Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Ostholstein Schule an Auewiesen: Neubau im Rapsfeld?
Lokales Ostholstein Schule an Auewiesen: Neubau im Rapsfeld?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:27 02.05.2019
Nicht auf der vielzitierten grünen Wiese, sondern auf dem gelben Rapsfeld soll der Neubau der Gemeinschaftsschule an den Auewiesen in Malente entstehen. Quelle: Dirk Schneider
Malente

Die Gemeinschaftsschule an den Auewiesen in Malente soll nicht mehr im Bestand saniert und modernisiert, sondern durch einen Neubau auf der grünen Wiese beziehungsweise einem gelben Rapsacker ersetzt werden. Der Planungsausschuss Malente hat die Änderung des Flächennutzungsplanes angeschoben und die Aufstellung eines Bebauungsplanes für ein benachbartes Grundstück beschlossen. Die Entscheidungen des neunköpfigen Gremiums fielen nach kurzer Aussprache mit einer Gegenstimme.

Die landwirtschaftliche Nutzfläche, über deren Ankauf durch die Gemeinde noch hinter verschlossenen Türen verhandelt wird, grenzt westlich an das Ernst-Rüdiger-Sportzentrum. Der Vertrag sei zwar noch nicht unterzeichnet, aber das Siegel schon angefeuchtet, beschrieb der Ausschussvorsitzende Uwe Potz (CDU) den Stand der Dinge. Die Frage, ob die für den Erwerb bereitgestellten Mittel ausreichen würden, hatte Bürgermeisterin Tanja Rönck (parteilos) bereits in der Sitzung der Gemeindevertretung Ende März mit einer positiven Einschätzung beantwortet. Aufgrund rechtlicher Bestimmungen dürfen einige Bereiche des Verfahrens nicht öffentlich beraten werden.

Tiere verlieren Rückzugsraum

Diese Geheimniskrämerei monierte die Anwohnerin Uta Spiegel, die oberhalb des Bauerwartungslands am Godenbergredder wohnt und eine Pension betreibt. Ihr Einwand: Die landwirtschaftliche Fläche sei ein sehr belebtes Biotop, das einer Vielzahl von Tieren und Pflanzen einen Lebens- und Rückzugsraum biete. So würden regelmäßig Feldhasen und Fasane, Kraniche und Kolkraben, Damwild und Dachse beobachtet. Waldkäuze und Eisvögel, Fledermäuse, Schlangen und Eidechsen würden in den Randbereichen des Areals vorkommen.

Verfahren steht erst am Anfang

Sämtliche Themen des Landschafts-, Natur- und Artenschutzes würden im Rahmen der Planänderungs- und aufstellungsverfahren noch detailliert mit entsprechenden Gutachten untersucht und bewertet, sagte Potz mit Blick in die Zukunft. Dies gelte auch für eine möglicherweise steigende Lärmbelästigung durch den Betrieb der Schule und der Sportstätten. „Wir stehen noch ganz am Anfang des Verfahrens, das jetzt Schritt für Schritt abgearbeitet werden muss“, betonte Potz. Neben den fast 50 Trägern öffentlicher Belange, zu denen auch Naturschutzbehörden und Umweltvereine zählten, werde es selbstverständlich auch eine Bürgerbeteiligung geben.

Dirk Schneider

Der Tourismus-Service investiert 1,62 Millionen Euro. Die Arbeiten sollen schon Ende 2019 beginnen. Die Anbauten werden höher sein als die Seebrücke.

03.05.2019

Die deutschen Behörden haben grünes Licht für erste Maßnahmen gegeben. Bauherr Femern A/S sieht den Zeitplan dadurch weiter gestärkt. Fehmarns Regionalmanager reagiert gelassen.

02.05.2019

Ein 29-jähriger Ostholsteiner muss eine Geldstrafe zahlen, weil er einen Betrunkenen ohne Führerschein ans Steuer seines Wagens gelassen hat. Dieser verursachte einen Unfall und floh.

02.05.2019