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Ostholstein Raubüberfall auf Juwelier: Verdächtige ermittelt
Lokales Ostholstein Raubüberfall auf Juwelier: Verdächtige ermittelt
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17:52 17.01.2019
Der Raubüberfall ereignete sich am Vormittag des 27. Juli 2017 beim Juwelier Lindner an der Kurpromenade. Quelle: FOTO: SUSANNE PEYRONNET
Timmendorfer Strand

Sie drangen mit einer Schusswaffe in die Verkaufsräume ein, schlugen eine Vitrine ein und entwendeten Armbanduhren im Wert von 174 300 Euro: Zwei Männer haben am 27. Juli 2017 den Juwelier Lindner an der Kurpromenade 12 in Timmendorfer Strand überfallen. Nachdem die Tat im Juli 2018 bei der ZDF-Fernsehsendung „Aktenzeichen XY  . . . ungelöst“ gezeigt wurde, sind zwei Verdächtige ermittelt worden.

Verdächtige sitzen in der Schweiz in Untersuchungshaft

Die Männer befinden sich derzeit wegen eines Verbrechens mit „deutlichen Parallelen im Modus Operandi“ in der Schweiz in Untersuchungshaft. Beamte der Münchner Kriminalpolizei hatten nach der Ausstrahlung der Fernsehsendung einen der Männer erkannt. Denn: Die Tat war damals von der Videoüberwachung des Juweliers aufgezeichnet worden. „Die Videoaufnahmen waren von sehr guter Qualität“, sagte Oberstaatsanwältin Dr. Ulla Hingst am Donnerstag. Ein anthropologisches Gutachten (Gutachten zur Gesichtserkennung) sowie deutliche Ähnlichkeiten zwischen dem Überfall in Timmendorfer Strand und der Tat in der Schweiz hätten die Staatsanwaltschaft schließlich veranlasst, den Mann vernehmen zu lassen.

Im Dezember 2018 habe der 40-jährige Beschuldigte die Beteiligung an der Tat in Timmendorfer Strand vor dem ermittelnden Staatsanwalt in der Schweiz gestanden, sagte Hingst. Er hatte bei dem Überfall auf den Juwelier die Angestellten mit einer Schusswaffe bedroht, während ein zweiter Mann mit einem Hammer die Vitrine einschlug.

Dieses Foto zeigt die Männer während der Tat. Die Ermittler erhofften sich damals Hinweise aus der Bevölkerung. Quelle: Polizei

Der Mittäterschaft in Timmendorf wird ein 42-Jähriger verdächtigt, der auch der mutmaßliche Mittäter der in der Schweiz begangenen Tat ist. Diesem Mann seien zwischenzeitlich DNA-Spuren vom Tatort in Timmendorfer Strand zugeordnet worden, sagte Hingst.

Verbleib der Beute unbekannt

Trotz sofortiger Fahndung konnten die Männer damals entkommen. Als Fluchtfahrzeug sollte ihnen ein Motorroller dienen. Als dieser allerdings nicht ansprang, flüchteten sie mit ihrer Beute zu Fuß. Was mit den insgesamt zwölf geraubten Uhren geschehen ist, weiß die Staatsanwaltschaft nicht. „Die schweizerischen Strafverfolgungsbehörden haben gegenüber der Staatsanwaltschaft Lübeck die Bereitschaft zur Übernahme der Strafverfolgung auch wegen der Tat in Timmendorfer Strand bekundet“, sagte Hingst. Ermittlungen und Anklage liegen also in den Händen der Schweizer Behörden.

Luisa Jacobsen

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