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Ostholstein Tropenhalle, Schulungsräume: Große Pläne für den Vogelpark
Lokales Ostholstein Tropenhalle, Schulungsräume: Große Pläne für den Vogelpark
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22:13 03.03.2017
Schon auf dem Weg vom Parkplatz zum Vogelpark könnten sich künftig Ausblicke über Biotop-Flächen mit Stelzvögeln bieten. Quelle: Fotos: S. Latzel
Niendorf/Hemmelsdorf

Begehbare Vogel-Volieren, Tropenhalle und Papageienhaus, Dauerweide für Streicheltiere: Es gibt zahlreiche Ideen für eine Erneuerung des Vogelpark-Geländes in Niendorf. Allerdings sind alle Vorschläge vorerst nur Optionen. Derzeit wird an den Änderungen von Flächennutzungs- und Bebauungsplan für das Gebiet inklusive des vorgelagerten Parkplatzes an der B 76 gearbeitet, mit dem Ziel, einem künftigen neuen Betreiber zahlreiche Möglichkeiten offen zu halten. Die Landschaftsarchitektin Urte Schlie hat jetzt das Grobkonzept auf der Sitzung des Bauausschusses vorgestellt.

Einem neuen Betreiber sollen in der Niendorfer Anlage viele Möglichkeiten offen stehen – Änderungen beim Hemmelsdorfer Großparkplatz.

Kiosk-Beschlüsse erneut verschoben

Auf der Tagesordnung der Bauausschuss-Sitzung standen auch die Neubauten dreier Kioske in Timmendorfer Strand („Milchhäuschen“, „Spielmann“ und „Grimm“ sind mit insgesamt 1,2 Millionen Euro veranschlagt). Die Beschlüsse über die B-Pläne wurden aber wegen „offener Planungsfragen“ verschoben. Jetzt sollen die Mitglieder von Bau- und Tourismusausschuss gemeinsam beraten.

Demnach könnte auf dem Parkplatz eine – beispielsweise zweistöckige – Parkpalette entstehen, um mehr Platz für Autos zu schaffen – was eine Verlagerung der Wohnmobil-Plätze mit sich bringen könnte.

Bereits am Übergang zwischen Parkplatz und Weg zum Vogelpark könnten sich Kassenhäuschen und Kiosk finden und die Besucher bereits beim Gang zum eigentlichen Park den Blick über die Wiesen mitsamt Stelzvögeln schweifen lassen. Außerdem im Konzept: Aussichtspunkte zu den Biotopflächen, Bänke und Unterstände, maximal sechs Meter hohe Werbe-Pylone, Gaststätten mit überdachten Terrassen, Schulungsräume für Umweltbildung, Übernachtungsmöglichkeiten, eine Betreiberwohnung, Gewächshäuser, Freifluganlagen und ein neues Wegesystem.

„Ziel ist die offene Bestandssicherung des Vogelparks“, erklärte Bürgermeisterin Hatice Kara (SPD). Da sich der derzeitige Betreiber Klaus Langfeldt gern zur Ruhe setzen möchte, hat die Suche nach einem Nachfolger begonnen. „Deshalb haben wir Ideen gesammelt, die für den künftigen Betreiber interessant sein können“, sagte Kara. „Was er dann tatsächlich in Anspruch nimmt, muss er entscheiden.“

Es hätten sich schon mehrere Bewerber vorgestellt, sagt Langfeldt (73), der den Park seit 33 Jahren betreibt. Ein geeigneter Nachfolger sei aber nicht darunter gewesen. „Ich mache so lange weiter, bis ich den Passenden gefunden habe“, erklärt Langfeldt. „Zur Not muss ich eben jemanden einstellen und selbst Betreiber bleiben.“

Ein weiterer Parkplatz stand ebenfalls auf der Tagesordnung: der künftige Großparkplatz im Hemmelsdorf, nördlich der L 181/Seestraße gegenüber des Hofes Fick gelegen. Das Areal, derzeit eine Grünfläche, kann bereits jetzt als „Überlaufparkplatz“ genutzt werden. Die Pläne für einen asphaltierten Platz mussten allerdings geändert werden: Der geplante Kreisel fällt weg, statt dessen gibt es eine Linksabbiegerspur, außerdem wird mehr Abstand zu einigen Gräben und damit zu geschützten Biotopen gehalten. Zudem soll noch geprüft werden, ob auf zwei für Wohnbebauung ausgewiesenen Grundstücken sozialer Wohnungsbau möglich ist.

Auf dem Gelände sollen künftig 105 Autos und zehn Busse parken können. Mit einer Fertigstellung ist wohl aber erst zur Saison 2018 zu rechnen, „es gibt ja noch keine Bauleitplanung“, erklärt der Bauausschuss-Vorsitzende Jan Karthäuser.

Sabine Latzel

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