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Ostholstein Schönwalder Politiker sind für Ruheforst
Lokales Ostholstein Schönwalder Politiker sind für Ruheforst
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11:00 30.06.2019
Einen Begräbniswald wie hier in Wangels soll auch bei Schönwalde entstehen. Quelle: Binder
Schönwalde

Die Gemeindevertretung Schönwalde hat in einem Grundsatzbeschluss ihre Sympathie für einen Bestattungswald, auch Friedwald oder Ruheforst genannt, bekundet. Die Herzoglich Oldenburgische Verwaltung hatte den Antrag eingebracht und möchte Bestattungen im Wald Buchholz ermöglichen (die LN berichteten).

„Wir begrüßen den Vorschlag von Caroline Herzogin von Oldenburg und möchten den Prozess weiter begleiten“, erläuterte Schönwaldes Bürgermeister Winfried Saak (parteilos). Die Politik stehe dem Wunsch von Beerdigungen in der freien Natur ohne Ansinnen der Religion aufgeschlossen gegenüber. „Entschieden ist aber noch nichts. Wir werden die nächsten Schritte beobachten, haben unser Votum aber auch beispielsweise unter dem Vorbehalt einer Umweltverträglichkeit ausgesprochen“, sagte Saak.

Bei den angedachten Urnenbestattungen in einem ausgewiesenen Gebiet wird die Asche Verstorbener in biologisch abbaubaren Urnen am Fuße eines Baumes beigesetzt. Diese Form der Begräbniswälder gibt es in Ostholstein seit 2008. Damals wurde das Konzept erstmalig in Brodau an der Ostseeküste umgesetzt. Es folgte 2009 Malente-Timmdorf und seit dem vergangenen Jahr sind Naturbestattungen auch in der Gemeinde Wangels möglich.

Erhöhung der Grund- und Gewerbesteuer

Neben der neuen Form der Friedhofskultur ging es in der Gemeindevertretung aber auch noch um ganz andere Themen. Aufgrund der allgemeinen Haushaltslage wurde rückwirkend zum 1. Januar eine Erhöhung der Hebesätze beschlossen. Die Grundsteuer A steigt von 360 auf 380 Prozent, die Grundsteuer B von 380 auf 425 Prozent und die Gewerbesteuer von 360 auf 380 Prozent. Es sollen sich so ab 2019 voraussichtliche Mehreinnahmen von insgesamt 65 500 Euro ergeben. Nicht mehr in den Geldbeutel greifen müssen die Bürger beim Straßenausbau. Die Beitragspflicht wurde aufgehoben.

Darüber hinaus soll der Rasensportplatz am Jahnweg eine Flutlichtanlage erhalten. Geplant wird eine LED-Anlage für rund 74 000 Euro. Hinzu kommen Architektenkosten und Ausgaben für die Entsorgung des Bodenaushubs. Die entsprechenden Haushaltsmittel von insgesamt 80 000 Euro sollen per Nachtragshaushalt bereitgestellt werden.

Der auf der Gemeindevertretersitzung im April diskutierte Vorschlag, die Grüngutdeponie den Einwohnern der Gemeinde Schönwalde zwei Mal jährlich kostenfrei zur Verfügung zu stellen, wurde endgültig abschlägig beurteilt. Die Anlage kann nicht für die Öffentlichkeit geöffnet werden. „Wir können dies auch nicht alleine entscheiden, da die Kirche und die Nachbargemeinde Kasseedorf involviert sind“, sagte Saak. Es werde jetzt über Alternativen nachgedacht.

Markus Billhardt

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