Bei einer Befragung in der Innenstadt antworteten Eutiner unter anderem: „Mehr Ruhe in der Stadtvertretung, mehr kleine Geschäfte, dass Eutins schöne alte Struktur erhalten bleibt und ausgebaut wird, dass Eutin aus seinem schon lange andauernden Schlaf geweckt wird.“

Eine Wunschliste hatte auch Behnk parat. Er hoffe auf „weise, mutige und zügige Entscheidungen, auf einen demokratischen und fairen Umgang in der Stadt, darauf, dass das Ergebnis des Bürgerentscheids zum Haus des Gastes zum Wohle der Stadt ausgehe und Eutin nicht in der Entwicklung bremse. Der Bürgermeister appellierte nochmals an die Bürgerinitiative, dem 7. Mai , dem Datum der Landtagswahl, als Termin für den Bürgerentscheid zuzustimmen. Aus Respekt vor dem Architekten Udo Stücker könne er einem Erhalt des Haus des Gastes zustimmen, sagte Behnk und ließ manchen Gast aufhorchen. „Aber das Gebäude hat seine Nutzung verloren, es hat nie ein tragfähiges Konzept gegeben. Das Haus ist aus der Zeit gefallen“, schob der Bürgermeister hinterher. Die 2,84 Millionen Euro, die eine Sanierung kosten würde, brauche Eutin an anderer Stelle viel dringender.

An die Wirtschaftsvereinigung Eutin gerichtet, sagte der Bürgermeister, ein Stopp der geplanten Stadtsanierung hätte fatale Folgen, ein Aufschub sei ein Rückschritt. Er könne die Sorgen der Kaufleute verstehen. Gerade für sie werde die Stadtsanierung ja gemacht, es gehe doch um Zukunftsfähigkeit. „Es gab in den vergangenen Jahren eine umfassende und mustergültige Beteiligung der Bürger und der Wirtschaft", sagte Behnk. Mit der Umgestaltung des Zob, dem Neubau des Feuerwehrgerätehauses, der Sanierung der historischen Reithalle, der Ansiedlung eines Hotels, dem Bau der Jugendherberge, der Integration der Flüchtlinge habe Eutin viel vor. „Das ist eine Multiprojektlage, mit Blick auf den Haushalt müssen wir uns auf das Wesentliche konzentrieren", sagte der Bürgermeister. Neue Impulse wolle er zudem im Tourismus setzen. Die Landesgartenschau (LGS), „eine intensive Zeit mit schönen Erlebnissen“, sei zwar betriebswirtschaftlich kein Erfolg gewesen, habe Eutin aber viel Aufmerksamkeit verschafft. Nach Aussage von Experten, ergänzte er, werde sich der Erfolg der LGS in fünf bis sieben Jahren zeigen. Applaus erntete er für diese Nachricht: „Die Denkmalpflege hat die Showküche im Küchengarten für zwei weitere Jahre akzeptiert.“

Dass durch die LGS viele Menschen Ostholstein überhaupt erst kennengelernt hätten, hob Landrat Reinhard Sager (CDU) hervor. „Nehmen Sie den Schwung der LGS mit“, riet er. Über den „neuen“

Bürgermeister Carsten Behnk urteilte er: „Mit ihm haben Sie einen Mann, der aus einer wirklich guten Verwaltung kommt!" Dafür setzte es Gelächter in der ehemaligen ReithalleSager war bis Ende Juli Behnks Vorgesetzter in der Kreisverwaltung.

Der Chef der Eutiner Aufklärer Alexander Radü zeigte sich vor allem dankbar: zum einen, dass seine Soldaten unversehrt aus ihren Einsätzen in Mali, in Afghanistan und im Kosovo (bis auf zwölf weiter dort stationierte) zurückgekehrt seien. Zum anderen, weil er immer wieder spüre, wie sehr die Eutiner hinter ihren Aufklärern stehen. „So, wie es hier ist, habe ich es noch nie erleben dürfen. Immer wieder werde ich gefragt: ,Wie geht es den Soldaten?’ Hier wird mit Herz und Liebe an uns gedacht“, sagte der Kommandeur.

Ulrike Benthien

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