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Ostholstein Scharbeutz: Schäfer und Zimmermann in der Stichwahl
Lokales Ostholstein Scharbeutz: Schäfer und Zimmermann in der Stichwahl
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10:15 25.09.2019
Sie gehen in die Stichwahl: Bettina Schäfer und Andreas Zimmermann. Quelle: Sabine Latzel
Scharbeutz

Einen eindeutigen Sieger gibt es nicht: Bei der Bürgermeister-Wahl in Scharbeutz konnte keiner der vier Kandidaten die nötige Mehrheit erringen. Deshalb stellen sich am 20. Oktober die beiden Parteilosen Bettina Schäfer (30,5 Prozent) und Andreas Zimmermann (35,4 Prozent) der Stichwahl.

Die Wahlhelfer zählten sehr schnell

Die Spannung war groß im Bürgerhaus, die Wahlhelfer in den 15 Wahllokalen waren fix, und so stand schon um kurz nach 19 Uhr fest, dass sich die Scharbeutzer Bauhof-Leiterin Bettina Schäfer und der Ahrensböker Bürgermeister Andreas Zimmermann gegen die Konkurrenz durchgesetzt haben. Der SPD-Kandidat Steffen Davids kam auf 26 Prozent der Stimmen, die Scharbeutzer Bauamtsleiterin Dorit Klees auf 8,1 Prozent.

„Ich habe auf ein solches Ergebnis gehofft“, sagte Andreas Zimmermann. Der 54-Jährige ist der Kandidat von CDU, WUB, Grünen und FDP. „Allerdings ist das jetzt nicht mehr als eine Wasserstandsmeldung“, meinte er mit Blick auf die Stichwahl. Zimmermann lobte die „bärenstarken Bewerber auf dem Stimmzettel“ und erklärte, er werde die Ergebnisse aus den einzelnen Wahllokalen nun erst einmal analysieren. „Auf jeden Fall ist eine rote Linie erkennbar, was bestimmte Themen betrifft.“

„Total aufregend“ sei das Warten auf die Ergebnisse gewesen, sagte eine strahlende Bettina Schäfer. Die 47-jährige, unabhängige Kandidatin zeigte sich glücklich – und selbstbewusst: „Ich habe schon mit einem guten Ergebnis gerechnet, weil ich im Wahlkampf ein so gutes Feedback bekommen habe.“ Jetzt sei die erste Runde geschafft, wie es weitergeht, werde sie ab Montag überlegen, „vielleicht schon am frühen Morgen beim Laufen“.

Steffen Davids und Dorit Klees sind faire Verlierer

Achtbar geschlagen hat sich auch der Sozialdemokrat Steffen Davids, der als SPD-Kandidat – derzeit noch in Schwerin arbeitend – angetreten war. „Für jemanden, der von außen kommt, ist das ein gutes Ergebnis“, kommentierte der 36-Jährige seine 26 Prozent. Er sei dankbar für die große Unterstützung, die er in der Gemeinde erfahren habe, „ich nehme viel Positives mit“. Nun werde er mit seiner Partnerin an einem „Plan B“ arbeiten, der ihn nach Scharbeutz oder zumindest in die Region führt.

Persönlich enttäuscht über lediglich 8,1 Prozent zeigte sich Dorit Klees. Die 50-Jährige hatte ebenfalls als Unabhängige kandidiert. „Nach den Rückmeldungen im Wahlkampf habe ich mit einem anderen Ergebnis gerechnet“, räumte sie ein. Doch als faire Verliererin gratulierte sie den Siegern wenige Minuten nach Verkündung des vorläufigen Endergebnisses.

Große Unterschiede zwischen den einzelnen Wahlbezirken

Das stand bereits kurz nach 19 Uhr fest. Die Wahlhelfer zählten schnell, so gingen die Ergebnisse aus Schulendorf bereits sechs Minuten nach Schließung des dortigen Wahllokals ein. Dabei variieren die Ergebnisse in den Wahlbezirken durchaus: Im Bereich Kurparkresidenz Haffkrug liegt beispielsweise Steffen Davids vorne, im Bereich GGS Pönitz Bettina Schäfer, im Bereich Ostsee-Grundschule Scharbeutz Andreas Zimmermann.

Die Wahlbeteiligung lag bei 49,5 Prozent. Endgültig entscheiden müssen sich die Wähler jetzt am Sonntag, 20. Oktober. Vorher ist noch eine gemeinsame Präsentation von Bettina Schäfer und Andreas Zimmermann angesetzt: Sie treffen am Mittwoch, 16. Oktober, um 19 Uhr in einer Vorstellungsrunde in der Jugendherberge Scharbeutz aufeinander.

Mit Spannung wurden die Ergebnisse im Bürgerhaus erwartet. Quelle: Sabine Latzel

Von Sabine Latzel

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