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Ostholstein Ut Haffkrooch in Holsteen: So wird an der Küste Platt geschnackt
Lokales Ostholstein Ut Haffkrooch in Holsteen: So wird an der Küste Platt geschnackt
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17:13 12.06.2019
Martin Meier, Dorfchronist von Haffkrug, hat ein plattdeutsches Wörterbuch zusammengestellt. Quelle: Sabine Latzel
Haffkrug

Platt ist nicht gleich Platt, das weiß Martin Meier ganz genau. Allein in Schleswig-Holstein gibt es fünf verschiedene Mundarten, erklärt der Haffkruger Dorfchronist. Er möchte das holsteinische Platt für die Nachwelt erhalten und hat deshalb „Dat lütte Plattdüütsche Wöörbook“ aus „Haffkrooch in Holsteen“ herausgegeben.

Plattdeutsch-Varianten von Schleswig bis Hamburg

Wie sehr sich die Plattdeutsch-Varianten im Norden unterscheiden, zeigt Meier im Vorwort seines Wörterbuches anhand des Wortes „Eimer“. Auf Holsteiner Platt ist das der „Emmer“, auf Fehmarnplatt „Emmer“ oder „Pütz“, auf Dithmarscher Platt der „Ammel“, auf Friesen-Platt der „Amer“, auf Schleswiger Platt der „Ommer“ und auf Hamburger Platt der „Ammer“. Einst konnten die Menschen anhand der plattdeutschen Mundart selbstverständlich erkennen, aus welcher Region eine Person kam, sagt Meier. „Außerdem können viele Worte in anderen Regionen schon ganz andere Bedeutungen haben.“

Der Dorfchronisten, Jahrgang 1947, liegt das Platt seines Heimatortes Haffkrug am Herzen, und so hat Meier auch sein Wörterbuch gestaltet. Auf 180 Seiten finden sich lange, alphabetisch geordnete Vokabel-Listen – von Aal („Ool“) bis „Zylinder“ (scherzhaft: „Dinteproppen“). Dazu gibt es kurze Erklärungen zur Aussprache und zur Grammtik sowie Sprachübungen wie „Heute ist Tanz auf der Diele,die Mädchen freuen sich schon“ – „Hüüt is Danz op de Deel, de Deerns freud sieck all.“ Und so hört sich eine Sprachübung an:

Angereichert ist das Buch mit alten Aufnahmen aus Haffkrugs Historie mit plattdeutschen Erläuterungen („Dat sünd de olen Fischer, de bi denn grooten Ümtoch in een Rouderboot sitten dörvten.“). Martin Meier erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. „Es soll für diejenigen eine Hilfe sein, die Interesse und Freude an der plattdeutschen Sprache haben“, meint er. Damit diese sagen können: „Noch geev ik nich op un lier’n wieder Plattdüütsch“ – „Noch gebe ich nicht auf und lerne weiter Plattdeutsch.“ Wer sich für das „Wöörbook“ interessiert, kann sich bei Martin Meier unter Telefon 04563/10 28 melden.

Sabine Latzel

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