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Ostholstein So wohnt Udo Lindenberg im Maritim
Lokales Ostholstein So wohnt Udo Lindenberg im Maritim
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10:37 25.02.2019
Im Maritim Seehotel Timmendorfer Strand begrüßt die leitende Hausdame Tanja Koglin im Mai wieder Udo Lindenberg als Gast. Auch in diesem Penthouse hat der Star schon genächtigt, wenn – wie beim LN-Besuch – seine Lieblingssuite Nummer eins bereits belegt war. Quelle: Lutz Roessler
Timmendorfer Strand

Er geht gerne nachts im hoteleigenen Pool schwimmen oder macht einen ausgiebigen Spaziergang am Strand, ehe er sich in sein Penthouse im zehnten Stockwerk zurückzieht. Am späten Vormittag gönnt sich Udo Lindenberg ein ausgiebiges Frühstück mit Blick auf die Ostsee. Dann ist Proben mit seinen Musikern angesagt. Dafür muss der 72-Jährige nur vom Restaurant durch eine große Doppeltür etwa 100 Meter weit in den großen Saal gehen. Nicht nur der berühmte Panikrocker schätzt die Atmosphäre und die kurzen Wege im Maritim Seehotel, wenn er im Rahmen seiner Hörproben am 11. und 12. Mai wieder an die Lübecker Bucht reist. Auch andere Stars hielten sich während ihrer Konzerte in dem Traditionshaus in Timmendorfer Strand direkt am Wasser auf. Ein Rundgang.

Heller Teppich, blaue Couch und Blick auf die See

Höher geht es im Hotel nicht hinaus. Mit einem weiten Blick über das Wasser, den Strand, den Golfplatz, den Hemmelsdorfer See und das Timmendorfer Umland werden die Gäste in ihren Zimmern empfangen. „Man kann sogar die Türme von Lübeck hier oben sehen“, sagt Hoteldirektor Jochen H. Stop. Die Nummer eins ist Lindenbergs Lieblings-Penthouse auf der obersten Etage, auf der insgesamt sieben hochwertige Suiten zu mieten sind. Beigefarbener Hochflorteppich, zum Teil holzvertäfelte Wände, ein kleine blaue Sitzgruppe sowie eine kleine Sitzecke mit Schreibtisch – das Reich des Musikers ist nicht größer als 30 Quadratmeter. Im Schlafzimmer befindet sich noch das große Bett, gegenüber im Bad erwartet bernsteinfarbener Marmor den besonderen Gast.

Das Maritim Seehotel

Das Seehotel wurde 1969 erbaut und verfügt über 241 Zimmer, darunter sieben Penthouses. Der 3000 Quadratmeter große Wellnessbereich wird beispielsweise für Udo Lindenberg extra geöffnet, damit der 72-Jährige auch nachts schwimmen und saunieren kann. In drei Restaurants, inklusive dem Gourmet-Restaurant „Orangerie“ sowie zwei Bars, können sich die Gäste aufhalten. Für Künstler gibt es separate Bereiche. Es gibt insgesamt acht Veranstaltungsräume und den großen Saal mit knapp 1700 Plätzen.

Eine Tür verbindet Udo Lindenbergs favorisierte Suite mit dem Tagungsraum „Hamburg“, den die Stars gerne für Besprechungen nutzen. Das Maritim-Team stellt meist noch eine gemütliche Sofa-Garnitur hinein. Lindenberg habe den Raum jedoch auch schon einmal zum Tonstudio umfunktioniert, erinnert sich Stop, der mit dem Künstler befreundet ist. „Hier ist das Lied ,Hinterm Horizont’ entstanden“, sagt Stop. Wenn allerdings Zimmer Nummer eins belegt ist, muss der Rocker mit einer anderen Räumlichkeit vorliebnehmen. „Wenn es vermietet ist, dann ist das so“, sagt der Chef.

