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Ostholstein Timmendorfer Teehaus: Suche nach dem Pächter beginnt
Lokales Ostholstein Timmendorfer Teehaus: Suche nach dem Pächter beginnt
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22:17 23.07.2013
Weißes Teehaus über blauer See: Wie auf dieser Animation soll‘s spätestens ab Juni 2014 am Timmendorfer Strand aussehen. Quelle: Foto: hfr
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Timmendorfer Strand

362 Quadratmeter Nutzfläche, 70 Quadratmeter Terrasse, winterfester Bau, bis zu 160 Sitzplätze für „gehobene Gastronomie“, will heißen:

maritimes Restaurant oder Spezialitäten oder Kunst und Genuss oder Café mit Weinlounge. Über mangelnde Freude am Detail kann wohl keiner klagen, der die Ausschreibung „Seeschlösschen-Seebrücke“ der Gemeinde Timmendorfer Strand liest. Aber schließlich soll ja nicht irgendein Büdchen in einer dunklen Seitengasse neu besetzt, sondern ein Pächter fürs bis vor Kurzem heftig umstrittene Teehaus auf der Seeschlösschen-Brücke gefunden werden.

Seit wenigen Tagen erst steht die Ausschreibung im Internet (www.timmendorfer-strand.org), doch nach Angaben von Tourismuschef Joachim Nitz haben sich bereits einige Interessenten gemeldet. „Ich habe die ersten Termine abgemacht.“ Offenbar hätten einige Gastronomen schon auf die Ausschreibung gewartet. „Jetzt ist es natürlich wichtig, dass die Interessenten ihre Kalkulationen und ihr Gesamtkonzept vorlegen“, so Nitz. Hauptthema sei das „Programm“ für den Winter. „Im Sommer ist es sicher nicht so schwer, dort ein Lokal zu führen, aber entscheidend für uns ist der ganzjährige Betrieb“, betont er.

„Wir freuen uns, dass es nun nach vielen Diskussionen losgeht“, sagt der Initiator und Investor Jürgen Hunke, der sich mit einer Million Euro am Bau des Teehauses (Gesamtkosten: 1,6 Millionen Euro) beteiligt. „Für mich bedeutet der Baubeginn, dass dieses architektonisch ungewöhnliche Vorhaben ein besonderer Blickpunkt für die gesamte Lübecker Bucht darstellt und ein Wahrzeichen für die Besonderheit des Strandortes Timmendorfer Strand wird“, so Hunke weiter. „Es war uns wichtig, die einzigartige Lage auf dem Wasser der Ostsee mit einer transparenten und außergewöhnlichen Architektur erlebbar zu machen“, ergänzt der Architekt Andreas Schuberth.

Das Engagement von Jürgen Hunke soll durch einen Schriftzug an dem Gebäude — „Mikado-Teehaus“ — auch optisch gewürdigt werden. Der künftige Pächter hat laut Nitz aber durchaus ein Mitspracherecht bei der Namensfindung für das Lokal. „Teehaus“ müsse es nicht unbedingt heißen, und auch das neulich propagierte „Pierhouse“ sei nur ein Arbeitstitel. Der neue Betreiber hat jedenfalls 228

Quadratmeter im Erdgeschoss und 134 Quadratmeter im Obergeschoss zur Verfügung, plus genannte Terrasse. „An der Innenausstattung können noch Details geändert werden“, erklärt der Tourismuschef.

Der Bau hat laut Ausschreibung unter anderem Fußbodenheizung und eine Leseecke mit Kamin, an der Plattform sollen zudem Ausflugsschiffe anlegen können. Die Bewerbungsunterlagen müssen bis zum 2.

September eingereicht werden, bis Ende September laufen die Auswahlgespräche, und am Ende entscheidet die Gemeindevertretung.

Am zuletzt genannten Terminplan für das Gebäude selbst hat sich laut Ausschreibung nichts geändert. Demnach wird im September dieses Jahres mit dem Bau auf der 135 Meter langen Brücke respektive auf der Plattform am Brückenkopf begonnen. Verfügbar ist das Ganze „voraussichtlich“ im Juni 2014, der Pachtvertrag soll erst einmal für zehn Jahre gelten. Ganz offiziell wird das Objekt von der Gemeinde ausgeschrieben, der Tourismuschef steht aber als Ansprechpartner bereit. Ernsthafte Interessenten erfahren von ihm natürlich auch, wie hoch die Pacht fürs Teehaus ist — öffentlich möchte Joachim Nitz dieses Detail aber nicht verkünden.

Mehrere Interessenten für den Fischereihof
Für den künftigen Fischereihof Hemmelsdorf, direkt am Hemmelsdorfer See auf dem bisherigen Schierbaum-Gelände, läuft die Ausschreibung der Gemeinde Timmendorfer Strand schon etwas länger.

Auch dort sollen die Arbeiten in diesem Herbst beginnen und im Juni 2014 abgeschlossen sein.


Gesucht wird ein Betreiber für ein eher üppiges Paket: Restaurant auf dem Wasser, gläserne Räucherei, Fischverkauf, kleiner Einzelhandel und Fahrradstation — allerdings sind mit Zustimmung der Gemeinde Unterverpachtungen erlaubt. Der Pächter soll die — neue — Betreiberwohnung auf dem Gelände beziehen. Die monatliche Pacht liegt laut Ausschreibung bei 9500 Euro netto, Bewerbungen müssen bis zum 15. August vorliegen. Nach Angaben von Tourismuschef Joachim Nitz gibt es einige „sehr qualifizierte“ Interessenten: „Wir sind mit dem Feedback sehr zufrieden.“

Sabine Latzel

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