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Ostholstein Viele tote Fische angespült: Ist Sauerstoffmangel die Ursache?
Lokales Ostholstein Viele tote Fische angespült: Ist Sauerstoffmangel die Ursache?
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18:02 20.09.2019
Tote Fische wurden auch in Sierksdorf angespült. Quelle: Sebastian Rosenkötter
Sierksdorf

Viele Spaziergänger an Ostholsteins Stränden wundern sich derzeit über die große Zahl von toten Fischen. Zahlreiche Exemplare verschiedener Arten, darunter Schollen, liegen am Strand, oder in Ufernähe auf dem Grund. Insbesondere in Sierksdorf, aber auch in anderen Orten wie Scharbeutz und Timmendorfer Strand, wurden die toten Tiere gesichtet. Das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) ist informiert und prüft die Ursache für das Sterben.

Experte vermutet Sauerstoffmangel

Sprecher Martin Schmidt teilte Freitagnachmittag mit: „Unsere Abteilung Fischerei hier in Flintbek und auch unsere Fischmeister in den Außenstellen sind informiert. Die uns übermittelten Fotos deuten auf Todesursache Sauerstoffmangel hin, wir wissen es aber nicht definitiv.“ Am vergangenen Wochenende habe er das gleiche Phänomen in der Eckernförder Bucht erlebt. „Das hing/hängt wohl damit zusammen, dass aufgrund des teils starken Westwindes die oberen Wasserschichten von der Küste weggedrückt werden und die unteren, sauerstoffärmeren an die Oberfläche kommen“, erläutert Schmidt.

Eine tote Scholle am Strand von Sierksdorf. Quelle: Sebastian Rosenkötter

Phänomen ist keine Seltenheit

Dem könnten nicht alle Fische ausweichen und sie kämen in Sauerstoffnot. Teilweise würden die Fische dann verenden. „Das ist für die Ostsee und diese Jahreszeit bei Westwind leider ein recht häufiges Phänomen“, führt der Sprecher des LLUR aus. Dies bestätigt auch Bodo Willert, Fischer aus Sierksdorf und ergänzt: „Das kommt eigentlich in jedem Herbst vor. Das Seegras vergammelt und verfault. Die Gase entziehen dem Wasser den Sauerstoff. Die Fische, die nicht schnell genug wegkommen, können sterben.“

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