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Ostholstein Schloss Eutin wird Lernort für den Bildungsspaß
Lokales Ostholstein Schloss Eutin wird Lernort für den Bildungsspaß
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19:15 01.07.2019
Museumspädagogin Ulrike Unger, Brigitta Herrmann als geschäftsführender Vorstand der Stiftung Schloss Eutin sowie Wiebke Watzlawek und Jörg Schumacher (v. l.) von der Sparkassen-Stiftung Ostholstein unterzeichnen einen Kooperationsvertrag. Quelle: Dirk Schneider
Eutin

 Die Stiftung Schloss Eutin beteiligt sich am Bildungsspaß der Sparkassen-Stiftung Ostholstein. Das Schloss wird damit der neunte außerschulische Lernort des Bildungsprojekts. Die Vertreter der beiden Einrichtungen haben jetzt einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Die Zusammenarbeit startet nach den Sommerferien mit zwei Bildungsangeboten, die speziell für Grundschulklassen konzipiert wurden.

Unter der Überschrift „Es war einmal Europa . . .“ sollen die Kinder ausgehend von dem Deckengemälde des Europazimmers, das die Entführung der Prinzessin Europa durch den Göttervater Zeus darstellt, das Schloss auf die Kennzeichen antiker Sagen erforschen. „Das ist ein bewährtes Konzept. Wir haben mit dieser Geschichte schon sehr gute Erfahrungen gemacht“, erklärt Ulrike Unger, die im Schloss für die Bereiche Bildung und Vermittlung verantwortlich ist.

Spielerisch aus der Geschichte lernen

Das zweite Angebot mit dem Titel „Riechsalz, Reifrock und Rückenschmerzen – Kinderwelten im Barock“ sei speziell für den Bildungsspaß entwickelt worden. „Die Schüler erfahren, wie unterschiedlich die Lebenswelten der Fürstenkinder und der Dienstbotenkinder gewesen sind“, erläuterte Unger. Beide Unterrichtseinheiten enthalten einen entdeckerischen Teil, bei dem das Schloss die Hauptrolle spielt und erkundet werden kann. Außerdem können die Kinder selbst kreativ werden. Angedacht seien Rollenspiele in zeitgenössischer Verkleidung und das Anfertigen sowie Benutzen historischer Spielsachen.

Mit diesen Schlossaktionen könne das Angebotsspektrum des Bildungsspaßes deutlich ausgeweitet werden, erklärte der Geschäftsführer der Sparkassen-Stiftung Jörg Schumacher. „Die Bildung zugunsten einer nachhaltigen Entwicklung umfasst nämlich nicht nur Themen aus den Bereichen Umwelt und Natur, sondern es geht auch um Soziales und Kultur.“ Untersuchungen würden zudem zeigen, dass „außerschulische Lernorte die dreifache Wirkung durch die intensivere Wahrnehmung“ erzielen würden.

Jeder Grundschulklasse einen Bildungsausflug ermöglichen

„Ziel des Bildungsspaßes ist es, Kindern aus den Grundschulen des Kreises Ostholstein einmal pro Jahr ein zusätzliches Bildungsangebot außerhalb des gewohnten Umfelds zu ermöglichen“, sagte Schumacher. Da die Kinder und Jugendlichen diesen sehr zentral gelegenen Lernort ziemlich gut mit dem öffentlichen Personennahverkehr erreichen könnten, entspreche das Schloss auch in diesem Sinne einerseits den Lernzielen und andererseits dem Bildungsauftrag, betonte Schumacher. Denn auch die selbstorganisierte Anfahrt mit Bus und Bahn stelle für manches Kind bereits ein echtes Erlebnis dar. Für Schulklassen aus ländlichen Regionen und dem nördlichen Kreisgebiet, deren ÖPNV-Verbindungen eher Richtung Oldenburg und Lübeck ausgerichtet seien, stehe für die Anreise der stiftungseigene Bus zur Verfügung.

Aktuell nutzten etwa 3000 Schüler pro Jahr die verschiedenen Bildungsspaßangebote, berichtete Schumacher. Durch das Schlossprogramm könnten 500 bis 1000 Grundschüler hinzukommen. Damit würde sich die Zahl der Kinder, die die bereits vorhandenen Workshops und Führungen nutzen würden, in etwa verdoppeln, sagte Brigitta Herrmann als geschäftsführender Vorstand der Stiftung Schloss Eutin erfreut. Die Partnerschaft sei „eine tolle Ergänzung zum Erlebnis Küchengarten Schloss Eutin“.

Weitere Informationen und Anmeldungen: www.bildungsspass-ostholstein.de.

Dirk Schneider

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