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Ostholstein Tatort Fehmarn: So mörderisch ist der neue Küstenkrimi von Heike Meckelmann
Lokales Ostholstein

Tatort Fehmarn: Neuer Krimi „Küstensturm“ von Heike Meckelmann

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11:18 24.03.2021
Die Fehmaranerin Heike Meckelmann mit ihrem neuen Kriminalroman „Küstensturm“.
Die Fehmaranerin Heike Meckelmann mit ihrem neuen Kriminalroman „Küstensturm“. Quelle: Markus Billhardt
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Fehmarn

Heike Meckelmann lebt seit mehr als 30 Jahren auf der Insel Fehmarn. In Elmshorn geboren, bezeichnet sie sich selbst durch und durch als Insulanerin, die ihre Insel genauso liebt wie die Geschichten, die sie auf der Sonneninsel schreibt. Seit 2016 arbeitet sie als freie Autorin und hat eine Reihe von Küsten-Kriminalromane herausgebracht. Bei ihr wird die Tourismusdestination Ostholstein zum Schauplatz von atemlosen Fällen – auch in ihrem sechsten Teil.

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Ein „Küstensturm“ zieht über die Insel

Das neueste Werk von Heike Meckelmann heißt „Küstensturm“ und wird seinem Namen gerecht. „Es geht um eine stürmische Zeit im Februar. Es herrscht Winterwetter, es ist kalt und die Geschichte spielt im Wald Staberholz auf Fehmarn“, erzählt die Autorin. Sie gibt einen kleinen Einblick in die Handlung: „Drei junge Frauen haben sich in eine alte Holzhütte eingebucht, eine verschwindet spurlos und wird am Fuße der Steilküste von Staberhuk tot aufgefunden. Zunächst wird ein Unfall vermutet, es ist aber Mord.“

So beginnt die Kriminalgeschichte von Heike Meckelmann: An der Steilküste von Staberhuk auf der Insel Fehmarn wird die Leiche einer jungen Frau entdeckt. Quelle: Luisa Jacobsen

Miss Marple von Fehmarn mischt sich ein

In dem Häuschen sei etwas, was jemand unbedingt wieder haben möchte und so stehe das Leben der anderen Frauen auch auf dem Spiel, gibt Heike Meckelmann noch etwas preis. Der mysteriöse Mann versetze die Ostseeinsel in einen Ausnahmezustand – „mehr wird nicht verraten.“ Die Freunde der Küstenkrimi-Reihe müssen natürlich im „Küstensturm“ nicht auf die Kommissare Dirk Westermann und Thomas Hartwig verzichten. Sie ermitteln aber nicht alleine. Auch Tante Charlotte, die Miss Marple von der Insel, wird sich – unterwegs auf ihrem roten Fahrrad – wie gewohnt einmischen.

Die sechs Bände der Küstenkrimi-Reihe von Heike Meckelmann. Quelle: Heike Meckelmann

Bei ihrer Recherche für das Buch hat Heike Meckelmann erfahren, dass tatsächlich mal eine Hütte im Staberholz stand. „Das wusste ich so vorher wirklich nicht.“ Nicht nur an den Spielorten, auch bei den handelnden Personen vermischen sich Realität und Fiktion. In den Hauptfiguren erkennt Heike Meckelmann auch ein bisschen von sich selbst. Wichtig sei ihr aber, dass sie Charakter haben und berühren. Auf der anderen Seite: Wenn sie über einen Psychopathen schreibe, müsse sie auch wissen, was er denke und wie er lebe. Sie liebe es, der Psyche dieser Leute auf den Grund zu gehen.

Nächster Küstenkrimi ist in Arbeit

Jede Küstenkrimi-Geschichte stehe für sich. Und dass ihr keine mehr einfalle, darüber macht sich Heike Meckelmann keine Sorgen. „Ich brauche nur die Tür aufzumachen, dann fällt mir sofort was ein.“ Sie lasse sich durch Zeitungs- oder TV-Meldungen inspirieren, manchmal sei es nur ein Satz, den sie aufschnappe und der dann einen neuen Krimi ergebe. Den siebten Band hat die Inselautorin bereits fast abgeschlossen. Der nächste Prolog ist auch schon wieder geschrieben. „Es wird mir nicht langweilig“, sagt das Mitglied des Kieler Krimikartells, einem Zusammenschluss von Autoren im Norden.

Geschichten entstehen im Schreibzimmer

Ihre eigene Vorgabe ist es, einen Kriminalroman pro Jahr zu veröffentlichen. Dafür schreibe sie vier bis fünf Stunden am Tag. „Ich habe mir ein Schreibzimmer eingerichtet und beginne morgens gegen 8 Uhr damit, die letzten drei Seiten noch mal durchzulesen, und dann geht’s weiter.“ Bis zum Mittag ziehe sie ihr literarisches Tun konsequent durch. Die Freizeit müsse es aber auch geben. Dennoch habe sie immer Notizblöcke oder das Diktiergerät zur Hand. „Wenn mir was einfällt, schreibe ich es auf und arbeite das am nächsten Vormittag ab“, berichtet Heike Meckelmann.

Die Küstenkrimis, für die sie noch eine Liste von einem knappen Dutzend an Titeln vorliegen hat, stehen bei ihr im Mittelpunkt. Darüber hinaus erscheint im Herbst mit „Lieblingsplätze“ die dritte und modifizierte Auflage eines Reiseführers über Fehmarn. Auch einen Thriller, der nichts mit der Reihe zu tun hat, und eine Liebesgeschichte hat sie im Kopf. Doch Vorrang haben ihre Insel-Kriminalfälle, so auch die rund 400 Seiten „Küstensturm“ aus dem Gmeiner Verlag – eine spannende Lektüre mit viel Lokalkolorit.

Von Markus Billhardt