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Ostholstein Schleswig-Holsteins beste Restaurantfachleute kommen aus Ostholstein
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07:03 12.02.2020
Die besten Azubis im Restaurantfach kommen aus Ostholstein: Anna Strokan (l.) und Esmeralda Prandi. Quelle: Billhardt
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Neustadt/Fehmarn

Sie sind nicht einfach nur Kellner und tragen Teller von links nach rechts. Auszubildende im Restaurantfach lernen einen Job, bei dem man weit aus mehr drauf haben muss. Wie gut die Ausbildung in Ostholstein ist, haben Anna Strokan und Esmeralda Prandi jetzt mit dem Doppelsieg bei den Landesjugendmeisterschaften des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) Schleswig-Holstein in Husum bewiesen.

Ausbildung an der Berufsschule Neustadt

Die Gastronomie beklagt fehlendes Fachpersonal und auch den Berufsschulen des Kreises Ostholstein werden in dem Fachbereich nicht die Türen eingerannt. Aber es wird auf Qualität gesetzt und das zahlt sich auch aus.

„Wir haben mit Anna zum ersten Mal einen ersten Platz erreicht und durch Esmeralda noch den zweiten hinzu“, sagt Fachlehrer André Krug von der Außenstelle Neustadt glücklich über den Erfolg. Die besten Auszubildenden des Landes aus der Küche, dem Hotel- und Restaurantfach waren an der Nordsee zusammengekommen, um drei Tage lang ihr Können in Theorie und Praxis zu zeigen.

Auch das Cocktailmixen muss eine Restaurantfachfrau wie Esmeralda Prandi beherrschen. Quelle: Billhardt

„Es war anstrengend, aber auch sehr interessant“, sagt Esmeralda. In der Vorentscheidung habe Warenerkennung, Rechnen und Fachkunde auf dem Programm gestanden, berichtet Anna. Nur noch neun Teilnehmer seien in die nächste Runde gekommen. Dort mussten alle Handgriffe sitzen.

Sie haben flambiert, tranchiert, Cocktails gemixt und am Tisch dem Gast einen Krabbencocktail zubereitet. „Die zwei haben viel Zeit investiert. An jedem Schultag wurden nach dem Unterricht Technik und Kreativität geübt. Beide hätten sogar viel mehr präsentieren können“, sagt der Fachlehrer.

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Komplexe Aufgaben bravourös gemeistert

Der Wettbewerb ging noch weiter. Der Restaurant-Nachwuchs sollte eine Hochzeit für 120 Personen planen und dafür ein Fünf-Gänge-Menü erstellen, die dazu passenden Getränke heraussuchen, eine Menükarte basteln und einen Tafelorientierungsplan anfertigen.

„Das war eine komplexe Aufgabe, die in zwei Stunden erledigt werden musste“, sagt Landessiegerin Esmeralda Prandi. Warum sie auch dies mit Bravour meistern konnten, macht Esmeralda Prandi deutlich: „Wir haben gute Lehrer und sind Olaf Jung und André Krug sehr dankbar. Sie haben an uns geglaubt.“

Erfolgreiche Landesjugendmeisterschaft für die Berufliche Schule Ostholstein bei den Restaurantfachleuten: Landessiegerin Anna Strokan (l.), Fachlehrer André Krug und die Zweitplatzierte Esmeralda Prandi. Quelle: HFR

Weiterer Pluspunkt für die beiden Azubis im dritten Lehrjahr ist ihr Zusammenhalt. „Anna und ich sind die perfekte Kombi. Wir unterstützen uns gegenseitig“, sagt Esmeralda. Die eine sei etwas besser in Theorie, die andere in der Praxis. Und die beiden lernen nicht nur zusammen an der Berufsschule in Neustadt, sie arbeiten auch gemeinsam im Steak- und Fischhus in Burg auf Fehmarn. Die Meisterschaft sei eine schöne Motivation, um weiter Neues zu lernen, Erfahrung zu sammeln und immer besser zu werden, sagen die zukünftigen Restaurantfachfrauen.

Traum vom eigenen Gastronomie-Betrieb

Fachlehrer Krug weiß, dass der Wettbewerb ein Türöffner für die Zukunft sein kann: „Wir hatten Schüler, die uns später von ihrem Job aus Dubai, New York oder London angerufen haben.“ Nach der Ausbildung plant Anna zunächst ein Studium der Betriebswirtschaft.

„Ich bin Theoretikerin, die etwas mit dem Kopf machen muss.“ Esmeralda möchte sich fortbilden, um junge Menschen ausbilden zu können. Der große Traum von beiden ist aber, irgendwann einen eigenen Betrieb führen zu dürfen.

Als Restaurantfachfrau muss Anna Strokan (r.) nicht nur die besten Weine kennen, sondern sie auch entsprechend präsentieren können. Quelle: Billhardt

Ganz klar ist den beiden Azubis, was einen Gastgeber ausmacht. „Man muss professionell und fair mit seinen Angestellten umgehen, menschlich bleiben, kommunikativ sein und Freude daran haben, anderen etwas Gutes zu tun“, beschreibt Anna das Anforderungsprofil.

Noch warten auf sie und Esmeralda allerdings andere Aufgaben. Jetzt beginnt die heiße Phase für die Abschlussprüfung an der Berufsschule im Frühjahr. Im Herbst folgt die Deutsche Meisterschaft für Restaurantfachleute. Allerdings kann nur eine aus Ostholstein maximal dabei sein.

Training für die Deutsche Meisterschaft

Die ersten drei der Landesmeisterschaft trainieren jetzt zunächst zwei Mal im Monat. Erst später wird entschieden, wer endgültig nach Bonn fahren darf. Für Esmeralda und Anna steht aber schon jetzt fest: „Wir hoffen, gute Gastronomen zu werden.“

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Von Markus Billhardt

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