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Ostholstein Timmendorfer Strand: Maritim ist Top-Ausbilder für Köche
Lokales Ostholstein Timmendorfer Strand: Maritim ist Top-Ausbilder für Köche
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16:12 12.08.2019
Gute Laune bei der Arbeit: Lutz Niemann von der Timmendorfer „Orangerie“ im „Maritim-Seehotel“ mit Azubi Christoffer Mitteldorf Quelle: Hannes Lintschnig
Timmendorfer Strand

 Geregelte Arbeits- und Urlaubszeiten, eine tarifliche Bezahlung, Unterstützung der Azubis bei der Prüfungsvorbereitung: In vielen deutschen Küchen ist das nicht selbstverständlich – im „Maritim-Seehotel“ hingegen schon. Deswegen hat der Verband der Köche Deutschlands das Maritim in Timmendorfer Strand nun als Top-Ausbilder geehrt. „Wir sind sehr stolz auf diese Auszeichnung“, sagt Birgit Möllgard, Personalleiterin im Maritim. „Es war aber auch ein langer Weg dahin.“

Suche nach Azubis ist schwieriger geworden

Das Klischee, dass Köche immer dann arbeiten müssen, wenn andere frei haben, gibt es laut Möllgard nicht mehr. „Das können wir uns gar nicht leisten. Natürlich haben unsere Auszubildenden freie Wochenenden und geregelte Urlaubszeiten. Sonst würde ja auch keiner mehr zu uns kommen“, sagt Möllgard. Die Suche nach Azubis sei schwieriger geworden, die Ansprüche der jungen Leute höher. Momentan bildet das Maritim acht junge Köchinnen und Köche aus. „Work-Life-Balance ist heute wichtiger denn je. Wir kommen noch aus einer Zeit, in der das nicht so wichtig war. Das war die Zeit, als es noch genug Bewerber gab.“

Natürlich fielen in der Gastronomie hin und wieder Überstunden an, das ließe sich nur sehr schwer vermeiden. „In der Küche gibt es viel zu tun. Wenn da jemand ausfällt, weil er krank ist, muss jemand anderes aushelfen. Das ist eine Frage der Organisation“, sagt die Personalleiterin. „Ich muss da manchmal den Küchenchefs dazwischengrätschen und sagen, dass sie anders planen müssen. Wir richten uns hier ganz strikt nach den Arbeitszeitgesetzen, da gibt es keine Ausnahme.“

Birgit Möllgard ist Personalleiterin im „Maritim-Seehotel“ in Timmendorfer Strand. Quelle: Hannes Lintschnig

Kochwettbewerbe: Das Maritim macht Weltmeister

Bei dem Zertifizierungsverfahren hat der Verband der Köche auch darauf geachtet, dass Ausbildungsbetriebe ihren Azubis die Möglichkeit geben, an Kochwettbewerben teilzunehmen. „Das ist ganz wichtig“, sagt Sternekoch Lutz Niemann von der „Orangerie“. „Da lernt man Kollegen aus aller Welt kennen, knüpft Netzwerke und entwickelt sich ungemein weiter. Wir haben sogar schon einen Weltmeister bei uns gehabt. Der hat jetzt ein Restaurant in Lübeck.“

Mirco Evers ist schon ausgelernter Koch, hat aber als Azubi ebenfalls an Wettbewerben teilgenommen und ist zuständig dafür, die Azubis auf die internationalen Wettkämpfe vorzubereiten. „Ich habe selbst einige Goldmedaillen gewonnen und weiß, wie viel man bei solchen Wettbewerben über das Fach lernt“, sagt der 28-Jährige. „Außerdem bereitet es auf die Abschlussprüfung vor, weil dort ähnliche Aufgaben verlangt werden.“

Ausbilder Mirco Evers bereitet die Azubis auf die internationalen Wettkämpfe vor. Quelle: Hannes Lintschnig

Erstmals wird ein Däne im Maritim ausgebildet

Bis Christoffer Mitteldorf die Abschlussprüfung absolvieren wird, dauert es noch ein bisschen. Der Däne ist seit zwei Jahren als Koch-Azubi im Maritim. „Das ist hier eine sehr hochwertige Küche“, sagt der 21-Jährige. „Von Lutz Niemann kann ich viel lernen.“ Mitteldorf hatte im Rahmen der deutsch-dänischen Verbundausbildung, die von IHK und Handwerkskammer unterstützt wird, ein dreiwöchiges Praktikum im Maritim gemacht – und war sofort begeistert. „Es ist wirklich toll hier. Und wenn ich meine Abschlussprüfung geschafft habe, dann bin ich der erste im Maritim ausgebildete Däne.“

Von Hannes Lintschnig

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