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Ostholstein Martin-Luther-Kindergarten wird neu gebaut
Lokales Ostholstein Martin-Luther-Kindergarten wird neu gebaut
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15:10 27.09.2019
Der Martin-Luther-Kindergarten Martin-Luther in Heiligenhafen soll durch einen Neubau an einer anderen Stelle ersetzt werden. Quelle: Markus Billhardt
Heiligenhafen

Brandschutzmängel, defekte Rohre durch Wasserschäden und eine anfällige Heizungsanlage: Der Martin-Luther-Kindergarten am Kurzen Kamp ist in keinem guten Zustand, die Verantwortlichen fordern zum schnellen Handel auf. Von einer Komplettsanierung sieht die Stadt nach intensiven Beratungen mit dem Kita-Werk ab, stattdessen soll auf einem anderen Gelände ein neues Gebäude errichtet werden. Zunächst aber werden 275 700 Euro im Haushalt 2020 bereitgestellt, um kurzfristig eine Instandhaltung der Kita vorzunehmen.

Schaffung von neuen Betreuungsplätzen

„Wir müssen auf jeden Fall was tun, bis der Bau steht“, sagte SPD-Fraktionssprecherin Monika Rübenkamp auf der Stadtvertretersitzung. „Wir hatten erstaunt zur Kenntnis genommen, dass die aktuelle Situation nicht mehr dem Standard entspricht.“ Es müsse gehandelt werden, damit auch die Betriebserlaubnis bestehen bleibt.

Ein künftiger Neubau des Martin-Luther-Kindergartens würde später auch dringend benötigte zusätzliche Betreuungsplätze sicherstellen. Die Verwaltung wurde beauftragt, dahingehend eine umfassende Kostenkalkulation zu ermitteln und auch eventuelle Fördermöglichkeiten auszuloten. Es wird nach Abzug von Fördermitteln mit Gesamtkosten von rund 3,3 Millionen Euro gerechnet. Für den Bau ist ein Grundstück im Höhenweg im Gespräch.

Michael Rosch wird neuer Behindertenbeauftragter

Die Stadt Heiligenhafen bekommt aber nicht nur eine neue Kita, sondern auch einen neuen Behindertenbeauftragten. Dr. Axel Zander wird zum Ende des Jahres diese ehrenamtliche Tätigkeit abgeben. Seit Oktober 1999 hat er diese Aufgabe wahrgenommen. Zander hat Behinderte beraten, ihre Interessen gegenüber der Verwaltung und beim Bau von öffentlichen Einrichtungen vertreten. Anfang September hatten sich zwei potenzielle Nachfolger vorgestellt. Bestimmt wurde jetzt Michael Rosch. In den kommenden drei Monaten wird er von Axel Zander in die Arbeit eingeführt.

Keine plattdeutschen Ortsschilder in Heiligenhafen

Die Stadtvertreter haben sich gegen zweisprachige Ortstafeln ausgesprochen. Im Gegensatz zu Großenbrode sollen die Schilder nicht ausgetauscht und zusätzlich mit der Bezeichnung „Hilligenhavn“ versehen werden. „Es gibt auch zu verschiedene Varianten in der plattdeutschen Bezeichnung von Heiligenhafen“, begründete Monika Rübenkamp die Entscheidung. Einhellig war die Meinung der Politik, dass die niederdeutsche Sprache stattdessen ein Schwerpunkt im Schulunterricht werden soll.

Mittel von 500 Euro jährlich stellt die Politik für den neu gegründeten Fördervereins Hospiz Wagrien-Fehmarn gerne zur Verfügung. Die Initiative zu Errichtung eines Hospizes im Norden Ostholstein soll durch diesen Mitgliedsbeitrag in ihrer Arbeit unterstützt werden.

Heiligenhafen stimmt für ICE-Halt bei Mittelhof

Nach der Gemeinde Großenbrode hat auch die Stadtvertretung den Grundsatzbeschluss für einen ICE-Halt verabschiedet. Der im Zuge der Hinterlandanbindung geplante gemeinsame Bahnhaltepunkt Großenbrode/Heiligenhafen bei Mittelhof soll aufgewertet werden. „Wir wollen dem möglichen Fernverkehr-Standort ins Gespräch bringen und zeigen, dass wir dies sehr favorisieren“, sagte Rübenkamp.

Zudem wurde der neuen Gebührensatzung für das Heimatmuseum Heiligenhafen zugestimmt. Danach ist die kulturelle Einrichtung ab dem 1. April 2020 gebührenfrei. Es werden keine Eintrittsgelder mehr erhoben, um die Exponate zu besichtigen und Ausstellungen zu besuchen. Veranstaltungen des Fördervereins sind davon aber ausgenommen.

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Planung für Solarpark an der A 1 kann weitergehen

Auch das Thema „Solarpark“ wurde in Heiligenhafen weiter diskutiert. Nach der Vorstellung des Projekts, geplant an der A 1 beim Parkplatz Ostseeblick, hatten sich die Fraktionen noch Zeit für Beratungen erbeten. Jetzt haben sie der Änderung des Flächennutzungsplanes und der Aufstellung eines Bebauungsplanes zugestimmt.

„Wir müssen den Klimawandel ernst nehmen. Solche Anlagen sind in Sachen Energieeffizienz wirtschaftlicher geworden und aufgrund der Hanglage liegt der Park auch nicht im Sichtfeld“, sagte CDU-Sprecher Gerd Panitzki. Für seinen FDP-Kollegen Helmut Gideon ist klar: „Der Neubau von Windrädern stockt, aus Kohle und Atomenergie steigen wir aus – also woher sollen wir sonst noch die Energie herbekommen?“ Und die Stadt würde an den Gewerbesteuereinnahmen partizipieren, betonte Rübenkamp.

Eigenheimbau an der Carl-Maria-von-Weber-Straße

Ebenfalls wurden zuletzt die Varianten zum neuen Wohngebiet neben den Kleingärten an der Carl-Maria-von-Weber-Straße beraten. Abgesegnet wurde eine Variante mit 22 Grundstücken für Einfamilien- und Doppelhäuser. „Es gibt sehr viele, die ein Eigenheim bauen wollen. Mittlerweile stehen schon 97 Bewerber auf der Liste“, erklärte die SPD-Sprecherin. Im Oktober werden die Verkaufskriterien festgelegt – vor allem Zweitwohnungssitze sollen verhindert werden. Die Ausuferung von Ferienwohnungen im Innenstadtbereich wurde jetzt bereits durch B-Plan-Änderungen von der Politik beschlossen, „damit die Heiligenhafener auch die Möglichkeit haben, eine Wohnung im Stadtgebiet zu finden“, sagte Rübenkamp.

Und in dem Zusammenhang passt auch, dass Anwohner in der Stadt ab dem 1. Januar 2020 keine Beiträge mehr für Ausbau oder Erneuerung von Straßen, Wegen und Plätzen zahlen müssen.

Von Markus Billhardt

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