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Ostholstein Große Übung: THW trainiert für den Ernstfall
Lokales Ostholstein Große Übung: THW trainiert für den Ernstfall
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18:08 21.09.2019
Bei der großen Übung des THW auf dem Bundeswehrgelände Putlos werden drei verschiedene Einsatzszenarien durchgespielt. Unter anderem ist ein Zugwaggon entgleist und muss wieder auf die Schienen gestellt werden. Quelle: Markus Billhardt
Putlos

Kameradschaft und Kreativität, aber auch vorhandenes Wissen und langjährige Erfahrung waren gefragt bei einer großen Übung des Technischen Hilfswerks in der Wagrien-Kaserne Putlos. Den ehrenamtlichen Helfern der THW-Ortsverbände aus den Regionalbereichen Lübeck und Hamburg wurden an einzelnen Übungsstationen verschiedene Aufgaben gestellt, die sie auf den Ernstfall vorbereiten sollten.

Rund 150 ehrenamtliche Kräfte des THW wurden auf dem Truppenübungsplatz der Bundeswehr zusammengezogen. Beteiligt waren am Sonnabend aus Ostholstein die Ortsverbände Eutin, Neustadt und Oldenburg. Vertreten waren aber auch Einheiten aus Lauenburg, Mölln, Ratzeburg sowie aus Plön und mehrere Verbände aus Hamburg. Allesamt mussten sie sich mit drei Szenarien auseinandersetzen, wobei den Trupps erst bei der Ankunft die anstehende Herausforderung mitgeteilt wurde.

Spektakuläre Aufgabe an den Schienen

„Die sicherlich spektakulärste Situation und nicht alltäglichste Aufgabe war es, einen entgleisten Eisenbahnwaggon wieder auf die Schiene zu bringen“, erläutert Pressebetreuer Joachim Brandt. Es habe dabei verschiedene Ansätze und unterschiedliche Techniken gegeben, um dieses Problem zu lösen. So konnten beispielsweise Hebekissen oder auch überdimensionale Wagenheber zum Einsatz kommen, so Brandt und betont: „Die Herangehensweise war der Einheit überlassen.“

Das Technische Hilfswerk probt mit drei Einsatzszenarien auf Putlos den Ernstfall.

Als weitere Aufgabe galt es, die Elektroversorgung für eine große Pumpeneinheit aufzubauen. Um die Arbeit etwas zu erschweren, wurde die Technik manipuliert. Per Fernbedienung konnten Fehler gesteuert werden, die es zu beheben galt. Sobald der Strom dann lief, hätten Pumpen mit einem Bar an Druck über 2000 Liter Wasser pro Minute abpumpen können. Dies hätte mit einer Haushaltssteckdose nicht funktioniert, machte der Pressebetreuer deutlich.

Drei Aufgaben innerhalb von 120 Minuten

Innerhalb von insgesamt 120 Minuten mussten alle Anforderungen von den THW-Verbänden erledigt werden. Dazu zählte auch noch die dritte Anforderung des Tages. Es sollte eine bewusstlose und verletzte Person aus einem Beobachtungsturm gerettet werden. Auch hier sei den Einheiten freigestellt worden, mit welchen Mitteln diese Situation gemeistert werden konnte, erläutert Brandt. Zur Beurteilung, wie gut die Kräfte ihre Arbeit gemacht machen, wurden Schiedsrichter eingesetzt.

„Diese Übung gibt uns am Ende Aufschluss darüber, wo noch nachzuarbeiten und in welchen Bereichen die Ausbildung voranzutreiben ist“, erläutert Lea Menzner von der Regionalstelle Lübeck. So können die Frauen und Männer des Technische Hilfswerk, die Zivil- und Katastrophenschutzorganisation des Bundes, auch in Zukunft immer bestens vorbereitet bei großen Einsatzlagen zur Stelle sein.

Von Markus Billhardt

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