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Ostholstein Segler „Dagny“ soll Mittwoch geborgen werden
Lokales Ostholstein Segler „Dagny“ soll Mittwoch geborgen werden
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15:34 04.10.2014
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Neustadt

Das Schiff war Anfang der Woche gesunken; nach bisherigen Erkenntnissen war es offenbar marode (die LN berichteten).
Laut Raloff soll die „Dagny“ mit zwei Autokränen an die Wasseroberfläche gehoben werden; Taucher müssen dafür Gurte um den Schiffsrumpf legen. Anschließend soll der Segler leergepumpt, auf einen Lastschuber gehoben und dann auf die andere Hafenseite gebracht werden, wo es zunächst auf der Betriebsfläche der Stadtwerke abgestellt wird.
Ob der Eigner der „Dagny“, ein 52-Jähriger aus Lübeck, gegen den entstandenen Schaden versichert ist, konnte nach Angaben von Raloff „noch nicht abschließend geklärt werden“. Es sei „zu befürchten, dass die Stadt die Kosten der Bergung übernehmen muss“. Diese würden dem Eigner anschließend in Rechnung gestellt. Auf Anfrage bestätigt Raloff allerdings, dass die Stadt schon einmal auf den Kosten für eine Schiffsbergung sitzengeblieben ist. Nach LN-Informationen konnte der betreffende Eigentümer damals nicht bezahlen. Neustadt seien damals „erhebliche Kosten“ entstanden, so Raloff. Eine genaue Summe nennt er nicht.
Die Wasserschutzpolizei untersucht derweil, ob der Eigner der „Dagny“ fahrlässig gehandelt hat und sein Schiff besser hätte sichern müssen. Es wird geprüft, ob der 52-Jährige dafür haften muss, dass Öl und Dieselkraftstoff ausgetreten sind. Ein Dieselfilm hatte sich am Morgen, nachdem das Schiff gesunken war, bis ins Binnenwasser ausgebreitet. Laut Raloff hat vermutlich die Strömung im Hafenbecken dafür gesorgt, dass Kraftstoff außerhalb der gelegten Ölsperre an die Wasseroberfläche gelangt ist. Die Ölsperre um das Schiff sei daraufhin noch einmal erweitert und eine zweite Sperre sei vor der Brücke gelegt worden.