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Ostholstein Neues Konzept: Strand-Sport im Schwimmbad
Lokales Ostholstein Neues Konzept: Strand-Sport im Schwimmbad
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17:52 13.03.2019
Nicht nur am Sportstrand in Dahme, sondern auch im Schwimmbad des Strandspas (Hintergrund) soll es nach dem Konzept der DWG bald auf Sand sportlich zugehen. Quelle: Maren Weilandt (hfr)
Dahme

Mit Strand-Sport unterm Hallendach möchte die Dahmer Wählergemeinschaft (DWG) wieder Leben in das seit Mitte 2018 gesperrte Schwimmbad im Strandspa bringen. Auch andere Veranstaltungen wie Tagungen, Kino, Hochzeiten und Geburtstagen im Sand sind angedacht. Diese Möglichkeit der alternativen Nutzung wurde im Tourismusausschuss vorgestellt.

Dennis Ahrholdt und Joachim Tappmeyer (beide DWG) präsentierten das Konzept, mit dem sich ein Arbeitskreis beschäftigt hat. „Unsere Inspiration knüpft an eine alte Dahmer Strandhallen-Tradition an“, erläuterte Ahrholdt. Allerdings solle die neue Strandhalle – oder auch Strand-Lounge – deutlich mehr sportliche Akzente setzen. So seien unter anderem Fußball, Handball, Klettern, aber auch Slacklining, Yoga und Schulsport im Sand auch bei schlechtem Wetter und bei Dunkelheit zu jeder Jahreszeit möglich.

CDU kritisiert die neuen Pläne

Es galt, ein Projekt zu entwickeln, das einen touristischen Mehrwert habe, attraktiv für Einheimische sei, zum Charakter des Ortes passe, flexibel nutzbar sei und dies alles in einem überschaubaren finanziellen Rahmen, erklärte Ahrholdt. Mit letztgenanntem Punkt hatte sich Joachim Tappmeyer auseinandergesetzt und in einem Kostenrahmen von 150 000 Euro alles durchgerechnet. So müsse für eine Dachsanierung mit rund 36 000 Euro gerechnet werden. Um den Strand herzustellen seien etwa 41 000 Euro notwendig, sagte Tappmeyer.

In das große Schwimmbecken würden zunächst 420 Tonnen Füllsand eingebracht und dann eine Betonplatte gegossen, um eine Ebene herzurichten. Darauf komme dann eine rund 30 Zentimeter hohe Schicht Spezialsand. Außerdem brauche die Strandhalle eine neue Belüftungsanlage. Das vorgelegte Gesamtbudget beinhaltet auch die Sportausstattung sowie eine Bühne für Strand-Events und eine Anlage für Kinoveranstaltungen.

Die CDU sieht die Pläne kritisch. So fragte der stellvertretende Bürgermeister Dieter Knoll: „Es muss sich auch rechnen. Was machen wir, wenn es nicht läuft? Wer soll die Unterhaltungskosten zahlen und wer soll es betreiben?“ Joachim Tappmeyer machte deutlich, dass es im ersten Schritt keinen externen Betreiber geben müsse. Es würden eigene Ressourcen vom Sportstrand, der sich direkt vor dem Gebäude befinde, und dem Strandspa genutzt.

Bürgerbegehren zum Erhalt des Bades

Unterdessen hat die Bürgerinitiative Meerwasserbad Dahme die Unterlagen für ihr angekündigtes Bürgerbegehren bei den Behörden eingereicht. Die Fragestellung lautet: „Sind Sie dafür, dass das Meerwasserschwimmbad wieder eröffnet und weiter betrieben wird und die Räumlichkeiten nicht anderweitig genutzt werden?“ Die CDU hatte daher einen Antrag gestellt, die Präsentation von der Tagesordnung zu nehmen und zunächst intern oder zumindest ohne Beschlussfassung zu beraten. Dies wurde mit der DWG-Mehrheit aber abgelehnt.

CDU-Fraktionssprecher Michael Krebs betonte: „Wenn das Bürgerbegehren nicht beachtet wird, werden wir eine einstweilige Verfügung beantragen, um es zu stützen.“ Der Ausschussvorsitzende Sven Rohr (DWG) machte klar, dass sich die DWG an die Gesetzmäßigkeit halten und die Entscheidung zum Bürgerbegehren respektieren werde. Allerdings müsse die Kommunalaufsicht es auch erst noch für zulässig erklären.

Keine neue Nutzung bis Mai

So wurde abschließend die Empfehlung ausgesprochen, das Konzept weiter auszuarbeiten und notwendige Schritte in Gesprächen mit der Verwaltung zu erörtern. Dazu machte Bernd Prüß, Büroleiter der Verwaltungsgemeinschaft (Grömitz, Dahme, Grube, Kellenhusen), deutlich, dass die haushalts- und baurechtlichen Prozesse abgearbeitet werden müssten, und dies sicherlich nicht bis Mai zu schaffen sei.

Eine Umsetzung noch vor Beginn der Hauptsaison, wie es der DWG vorschwebt, ist somit wohl eher auszuschließen. „Dann wird es sich zeitlich verzögern. Eine endgültige Entscheidung trifft sowieso die Gemeindevertretung“, sagte Rohr.

Markus Billhardt

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