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Ostholstein „Stars am Strand“: Krönender Abschluss mit Paddy Kelly
Lokales Ostholstein „Stars am Strand“: Krönender Abschluss mit Paddy Kelly
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15:56 09.09.2019
„Ihr seid unfassbar gut drauf“, bescheinigte Michael Patrick Kelly seinen Fans – und das galt genauso für ihn und seine Band. Quelle: Olaf Malzahn
Timmendorfer Strand

„Ich will noch nicht nach Hause“: Mit diesem Lied sprachen Michael Patrick Kelly und sein Überraschungsgast Johannes Oerding am Ende eines tollen Abends in der Timmendorfer Musik-Arena ihren Fans aus den Herzen. Zweieinhalb Stunden dauerte das dritte und letzte Konzert der „Stars am Strand“-Reihe in diesem Jahr – ein Höhepunkt in Sachen Musik, Stimmung, Entertainment und Publikumsnähe.

Die treuesten Fans campierten am Strand

Das war auf jeden Fall die früheste und längste Warteschlange vor der Timmendorfer Musik-Arena in diesem Jahr: Pünktlich mit Einlassbeginn zwei Stunden vor dem Konzert standen die Fans auf dem Strand, auf dem Seebrückenvorplatz und bis zur Trinkkurhalle an, um sich einen guten Platz zu sichern. Einige Fans von „Paddy“ Kelly hatten bereits seit Mittag nahe der Seebrücke campiert – aber das war an einem schönen Spätsommertag an der Ostsee wohl durchaus erträglich, denn der Wettergott zeigte sich den Fans gewogen.

In der Arena wirkte die wartende Menge bemerkenswert ruhig und entspannt, von fiebriger Aufregung wenig zu spüren – was sich abrupt änderte, als der Sänger und seine Band die Bühne betraten und direkt mit dem Song „Lazarus“ loslegten. 4700 Leute waren auf Schlag dabei, gingen leidenschaftlich mit und hörten damit für die nächsten zweieinhalb Stunden nicht mehr auf. Die Musiker boten das, was sie bei den vorherigen Auftritten der „ID“-Tour auch geboten hatten, und zwar nicht zu knapp.

Michael Patrick Kelly: publikumsnah wie kein Zweiter

Dabei waren die Lieder das eine. Von „Roundabouts“, „A Little Faith“ und „Flag“ über „Requiem“ und „Bigger Life“ bis zu „Friends Are Family“ und „iD“ inbrünstig mitgesungen – gekonnt und mitreißend dargeboten, routiniert und spielfreudig zugleich. Das andere war Michael Patrick Kellys berühmte Publikumsnähe. Auch in Timmendorf zeigte er keinerlei Berührungsängste, was damit anfing, dass er für einige Minuten die Bühne verließ, um sich für Selfies zur Verfügung zu stellen. Mit denjenigen, die hoffnungsvoll Schildchen mit der entsprechenden Bitte in die Höhe gehalten hatten, und garniert mit munteren Kommentaren.

Paddy“ berichtete zudem allerlei aus seinem Leben – etwa, dass er aus dem Hotelzimmer im Maritim-Seehotel heraus die Fans bereits mit dem Fernglas habe beobachten können. Er schreckte vorm „Crowdsurfing“ nicht zurück und ließ sich über die Menge tragen. Es folgten ein Besuch auf dem Podest für die Rollstuhlfahrer unter den Fans („Das sind unsere VIPs!“) und ein Lauf durch beinahe die gesamte Arena. Kelly hatte auch nach Timmendorf seine „Peacebell“ mitgebracht, die Friedensglocke, hergestellt aus eingeschmolzenen Waffen aus dem Ersten Weltkrieg. Mit dieser Glocke läutete er in der Arena eine Schweigeminute ein.

Einige Fans waren schon am Mittag an der Musik-Arena, alle wurden für ihre Ausdauer belohnt: Michael Patrick Kelly und seine Band bescherten den Besuchern einen gelungenen Abend.

Jubel für den Überraschungsgast Johannes Oerding

Die stellte den einzigen stillen Moment an diesem Abend dar. Ansonsten sangen und jubelten die Fans, schwenkten die Arme und die eine oder andere Flagge. Besonders hoch schlugen die Wellen der Begeisterung, als „Paddy“ einen Überraschungsgast ankündigte: Johannes Oerding – der selbst vor drei Jahren ein grandioses Konzert in der Timmendorfer Arena gegeben hatte – sang mit Michael Patrick Kelly zunächst das Lied „Heimat“ und zum Ende hin „Ich will noch nicht nach Hause“ mit der perfekt passende Zeile „Es ist grad viel zu schön, um jetzt schon zu gehen.“ Doch auch diese Worte nützten nichts: Nach diversen Zugaben war nach zweieinhalb Stunden alles vorbei, und Tausende glückliche Fans machten sich auf den Heimweg.

Insgesamt sind in diesem Jahr bei „Stars am Strand“ fast 15 000 Fans zu den Konzerten von Scooter, Nena und Michael Patrick Kelly gekommen. Die Organisatoren von der Timmendorfer Strand Niendorf Tourismus GmbH sind hochzufrieden. „Ich bin froh, dass alles friedlich und fröhlich abgelaufen ist“, sagt Tourismuschef Joachim Nitz. „Das gesamte Team vor Ort hat perfekt zusammengearbeitet.“ Das Veranstaltungsformat trage zum weiteren Ausbau „des Images der Marke Timmendorfer Strand“ bei. Für alle, die schon fürs nächste Jahr planen: „Stars am Strand“ 2020 findet vom 11. bis 13. September statt.

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