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Ostholstein Südkoreaner besuchen Insel-Windmüller
Lokales Ostholstein Südkoreaner besuchen Insel-Windmüller
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15:42 21.11.2018
Besuch aus dem Fernen Osten: Eine südkoreanische Delegation besuchte jetzt die Windmüller auf Fehmarn. Quelle: BENJAMIN KÖNEKING (HFR)
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Fehmarn

Eine südkoreanische Delegation hat sich bei „Windenergie Fehmarn“ über die Nutzung erneuerbarer Energien auf der Insel informiert. Nach Dänemark war Fehmarn die zweite Station auf der Reise.

„Neben der Westküste gehört die Insel Fehmarn zu den Pionieren der Windenergienutzung in Schleswig-Holstein“, berichtete Windmüller Carsten Micheel den Gästen aus dem Fernen Osten. Er hat Erfahrung mit weit gereisten Delegationen: Micheel führte nämlich bereits schon Australier durch den Windpark.

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Die 18-köpfige Delegation bestand aus Wissenschaftlern und Professoren der Kusan National University, Verwaltungsbeamten und Unternehmensvertretern. „Seit Fukushima gibt es bei uns eine sehr kontroverse Diskussion um Atomenergie“, erklärte der mitgereiste Vize-Gouverneur der Provinz Jeonbuk. Die Besucher besichtigten auf Fehmarn eine der „Enercon E-70“-Anlagen und das Umspannwerk bei Bisdorf.

Südkorea setzt bislang auf Atomenergie

Bislang hat die große Wirtschaftsmacht und High-Tech-Nation Südkorea stark auf Atomenergie und vor allem auf Kohle gesetzt. Um den Klimawandel zu begrenzen, möchte die südkoreanische Regierung langfristig komplett auf die Kohlenutzung zu verzichten. Erst vor einem Monat erklärten zwei große Pensionsfonds des Landes, aus klimaschädlichen Investments wie der Kohle aussteigen zu wollen. Die klimafreundliche Windenergie hingegen soll massiv ausgebaut werden.

Windenergie Fehmarn“ ist ein Zusammenschluss von Fehmaraner Windmüllern. Der Wind liefert auf der Insel sauberen klimafreundlichen Strom für über 100 000 Haushalte.

Gerd-J. Schwennsen