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Ostholstein Spendenaktion im Internet soll Eishockey in Timmendorf retten
Lokales Ostholstein Spendenaktion im Internet soll Eishockey in Timmendorf retten
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20:32 16.06.2018
Die Gruppe um Patrick Saggau (l.), Michael Bertz (Mikro), Florian Bolus und Claudia Jacob (4. und 3. v. r.) will dem EHCT 06 aus der Krise helfen. Quelle: Fotos: 54°, Bz
Timmendorfer Strand

Die Stimmung in der Eishalle war geprägt von Hoffnung, gespannter Erwartung und Pessimismus, als die entschlossenen EHCT-Retter um den 2. Vorsitzenden Florian Bolus vor die Besucher traten. Er und Schatzmeisterin Claudia Jacob hielten sich jedoch im Hintergrund, zunächst griff sich Michael Bertz von der Faninitiative „Fiets“ das Mikrofon und stellte klar: „Der Verein ist nicht insolvent, sondern handlungsfähig.“ Wie hoch die finanziellen Sorgen sind, wollte Bertz jedoch nicht sagen. „Ja, es gibt eine größere Summe, die den Verein drückt. Es ist jedoch zu früh, um konkrete Zahlen zu nennen. Aber die Zahlen verändern sich in eine positive Richtung“, sagte er. Bertz sowie weitere EHCT-Unterstützer wie Leif Krause und Patrick Saggau, Kapitän der ersten Mannschaft, wollen dem Vorstand in diesen schwierigen Zeiten zur Seite stehen und „dafür sorgen, dass es vorwärts geht“.

EHCT-Sprecher Marcel Garbusinski erklärte das Spenden-Konzept.

Alle Mannschaften seien für die nächste Saison gemeldet worden und gingen in die Punktspiele, versicherte Bertz in seiner kämpferischen Rede. Das große Problem: Es gibt weder eine Mannschaft noch einen Trainer für das erste Team. „Aber das läuft“, sagte Bertz. Er geht auch davon aus, dass die Gemeinde Timmendorfer Strand sie in der Halle spielen lässt. Nun müsse der Verein wieder Vertrauen aufbauen – in den eigenen Reihen und darüber hinaus. „Wir müssen wieder enger zusammenrücken und aufhören, wegzugucken“, betonte Bertz. Es sei viel Schlechtes passiert in den vergangenen eineinhalb Jahren. „Das ist nicht das, was den Verein ausmacht“, sagte Bertz.

Wie hoch die Spendensumme sein soll, wird noch festgelegt

Der Vorstand und die Unterstützer wollen die Vergangenheit ruhen lassen, Zeit bekommen, alles aufzuarbeiten und an die Zukunft denken. Eine der großen Säulen, die Verbindlichkeiten loszuwerden, sei das Crowdfunding, erklärt Bertz. „Wir wollen Spenden sammeln und Crowdfunding ins Leben rufen“, erläuterte EHCT-Sprecher Marcel Garbusinski den Besuchern die Idee näher. Auf einer Plattform im Internet werden Prämien für die Unterstützer angeboten, die den Gegenwert einer Spende bilden. Eine Gruppe aus zehn Personen suche derzeit nach Prämien, erklärte Garbusinski. Von Fitness-Studio-Gutschein bis Kinobesuch ist alles möglich. Wenn das Crowdfunding startet, beginnt ein Countdown. „Wir hoffen auf die Kraft von uns und euch allen, um das Crowdfunding in die Welt zu tragen“, sagte er. Wie hoch der Betrag ist, der mithilfe der Gruppenfinanzierung gesammelt werden soll, und wie lange das Portal geschaltet ist, bleibt allerdings noch offen. „Wir müssen uns noch auf eine Summe festlegen. Zudem müssen wir prüfen, was wir brauchen, um spielfähig zu sein“, sagte Garbusinski. Der Etat wurde noch nicht festgelegt. Er vertröstete die Gäste auf nächste Woche. „Es wartet harte Arbeit.“ Und falls es mit dem Crowdfunding nicht funktioniere, gebe es einen Plan B, versicherte Michael Bertz. Er ist fest davon überzeugt, dass es der EHCT aus der Krise schafft. „Wir glauben, alles wieder schnell auf die Reihe zu bekommen. Wir sind bereit, in die nächste Saison zu gehen.“

Es sind noch

viele Fragen offen

Doch es gibt Zweifler: Vor allem im Nachwuchsbereich gibt es Klärungsbedarf, machten viele Fragen aus dem Publikum deutlich. Nachdem Nachwuchs-Koordinator Marc Vorderbrüggen erklärt hatte, den Bereich professioneller aufzustellen, die Eiszeiten zu verlängern, für jedes Team einen Trainer zu stellen und die guten Jugendspieler ins Training der ersten Mannschaft zu integrieren, fehlten einigen im Publikum konkrete Maßnahmen. Gibt es eine wirtschaftliche Trennung zwischen Nachwuchs und erster Mannschaft? Gibt es Präventivmaßnahmen für das, was in der Vergangenheit passiert ist? Weitere EHCT-Anhänger meldeten sich: Wie geht man mit den bereits verhandelten Oberliga-Sponsorenverträgen (der EHCT hatte sich freiwillig von der Oberliga in die Regionalliga zurückgezogen, Anm. d. Red.) um? Gibt es Anzeigen gegen den Verein? Bleibt der Jugendkoordinator?

Klar war nach dem Abend: Es gibt viel aufzuarbeiten. Garbusinski verwies auf die Jahresversammlung Ende August. Zunächst ist wichtig, den Verein zu retten. „Wir sind hier, weil wir den Verein wieder auf gesunde Beine stellen wollen“, sagte Garbusinski. „Wir müssen alle an einem Strang ziehen.“

Von Beke Zill

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