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Ostholstein Scooter-Party in Timmendorf: Die alten Raver sind noch fit
Lokales Ostholstein Scooter-Party in Timmendorf: Die alten Raver sind noch fit
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15:29 07.09.2019
Knackige Tänzerinnen, Light-Show und Pyrotechnik: Bei Scooter gab’s nicht nur harten Techno, sondern auch was fürs Auge. Quelle: Olaf Malzahn
Timmendorfer Strand

Die „Hyper-Hyper“-Rufe erklangen am Freitagabend schon Stunden vor dem Konzert rund um die Timmendorfer Musik-Arena, und auch das charakteristische „Döp Döp Döp“. Viele der 4700 Raver, die zum Scooter-Konzert in der Reihe „Stars am Strand“ kamen, sind zwar ein wenig in die Jahre gekommen – zeigten aber, dass sie immer noch Techno feiern können.

Ein schönes „Hardcore“-Shirt geht immer

Seit 25 Jahren greift Sänger H. P. Baxxter im Dienste des Techno zum Mikrofon, und zahlreiche Fans sind ebenso lange dabei. Das zeigte sich auch in Timmendorfer Strand, wo einige Konzertbesucher mittleren Alters ihre Teenager-Kinder mitbrachten. Doch egal, ob sieben oder 70 Jahre jung: Mit einem schwarzen T-Shirt mit einer Aufschrift wie „Always Hardcore“, „In Rave We Trust“ oder „Wicked“ ist der Mensch immer gut angezogen, wenn der Drum-Computer hochfährt und der Viervierteltakt im Gehörgang hämmert.

Ersten Schwung brachte in dieser Hinsicht DJ Jerome im Vorprogramm ins Geschehen. Warmtanzen im Sand ging schon ganz gut, zumal die Getränke an diesem Abend reichlich und unablässig flossen. Um kurz vor 20 Uhr war die ausverkaufte Arena schließlich dicht gefüllt, zehn Minuten später knallte es, Kunstnebel waberte über die Szenerie, noch ein Krachen, und da waren sie: H. P. Baxxter, Michael Simon und Sebastian Schilde, kurz: Scooter.

Lightshow, Pyrotechnik, knackige Tänzerinnen

Sie legten mit dem Song „One – Always Hardcore“ los und machten dementsprechend weiter: „God Save The Rave“, „Nessaja“, „Fire“, „Weekend!“, „Jump That Rock“, „J’adore Hardcore“ sowie – an der Küste ein Muss – „How Much Is The Fish“ hämmerten über den Strand und die weite Ostsee. Eine Liedfolge, bei der die einzelnen Stücke für Laien vermutlich nur schwer auseinanderzuhalten waren, aber darum ging es an diesem Abend ja auch nicht. Zwischendurch ließ H. P. Baxxter die Menge singen, schrie „Danke, Timmendorf!“ und sprang weiter auf der Bühne umher, wechselweise flankiert von luftig bekleideten Tänzerinnen und sportlichen Tänzern. Dazu bot die Technik eine technotypische Lightshow, und Freunde der Pyrotechnik kamen ebenfalls auf ihre Kosten, schossen doch immer wieder mit lauten Wumms Flammen vor der Bühne in die Höhe.

Anheizen mit DJ Jerome, im Sand tanzen, auf den Rängen hüpfen: Beim Auftakt von „Stars am Strand“ ging es in der Musik-Arena schon gut zur Sache. Scooter machten ihrem Ruf als Party-Band alle Ehre.

Das brachte sowohl die Raver im Sand vor der Bühne als auch die auf den Tribünen in Wallung. Selbst im VIP-Bereich gab es kein Halten mehr, dabei hatten sich die Fans mit den teuren Karten zuvor doch eher gediegen im weißen Zelt hinter der Trinkkurhalle mit kalt-warmem Buffet und Aperol auf die Party eingestimmt. Deutlich preiswerter feierten diejenigen, die ohne Eintrittskarten kamen und die Seebrücke eroberten, wo der Scooter-Sound problemlos zu hören war.

Die Unverdrossenen feierten im Seehotel weiter

Doch harter Techno hin oder her – die Band machte pünktlich Schluss, um kurz vor 22 Uhr mit „Move Your Ass“. Dieser Aufforderung kamen einige Unverdrossene denn auch auf der After-Show-Party im Maritim-Seehotel nach, während die anderen Besucher zufrieden den Heimweg ansteuerten. Ein weiterer Höhepunkt wartete noch auf diejenigen, die das „Meet and Greet“ mit den Stars gewonnen hatten – so auch Saskia Reinke aus Pansdorf, die bei der LN-Verlosung Glück gehabt hatte.

Sie und ihr Freund Florian Spiegel trafen H. P. Baxxter und seine Mannen hinter den Kulissen, wo es zwar ein wenig hektisch zuging, das Paar aber dennoch Gelegenheit für ein Foto mit dem Sänger hatte. Das Fazit der Pansdorfer: „Es war unser erstes Scooter-Konzert, und wir würden noch einmal hingehen.“ „War der Hammer“, lautete auch einer der ersten Kommentare bei Facebook, und dem ist wohl außer „Hyper, Hyper“ nichts mehr hinzuzufügen.

Schon Stunden vor dem Scooter-Konzert füllten sich Promenade und Seebrückenvorplatz in Timmendorfer Strand mit partybereiten Menschen, die auch das eine oder andere Getränk genossen.

Von Sabine Latzel

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