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Ostholstein Schluss mit der „unendlichen Geschichte“ am Südstrand
Lokales Ostholstein Schluss mit der „unendlichen Geschichte“ am Südstrand
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19:50 18.12.2018
Die Bebauung der „Spielwiese“ am Burger Südstrand auf Fehmarn scheint vom Tisch zu sein. Quelle: Louis Gäbler
Fehmarn.

Nun wird endlich ein Schlussstrich unter die „unendliche Geschichte“ am Burger Südstrand gezogen: Mit der Aufhebung des B-Planes 54a für die „Spielwiese“, der eine Bebauung mit Apartments und einem Hotel vorsah, wurde jetzt das Ende dieser Bauvorhaben offiziell eingeläutet. Wie mehrfach in den LN berichtet, wurde das Grundstück in idealer Lage direkt an der Promenade vor mehr als zehn Jahren für 3,8 Millionen Euro von der Stadt an einen holländischen Investor verkauft, der dort besagte Ferienanlage bauen wollte. Geschehen ist bisher nichts.

Die Stadtvertretung Fehmarn beschäftigte sich in ihrer jüngsten Sitzung mit der Frage, ob man nicht doch lieber den B-Plan aufheben und die Wiese wieder ihrer ursprünglichen Bestimmung als Veranstaltungsfläche zuführen sollte. Der Tourismusausschuss hatte diesem Vorhaben in seiner Sitzung bereits zugestimmt. Dafür müsste die Stadt allerdings die Wiese zurückkaufen. Nachteil: Der Wert hat sich im Laufe der Jahre verdreifacht, das Objekt könnte jetzt also 12 bis 13 Millionen Euro kosten. Stadtvertreter Peter Meyer (FDP) warnte daher vor übereilten Beschlüssen und riet zu warten, bis der Kaufpreis festliege.

Gunnar Mehnert (WuW) brachte den Begriff Schadensersatz ins Spiel: Wenn dem Investor bereits Kosten für die Planung oder andere Maßnahmen entstanden seien, könne er diese unter Umständen auf dem Wege der Regresspflicht von der Stadt zurückfordern. Hier konnte Benjamin May, Mitarbeiter der Stadtverwaltung, allerdings Entwarnung geben. Die Stadt habe bereits zwei Rechtsgutachten in Auftrag gegeben, beide seien zu dem Ergebnis gekommen, dass kein Schadensersatz zu befürchten sei. Trotzdem forderte die Wählergemeinschaft WuW vorsorglich namentliche Abstimmung. Es wurde protokolliert, wer mit Ja, mit Nein oder mit Enthaltung stimmte. Mit 14 Ja-Stimmen überwog deutlich die Ansicht, der B-Plan könne aufgehoben werden. Sieben stimmten dagegen, ein Abgeordneter enthielt sich der Stimme.

28 Millionen Euro Ausgaben für 2019

Mit der Schaffung der Stelle eines „Wirtschaftsförderers“ im Personalplan will die Stadt Fehmarn künftig das Finanzwesen noch professioneller managen und den defizitären Haushalt konsolidieren.

Finanzausschussvorsitzender Gunnar Mehnert legte die Rahmendaten des Haushalts für 2019 dar, wonach die Einnahmen rund 26 Millionen, die Ausgaben aber rund 28 Millionen Euro betragen werden. Ein Minus von rund zwei Millionen Euro ist also programmiert. Beklagt wurde auch die Kreisumlage in einer Höhe von mehr als sechs Millionen Euro. Werner Ehlers (CDU) stellte die Frage, ob es so überhaupt noch weitergehen könne mit den Finanzen. Die CDU-Fraktion stimmte dem Haushalt daher auch nicht zu und enthielt sich der Stimme. Heinz Jürgen Fendt (SPD) unterstrich, dass die Stelle des Wirtschaftsförderers demnächst ausgeschrieben werde. Mit 13 Ja-, vier Nein-Stimmen und fünf Enthaltungen wurde der Haushalt 2019 angenommen.

Michael Kirchner

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