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Ostholstein Neue Pläne für die Eutiner Innenstadt
Lokales Ostholstein Neue Pläne für die Eutiner Innenstadt
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16:16 30.07.2019
Ein historisches Juwel mitten in Eutin: das Witwenpalais am Markt. Der Vertreter der Eigentümer hatte angekündigt, das Gebäude Islamverbänden zur Ausübung ihrer Religion anzubieten.  Quelle: Ulrike Benthien
Eutin

Der Streit ums „Witwenpalais“ in der Eutiner Innenstadt geht weiter. In einer Sondersitzung des Stadtentwicklungsausschusses soll am Mittwoch die Aufstellung eines neuen Bebauungsplans für das Gebiet zwischen dem Parkplatz „Am Stadtgraben“, dem Professor-Hofmeier-Gang, der Königstraßenpassage und dem Eutiner Marktplatz erstellt werden. Dafür unterbrechen die Eutiner Politiker sogar extra ihre Sommerpause.

Betroffen wäre davon auch das „Witwenpalais“, das im Eigentum der ­SH-HH-Immobilienverwaltung ist. Zuletzt hatte die Stadt, die ein Vorkaufsrecht besitzt, Interesse an dem Gebäude angemeldet. Die Kaufpreisvorstellungen lagen allerdings soweit auseinander, dass keine Einigung erzielt werden konnte. Daniel Fey, Vertreter der Grundstückseigentümerin, kündigte daraufhin an, Kaufverhandlungen mit arabischen Interessenten aufzunehmen und das Gebäude darüber hinaus Islamverbänden zur Ausübung ihrer Religion anzubieten. Er war auch LN-Anfrage am Dienstag nicht zu erreichen.

„Sichtbar negative Auswirkungen auf das Stadtbild“

Ziehen die Politiker nun die Reißleine? Denn noch gilt für den betroffenen Bereich ein alter Ursprungsbebauungsplan. In diesem Gebiet ist demzufolge die Unterbringung von Handelsbetrieben sowie zentralen Einrichtungen der Wirtschaft und Verwaltung vorrangig. Erlaubt sind allerdings auch Vergnügungsstätten, Anlagen für kirchliche, kulturelle, soziale und gesundheitliche Zwecke und sogar Tankstellen.

Doch die Planungsziele von damals seien längst überholt, heißt es in der Vorlage zur Sondersitzung. Deswegen soll der Bebauungsplan nun erneuert werden. Und das im beschleunigten Verfahren, also ohne großen zeitlichen Vorlauf. Planungsziel des „Bebauungsplans 142“ ist die Anpassung des Bauplanungsrechts für das betroffene Gebiet an die aktuelle Gesetzgebung.

Der Leerstand des „Witwenpalais“ habe laut der Vorlage „sichtbar negative Auswirkungen auf das Stadtbild“. Verschiedene Versuche des jetzigen Eigentümers, eine gewerbliche Nutzung zu installieren, seien gescheitert. „Durch die fehlende Nutzung scheint das Gebäude dauerhaft unbewohnt, das Gebäude macht zum Marktplatz einen sehr geschlossenen Eindruck“ heißt es in der Vorlage weiter. Aufgrund der stadtbildprägenden Lage des Palais mit Strahlwirkung auf den Markt sieht die Stadt das „dringende Erfordernis die zulässigen Nutzungen innerhalb des Gebäudes zu überprüfen und mit dem Ziel neu zu formulieren, das Gebäude für die Öffentlichkeit uneingeschränkt zugänglich zu machen“.

Ehemaliger Sky-Markt von Änderung betroffen

Betroffen sind neben dem „Witwenpalais“ von der Aufstellung eines neuen Bebauungsplans auch das Gebäude Markt 7-8, in dem sich ehemals ein Sky-Markt befand sowie der Fußwegverbindung zwischen dem Parkplatz „Am Stadtgraben“ und dem Marktplatz. Der kleine Gang gehört zu einem privaten Grundstück. Durch die bauplanungsrechtliche Ausweisung als öffentliche Wegebeziehung will die Stadt aber künftig Einfluss auf Gestaltung und Nutzung der Fläche nehmen. Und auch im angrenzenden Gebäude soll sich einiges tun. Aktuell stehen Erd- und Untergeschoss des ehemaligen Einkaufsmarkts leer. Mit dem neuen Bebauungsplan soll die Möglichkeit für eine Nutzungsänderung geschaffen werden.

Maike Wegner

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