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Ostholstein Wincent Weiss singt in Heiligenhafen – und will zurück in den Norden
Lokales Ostholstein Wincent Weiss singt in Heiligenhafen – und will zurück in den Norden
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23:34 15.08.2019
Wincent Weiss beim Konzert in Heiligenhafen – der Platzregen konnte den Musiker und seine Fans nicht schrecken. Quelle: Saskia Bücker
Heiligenhafen

„Kaum erwarten“ heißt eine Single von Popsänger Wincent Weiss. Und kaum erwarten konnten es seine Fans am Donnerstagabend beim Auftakt der Konzertreihe „Stars at the Beach“ , dass der 26-jährige Superstar auf der großen Bühne direkt am Strand seinen ersten Hit präsentierte.

Etwa die Hardcore-Fans Marie (15) und Lena (14), die in erster Reihe ganz vorne standen. Die Freundinnen sind extra aus Bielefeld angereist und warteten schon morgens um halb sieben am Einlass, um die besten Plätze zu ergattern. „Ich habe Wincent schon 16 Mal live gesehen“, erzählt Marie.

Der Musiker aus Ostholstein ist inzwischen auf der ganzen Welt unterwegs – und doch zieht es ihn zurück in den Norden. Beim Konzert in Heiligenhafen ließen er und seine Fans sich vom Regen nicht stören.

Fans aus ganz Deutschland feiern Wincent Weiss

Die Freundinnen Nele (20), Lefke (20), Nele (20) und Wiebke (18) aus Nordrhein-Westfalen lassen es hingegen etwas weiter hinten im Pulk etwas gemütlicher angehen. Der Regen zwischendurch kann ihre gute Laune nicht trüben. „Wir haben noch schnell einen Poncho gekauft, dann geht das“, sagt Nele, die großer Fan von Wincent Weiss ist. „Er kommt nicht so arrogant rüber wie viele andere Stars und ist sehr authentisch.“

Und Jan (21), Nina (21), Bastian (27) und Laura (24), Freunde aus Eutin und Plön, haben extra auffallende Fan-Utensilien für das Konzert gebastelt – zwei große luftgefüllte pinkfarbene Ws sowie Kleidung, gesäumt mit dem Namen des Popstars.

Heimatbesuch und Auftritt in Heiligenhafen

„Es ist immer etwas Besonderes, im Norden aufzutreten“, sagt Wincent Weiss, der sich vor dem Konzert mit den LN getroffen hat. Der Auftritt in Heiligenhafen ist für den Popstar ein Heimspiel. Geboren ist Wincent Weiss in Bad Oldesloe, aufgewachsen in Ostholstein und Lübeck. Sein musikalischer Durchbruch, der ihn auf die Konzertbühnen in ganz Deutschland brachte, gelang ihm mit der Single „Musik sein“ (2016). Sie verkaufte sich mehr als 400 000 Mal. Nach dem Abitur zog es den musikalischen Küstenjungen nach Berlin.

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„In den letzten anderthalb Jahren habe ich aber fast nur noch in Hotels und im Tourbus gewohnt“, erzählt Weiss. Ein Konzert folgte aufs nächste, Weiss lebte aus dem Koffer. Im vergangenen Jahr habe er 120 Konzerte gegeben, für dieses Jahr sind bereits 80 geplant. Auch nach dem Auftritt in Heiligenhafen geht es für ihn direkt weiter. Weiss singt am Wochenende noch in Rottenburg (Baden-Württemberg), Butzbach (Hessen) und Aschaffenburg (Bayern).

Der Musiker aus Ostholstein ist inzwischen auf der ganzen Welt unterwegs – und doch zieht es ihn zurück in den Norden. Beim Konzert in Heiligenhafen ließen er und seine Fans sich vom Regen nicht stören.

Wincent Weiss ist ein Familienmensch

Trotz engem Zeitplan nimmt sich Weiss aber noch Zeit für das Songwriting – und für seine Familie. Diese Woche sei er beispielsweise viel in München im Studio gewesen. „Ich will dieses Jahr noch ein, zwei zusätzliche Songs veröffentlichen“, sagt der beliebte Sänger. Und das, obwohl er erst Ende März sein zweites Album „Irgendwie anders“ herausgebracht hat. Für das Konzert in Heiligenhafen unterbrach er die Zeit im Studio und setzte sich in den Flieger. Zu seiner Freude haben ihn am Hamburger Flughafen seine Großeltern abgeholt, berichtet der Popstar.

