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Ostholstein Stauwasser hat zu Schäden am Röbeler Gerätehaus geführt
Lokales Ostholstein Stauwasser hat zu Schäden am Röbeler Gerätehaus geführt
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20:29 06.06.2018
Nur für kurze Zeit Stolz der Röbeler Feuerwehr, jetzt Grund für Frust: das im Dezember 2017 eingeweihte Gerätehaus an der Ahornstraße. Quelle: Foto: Benthien
Eutin

Der zweite stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde Süsel, der CDU-Fraktionsvorsitzende Adrianus Boonekamp, geht davon aus, dass die Sanierung 300000 Euro verschlingen wird. Gemeindewehrführer Rolf Müller spricht von 160000 Euro. „Der ganze Fußboden muss herausgerissen und erneuert werden“, sagt Boonekamp. „Von den Wänden muss das untere Drittel weggenommen und ausgetauscht werden.“

Einweihung im Dezember

Rund 700000 Euro hat das neue Röbeler Feuerwehrgerätehaus gekostet. Es ist im Dezember 2017 offiziell eingeweiht worden.

Die Sozialräume mussten Mitte Januar 2018 wegen Feuchtigkeit und Schimmelbefalls gesperrt werden. Versammlungen finden im alten Feuerwehrhaus nebenan statt.

Ursachenforschung: Die Heizung wurde überprüft, eine Spezialfirma untersuchte Wasser- und Abwasserrohre per Kamera.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende beklagt fehlende Drainage

Er ist noch immer sauer, dass vor dem Bau des Gerätehauses keine Ringdrainage gelegt worden ist. „Das wäre ein Klacks gewesen und hätte uns circa 20000 Euro gekostet. Aber der Architekt hat es nicht für nötig erachtet“, sagt der stellvertretende Bürgermeister. Nach seinem Kenntnisstand seien vor Baubeginn nicht genügend Bohrungen vorgenommen worden, um den Untergrund des Geländes an der Ahornstraße zu überprüfen. Dazu hat sich der Fachbereich Bauen der Stadt Eutin (sie bildet mit Süsel eine Verwaltungsgemeinschaft) noch nicht geäußert. Stadtsprecherin Kerstin Stein-Schmidt erklärt auf Anfrage: „Das ergänzende Gutachten zum Baugrund liegt vor, die Ursache des Wasserschadens scheint gefunden. Der über einen Bodenaustausch eingebrachte Untergrund unter dem Gebäude nimmt über die seitliche Geländeoberfläche Stauwasser auf. Die seitliche Ableitung verzögert sich durch den gering wasserdurchlässigen Boden in der Umgebung. Somit kann sich das Wasser nach entsprechend intensiven Niederschlagsereignissen so stark aufbauen, dass ein hydrostatischer Druck auf die Bodenplatte ausgeübt wird.“ Boonekamp schildert das vereinfacht so: „Bei heftigem Regen läuft das Wasser vom höherliegenden Feld hinter dem Haus darauf zu. Es versickert zwar im Sand, mit dem das Gelände vor dem Bau aufgefüllt worden ist. Die darunterliegenden Lehmschichten lassen aber kein Wasser durch. Folge: Es staut sich, steigt auf und zieht durch die Sohle ins Gebäude.“

Die Gebäudesohle ist wasserdurchlässig

Diese sei leider wasserdurchlässig – anders, als es den Gemeindevertretern seinerzeit weisgemacht worden sei, sagt Boonekamp. Er berichtet weiter, dass dem zuständigen Architekten eine Frist gesetzt worden sei: Er solle sich verpflichten, eine Ringdrainage zu legen, damit weiterer Schaden von dem Feuerwehrhaus abgewendet werde. Davon hatte Architekt Sönke Utke bis gestern noch nichts gehört. Er steht zu seiner damals getroffenen Entscheidung, auf eine Drainage zu verzichten: „Sie war meines Erachtens nach nicht erforderlich. So hat es auch der Tiefbauer gesehen.“ Nachdem die Schäden – Wassereinbruch und Schimmelbildung im Sozialtrakt – aufgetreten seien, sei eine Drainage eine Option gewesen, erklärt Utke. „Allerdings war der Grund für die aufsteigende Feuchtigkeit da noch gar nicht gefunden“, schildert er.

Adrianus Boonekamp rechnet mit einer abgeschlossenen Sanierung des Gerätehauses „nicht vor Ende 2018“. Gemeindewehrführer Müller ist pessimistischer: „Wenn die Angelegenheit noch vor Gericht landet, können wir vielleicht Ende 2019 wieder einziehen.“ Derzeit kann die Röbeler Wehr nur die Fahrzeughalle nutzen, in der sie vorübergehend auch ihre Spinde für die Uniformen untergebracht hat.

Ulrike Benthien

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