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Ostholstein Schwimmen mit Seelöwen? Projekt in Süsel nimmt weitere Hürde
Lokales Ostholstein Schwimmen mit Seelöwen? Projekt in Süsel nimmt weitere Hürde
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18:27 27.09.2019
Große Freude über die Zustimmung der Kommunalpolitik: Seelöwen-Experte John Burke und seine Frau wollen so schnell wie möglich mit dem Bau der Anlage in Süsel beginnen. Quelle: Jennifer Binder
Süsel

„Wir haben wirklich aufgeatmet“, sagen Isa und John Burke. Nachdem die Süseler Gemeindevertreter bereits im April dieses Jahres der Aufstellung eines Bebauungsplanes für die Seelöwen-Anlage am Süseler Baum zugestimmt hatten, gaben sie jetzt auch grünes Licht für den Entwurfs- und Auslegungsbeschluss. Das Ehepaar Burke will nun so schnell wie möglich mit dem Bau beginnen.

Erst Ablehnung, dann Zustimmung

Für Isa Burke und ihren Mann war der Tagesordnungspunkt 13 bei der Gemeindevertretersitzung am Donnerstagabend mehr als nur eine Formalie. Ohne Debatte votierten die Kommunalpolitiker – bei einer Enthaltung – für den Beschluss und für die Durchführung der formellen Beteiligungsverfahren. „Die gute Nachricht muss bei mir erst einmal innerlich wirklich ankommen“, sagte Isa Burke am nächsten Tag. Am Süseler Baum will das Ehepaar mehrere Pools für ihre vier Seelöwen bauen und unter anderem tiergestützte Therapie anbieten.

„Sobald wir die Baugenehmigung haben, geht es los. Die Baufirmen stehen in den Startlöchern“, erklärt Isa Burke. Der Entscheidung war ein Wechselbad der Gefühle vorausgegangen: Der Süseler Planungsausschuss hatte das Projekt im März dieses Jahres zunächst abgelehnt. Einige Wochen später stimmte die Gemeindevertretung dann aber doch zu. Kurz vor knapp, sozusagen, denn am 1. April lief die Duldung für die Seelöwen in ihrem alten Zuhause aus. Ohne Zustimmung zum B-Plan für das Gelände am Süseler Baum hätte das Ehepaar die Tiere binnen weniger Wochen anderswo unterbringen müssen. Das Vorhaben hatte für heftige Diskussionen in den sozialen Medien gesorgt.

Isa Burke bekommt von dem 250-Kilo-Burschen „Lou“ ein zartes Küsschen.  Quelle: Ulrike Benthien

Hoher Zaun soll das gesamte Gelände umgeben

Der Engländer John Burke ist Anfang der 90er-Jahre mit seinen Seelöwen nach Deutschland gekommen. Dort trat er mit den Tieren bis 2017 im Hansa-Park auf. Jetzt wollen er und seine Frau in Süsel das „Schwimmen mit Seelöwen“ ermöglichen. Geplant sind laut Vorhabenbeschreibung neben den Seelöwenbecken: eine Bühne und eine Zuschauerterrasse, ein Servicegebäude, ein Parkplatz und ein Spielplatz. Die Anlage soll rundherum von einem 2,40 Meter hohen Zaun umgeben werden. „Die Seelöwen können auf den vorgesehenen Land- und Wasserflächen artgerecht gehalten werden“, heißt es außerdem.

Wie beim Delfin-Schwimmen findet diese Behandlungsmethode sowohl begeisterte Befürworter als auch vehemente Gegner. Neben den Seelöwen hält das Ehepaar Burke zahlreiche weitere Tiere auf einem „Gnadenhof“ – Pferde, Schweine, Hühner, Ziegen und Schafe. Für den Umweltschutz wollen sich die Burkes ebenfalls einsetzen und laden deshalb für Sonntag, 29. September, um 11 Uhr zu einer Müllsammel-Aktion an den Strand von Sierksdorf. „Ich bringe einen Anhänger mit und fahre den Müll im Anschluss zum Zweckverband“, kündigte Isa Burke an.

Von Sabine Latzel

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