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Ostholstein Urlaub auf dem Stellplatz: Hier können Wohnmobile in Ostholstein parken
Lokales Ostholstein Urlaub auf dem Stellplatz: Hier können Wohnmobile in Ostholstein parken
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14:06 02.09.2019
Lieber Stell- als Campingplatz: Norbert und Monika Kellert genießen seit Jahren ihren Urlaub in Pelzerhaken. Quelle: Hannes Lintschnig
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Neustadt/Pelzerhaken

Urlaub im Wohnmobil wird immer beliebter. Das spießige Image ist weg, die rollenden Ferienhäuser sind zu einem Freiheitssymbol geworden. Das bestätigen die Zahlen vom Kraftfahrtbundesamt: Mehr als 530 000 registrierte Wohnmobile gibt es seit Anfang des Jahres in Deutschland, rund 200 000 mehr als im Jahr 2010. In Ostholstein waren im vergangenen Jahr 2188 Wohnmobile registriert, etwa 700 mehr als vor neun Jahren.

Mit der Zahl der Wohnmobile steigt auch die Anzahl der Stellplätze. Entlang der Küste Ostholsteins, aber auch im Binnenland, sind in den vergangenen Jahren viele neue Wohnmobilstellplätze entstanden. Den WohnmobilstellplatzOstsee“ direkt am Strand in Neustadt-Pelzerhaken gibt es schon länger, er erfreut sich bei Gästen aus ganz Deutschland großer Beliebtheit – wie etwa beim Ehepaar Kellert aus Bremen.

Für Ehepaar Kellert ist klar: Lieber Stell- als Campingplatz

Monika und Norbert Kellert sitzen vor ihrem Wohnmobil auf Campingstühlen, auf dem kleinen Klapptisch zwischen ihnen steht eine Kaffeetasse und eine Flasche Wasser. Hund „Paule“ reckt sich entspannt am Boden und lässt den Tag so an sich vorbeiziehen. „Was will man denn mehr?“, fragt Norbert Kellert, der sich auch gleich selbst eine Antwort gibt. „Nichts, gar nichts.“

Das Ehepaar ist schon im vierten Jahr zu Gast auf dem WohnmobilstellplatzOstsee“ in Pelzerhaken. Dass sie so oft hierherkommen würden, hätten sie damals nicht gedacht. „Im ersten Jahr wollten wir nur eine Woche bleiben“, sagt Monika Kellert. „Daraus wurde dann ein Monat. Im zweiten Jahr waren es sieben Wochen – es wurde immer mehr.“

Norbert und Monika Kellert haben schon viele Wohnmobilstellplätze gesehen. Trotzdem kommen sie immer wieder nach Pelzerhaken. Sie schätzen die Sauberkeit auf dem Platz, die Ruhe, den im Vergleich zu einem Campingplatz günstigen Preis, die Nähe zum Wasser und – ein Vorteil, wenn man schon so oft hier war – die enge Beziehung zu den anderen Wohnmobilisten. „Warum sollten wir woanders hin? Ein Campingplatz ist teuer, und hier hat man doch alles, was man braucht.“

Hier finden Sie Wohnmobilstellplätze in Ostholstein

„Ich mag den Kontakt zu Menschen, die Urlaub haben“

Auch Hinrich Behrens gehört zu den Bekanntschaften, die sie hier schätzen. Behrens ist allerdings kein Gast, sondern Betreiber des Wohnmobilstellplatzes. Auf dem Weg zum Wasserholen trifft Norbert Kellert den 52-Jährigen aus Merkendorf, gibt ihm die Hand, hält ein freundliches Pläuschchen und wandert weiter zu den Wasserhähnen.

