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Ostholstein Urteil zum Belttunnel 2020: Dänen blicken mit Spannung auf das neue Jahr
Lokales Ostholstein Urteil zum Belttunnel 2020: Dänen blicken mit Spannung auf das neue Jahr
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15:59 24.01.2020
Sie sind für eine positive Grundhaltung: Ingo Gädechens (v. l.) und Lars Friis Cornett von Femern A/S beim Neujahrsempfang. Quelle: Luisa Jacobsen
Fehmarn

Für Femern A/S, den Bauherrn des Fehmarnbelttunnels, steht ein wichtiges Jahr bevor. Im September soll am Bundesverwaltungsgericht in Leipzig die Verhandlung im Klageverfahren gegen die Baugenehmigung für den Tunnel stattfinden. Beim Neujahrsempfang im Infocenter in Burg zeigte sich das Unternehmen dahingehend optimistisch. Denn auch wenn vorab niemand wissen kann, wie das Verfahren ausgeht, wird in Dänemark weiter gebaut.

Am Arbeitshafen auf dänischer Seite geht es los

Unter anderem begännen die Bauarbeiten an dem Arbeitshafen auf dänischer Seite, über den später Baumaterialien angeliefert und die Tunnelelemente verschifft und in der Ostsee versenkt werden können, sagte Lars Friis Cornett, Deutschland-Direktor des Unternehmens. Mit vorbereitenden Maßnahmen dafür hatte das Unternehmen bereits 2019 begonnen.

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Grund für den raschen Fortgang der Arbeiten ist das angesetzte Datum zur Fertigstellung des Tunnels. Femerns A/S plant weiterhin mit einer Eröffnung im Jahr 2028. Denn wenn das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts für den Bauherren positiv ausfällt, befinden sie sich im Zeitplan. Der Bundestagsabgeordnete Ingo Gädechens (CDU), der auch ein Grußwort sprach, bezeichnete dieses Datum als sehr optimistisch. In seiner Rede appellierte er gleichzeitig an eine positiven Grundeinstellung auf deutscher Seite. Ängste seien nachvollziehbar, auch das Beschreiben von Herausforderungen wichtig, bei all dem sollten aber auch die positiven Aspekte des Projektes gesehen werden – in Dänemark sei diese positive Haltung seiner Erfahrung nach sehr viel verbreiteter.

Die wichtigsten Artikel zum Fehmarnbelttunnel

Januar 2020: Fähren sollen trotz Belttunnel weiterfahren: Grüne unterstützen Scandlines

Dezember 2019: Femern A/S schafft neue Brutplätze und Gewässer für Vögel, Molche werden umgesiedelt

September 2019: Großenbrode und Heiligenhafen wollen gemeinsamen ICE-Bahnhof

September 2019: Stoppen Riffe den Fehmarnbelttunnel?

August 2019: Neue Kritik an den Beltrettern aus Dänemark: „Angstkampagnen und Fehlinformationen“

August 2019: 2,8 Milliarden Euro sind Worst-Case-Szenario

Juli 2019: Kommentar: Ein Belttunnel nur für die Bahn wäre ein gutes Signal

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Mai 2019: Vorbereitung für den Bau des Belttunnels beginnt auf Fehmarn

Januar 2019: Besuch in Hamburger Zentrale: Diese Menschen planen Ostholsteins Bahn-Zukunft

Alle Artikel zur Beltquerung finden Sie auf unserer Themenseite

Timo Gaarz: Gute Lösung für Mautgebühren finden

Ein Grußwort gab es auch vom stellvertretenden CDU-Kreisvorsitzenden Timo Gaarz. Er überbrachte eine Botschaft von Landrat Reinhard Sager (CDU): „Lassen Sie uns gemeinsam auf allen Ebenen versuchen, bei der Höhe der Mautgebühren eine freundschaftsfördernde Lösung zu finden.“ Zuletzt wurde mit einem Durchschnittspreis von etwa 66 Euro für eine Einzelfahrt mit einem Pkw kalkuliert (Stand 2015).

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Von Luisa Jacobsen

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