Zum Konzert seien auch seine Mutter und seine 15-jährige Schwester im Backstage-Bereich vorbeigekommen. Auch gute Freunde schauten vorbei. „Das ist total schön, aber bei einem Konzert vor Freunden bin ich auch gleich ein bisschen angespannter“, sagt Weiss. Viele kenne er noch von früher. Zur Schule ging der Ostholsteiner zu Grundschulzeiten in Schönböcken, dann in Eutin. Für eine Ehrenrunde habe er auch kurze Zeit die Gemeinschaftsschule in Ahrensbök besucht. Als Wincent Weiss aber mit seinen Hits immer bekannter wurde, zog es ihn in die weite Welt – zunächst.

Lübeck und Umgebung: Wincent Weiss will aufs Land

„Aber gerade bin ich wieder viel im Lübecker Raum unterwegs“, erzählt er. „Auf Dauer will ich wieder in einem Dorf im Norden leben.“ Es sei zwar megacool, auf Tour so viele Städte kennenzulernen. „Aber will ich immer aus dem Koffer leben, meine Klamotten mit Reisewaschmittel im Hotel reinigen, keine eigene Küche haben?“ Auf dem Land sei alles etwas entspannter, deshalb sehe er sich bereits in Lübecks Umgebung nach Wohnraum um. Ob Grundstück, Mietwohnung, Haus – das sei noch offen.

Der Norden ist auch Inspiration für seine Musik. Für sein aktuelles Album hat Weiss auch in Scharbeutz Songtexte entwickelt und einige Gesangsaufnahmen produziert. „Wir haben uns einmal ein Hotelzimmer im Bayside gemietet“, erzählt der Popstar. Heutzutage müsse man nicht mehr ein teures Studio in der Großstadt organisieren, sondern könne auch mit eigener Technik ganz entspannt „Mucke machen“.

Hit „Frische Luft“: Symbol für den Norden

Mit seiner Heimat, dem Norden, verbindet Weiss vor allem seinen Song „Frische Luft“. Der sei inzwischen ganz klar sein „Ich komm bald wieder nach Hause-Song“. „Als 18-Jähriger will man raus in die Großstadt, aber nach meinem Leben dort brauche ich jetzt wieder frische Landluft“, sagt Weiss. Er sei eben immer noch der gleiche Typ wie früher.

Der Popstar betont, er kaufe trotz seiner Bekanntheit weiterhin ganz normal seine Brötchen im Discounter. Wenn er in Lübeck und Umgebung unterwegs ist, trainiert er mit seiner Schwester im Fitness-Studio. Und er besucht regelmäßig seinen besten Freund in Scharbeutz, mit dem er gern am Strand spazieren geht.

Stars at the Beach: Das Programm

Freitag, 16. August:

Die Band „Revolverheld“ ist auf Sommertour und hat ihr fünftes Studioalbum „Zimmer mit Blick“ im Gepäck. Mit Songs wie „Liebe auf Distanz“ oder „Immer noch fühlen“ wollen die Hamburger Jungs für besondere Momente an der Ostseeküste sorgen.

Sonnabend, 17. August:

Zurück in die bunte Musikwelt des letzten Jahrzehnts des 20. Jahrhunderts führt „90er Deluxe“. Auf der Bühne mit dabei sind der DJ und Produzent Alex Christensen, aber auch Jasmin Wagner alias „Blümchen“ ist zurück.

Sonntag, 18. August:

Mit der Single „Au revoir“ machte sich Mark Forster vor gut fünf Jahren einen Namen in der Musikszene, als Coach bei „The Voice Kids“ und „The Voice of Germany“ trat er nicht nur als Sänger vor die Kamera und jetzt ist er auf großer Tour durch Deutschland mit viel „Liebe“ – denn so heißt sein Album.

Mehr Infos zu den Konzerten und wo man Tickets bekommt, gibt es hier.

Von Saskia Bücker

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