Behrens betreibt den Stellplatz seit etwa zwölf Jahren. Er macht gerade seinen Kontrollgang über den Platz und schaut, ob kleinere Reparaturen anfallen oder jemand Hilfe braucht. Am Eingang des Stellplatzes steht eine Frau am Einlassautomaten. Sie hat offensichtlich Probleme, eine Karte zu ziehen. „Der Automat spuckt die Karte nicht aus“, sagt sie hilflos zu Hinrich Behrens. „Und er hat zwei Euro von mir gefressen. Können Sie mir helfen?“

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unweit der Küsten parken können, steht hier.

Behrens kann. Er schließt den Automaten auf, öffnet die Tür und schaut sich das Innenleben an. „Die Leute denken immer, wenn man einen Automaten am Eingang hat, hat man nichts zu tun. Das ist ein Trugschluss“, sagt er, schließt nach zwei Handgriffen die Tür des Automaten wieder und drückt auf den Knopf. „So, hier ist Ihre Karte und die zwei Euro. Einen schönen Aufenthalt wünsche ich.“ Behrens ist zufrieden. „Ich mag den Kontakt zu Menschen, die Urlaub machen. Die sind so schön entspannt.“

Sehen Sie in unserer Galerie, warum Wohnmobilisten lieber auf Stell- als auf Campingplätzen schlafen und was der Wohnmobilstellplatz „Ostsee“ in Pelzerhaken alles zu bieten hat.

Wohnmobilisten lieben die Freiheit – und das günstige Angebot

Behrens ist stolz auf seinen Wohnmobilstellplatz. „Wir waren der erste offizielle Stellplatz in Ostholstein“, sagt er. Er hat den Wohnmobilboom in den letzten zehn Jahren direkt miterlebt, er weiß, was Wohnmobilisten wollen. „Früher gab es einen Stellplatz und gut war es damit“, sagt Behrens. Das sei heute anders. „Strom und Wasser sind sowieso Standard, aber die Leute wollen auch schnelles WLAN, Entsorgungsmöglichkeiten, Waschmaschinen, Trockner, Brötchenservice und so weiter. Wie sich die Zeit gewandelt hat, ist schon verrückt“, sagt er. Aber als Unternehmer müsse man nun einmal immer am Ball bleiben und spüren, was die Leute brauchen.

Behrens weiß: Wohnmobilisten auf Stellplätzen lieben die Freiheit. Deswegen kann man bei ihm auch keinen Platz reservieren. „Die Freiheit, jeden Tag fahren zu können und nicht im Voraus buchen zu müssen – das ist es, was meine Gäste lieben“, sagt der Ostholsteiner, der besonders Wohnmobilisten aus den Niederlanden, Dänemark und natürlich aus allen Ecken der Bundesrepublik auf seinem Platz begrüßt. Eine Nacht bei Hinrich Behrens kostet rund 16 Euro für zwei Personen mit Kindern unter 16 Jahren, zwei Hunde inklusive. Für Strom, Wasser, Waschmaschine, und Trockner fallen weitere Gebühren an. „Natürlich ist es hier viel günstiger als auf einem Campingplatz. Viele kommen her und wollen nur eine Nacht bleiben. Aber die meisten bleiben dann länger, als sie eigentlich wollten.“

„Eigentlich wollten wir nur eine Nacht bleiben“

So wie Karolin Spahni und Michael Stein aus Freiburg, die mit ihren Kindern im Norden Urlaub machen. Die beiden sitzen vor ihrem Camper, gut geschützt vor der Sonne durch die Markise, die sie ausgezogen haben. Auf dem kleinen Klapptisch liegt eine halbe Wassermelone, ihre Kinder Lius und Kuno machen gerade ein kleines Wettrennen mit ihren Fahrrädern. „Wir haben nur etwas zum Schlafen gesucht, weil es schon so spät war. Eigentlich wollten wir nur eine Nacht bleiben“, sagt Karolin Spahni, die schon zwei Tage auf dem Stellplatz geblieben ist. „Und dann das: Ein super Stellplatz, schön sauber und ruhig, direkt am Meer. Es ist wirklich toll hier. Mal sehen, wie lange wir bleiben.“

Von Hannes Lintschnig

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