Peter Maffay, Andrea Berg und andere Prominente waren schon da

Die Band- und Technikteams müssten während ihres Aufenthaltes allerdings mit „normalen Zimmern“ leben, erklärt Stop und lächelt. Nicht so Andrea Berg, Peter Maffay, Udo Jürgens, Sarah Connor, Nena, Annett Louisan, Howard Carpendale und weitere Musik-Stars, die im obersten Teil des Hauses nächtigten. „Ich kann gar nicht aufzählen, wer hier alles war“, erklärt Stop. Kommen vielleicht in dieser Saison Herbert Grönemeyer, Michael Patrick Kelly und Scooter dazu, die wie Udo Lindenberg in Timmendorf Auftritte haben? Fest steht für Stop jedenfalls, dass er und seine Angestellten keine Star-Boni verteilen. „Wir stehen für alle 440 Gäste parat. Ob das nun Herr Lindenberg oder Frau Müller ist – wir sind für alle da“, sagt der Hotelleiter.

Udo Lindenberg als Gast wie jeder andere auch

Das entspannte Ambiente gefiel vor allem Dauergast Lindenberg. So war es für den 72-Jährigen selbstverständlich, im Frühstücksraum mit den anderen Gästen zu essen. Früher sei er von Tisch zu Tisch gekommen und habe jedem Gast Guten Tag gesagt, erzählt Stop. Jetzt werde er mehr abgeschirmt. So gibt es inzwischen auch ein „Staff-Restaurant“ im Erdgeschoss, in dem die Künstler und ihre Mannschaften ihre Mahlzeiten einnehmen und auch mal für sich sein können. Die Zeiten fürs Essen und Trinken seien an die Proben im angrenzenden Saal angepasst, erklärt Stop. Natürlich habe jeder Künstler sein Lieblingsessen. Ingwer und Granatapfel dürften bei Udos Aufenthalt im Mai nicht fehlen. „Wir haben auch immer exklusiv eine Bar separiert“, ergänzt der Hotelleiter schmunzelnd.

Hier im Seehotel in Timmendorfer Strand steigen die Künstler aus der Musik- und Showbranche ab

Service, Atmosphäre und ein großer Saal zum Proben

Die Künstler vertrauten auf den Service des Seehotels, betont Stop, der seit 19 Jahren das Maritim in Timmendorf leitet. Gern gesehen wird aber auch die Nähe zum großen Probenraum, in dem am kommenden Freitagabend zunächst Herbert Grönemeyer seine öffentliche Generalprobe vor seinem Tourbeginn am 5. März in Kiel gibt. Der 62-Jährige trat zwar noch nie in Timmendorf auf. Dennoch ist Stop entspannt. „Wir kennen die Abläufe.“ Die 1400 Sitz- und 330 Stehplätze sind für Grönemeyers Debüt im Saal längst vergriffen.

„Alles ist unter einem Dach. Wir sind die Einzigen hier, die diese Plattform bieten“, sagt Stop. Weniger Plätze? Mehr Stühle? Weniger Publikum? Kein Problem für die Hotelangestellten. Bei Annett Louisans sehr intimem Konzert im Jahr 2014 hörten ihr nur knapp 400 Gäste zu. „Wenn jemand sagt, ich möchte es persönlicher, dann machen wir das“, erklärt der 62-Jährige.

Und das hat sich in der Musik-Szene rumgesprochen. „Die Künstler wissen, dass wir uns kümmern.“ Das Besondere: Sie seien nicht das typische Stadion-Team, sondern das Hotel-Team. „Wir haben eine andere Beziehung zu den Gästen. Wir sind dazu da, dass unsere Gäste zufrieden sind.“ Vor allem weiß das Dauergast Lindenberg zu schätzen. Er kommt Anfang Mai wieder ins Seehotel, um seine neue Tournee einzuläuten. Und das am liebsten in Penthouse Nummer eins mit Meerblick.

Beke Zill

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