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Ostholstein Vierbeinige Rasenmäher: Schafe pflegen Obstwiese am Wennsee
Lokales Ostholstein Vierbeinige Rasenmäher: Schafe pflegen Obstwiese am Wennsee
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15:33 28.11.2019
Munter und warm angezogen: Schafe „arbeiten“ jetzt auf der Obstwiese am Scharbeutzer Wennsee. Quelle: Gemeinde Scharbeutz (hfr)
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Scharbeutz

Auf der Obstwiese am Wennsee in Scharbeutz sind jetzt vierbeinige Landschaftspfleger unterwegs: Schafe des ortsansässigen Schäfers Peer Frasch „kümmern“ sich jetzt ums Grün. „Die Mahd der Wiese gestaltet sich durch das gute Wachstum der Bäume immer schwieriger und teurer“, erklärt Dietmar Krieger, bei der Gemeinde für die Ausgleichsflächen zuständig.

Schafe seien nicht nur leiser – durch den regelmäßigen und häufigen Verbiss bilde sich auch eine dichte Grasnarbe. Besonders gerne weiden die Tiere stickstoffreiche Pflanzen ab, „ein Beitrag zur Sicherung und Entwicklung einer bunten Krautschicht, wie sie für Obstwiesen typisch ist“, sagt Krieger. „Vielleicht gelingt es mit den Schafen auch, die sich entwickelnden Brennnesselbestände zurückzudrängen.“

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Hunde sollen von den Schafen ferngehalten werden

Auf dem Areal am Wennsee wachsen verschiedene Obstbäume zum Nutzen der heimischen Insekten, des Landschaftsbildes und sämtlicher Bürger. Das Biotop ist ein Ausgleich für Bauvorhaben in der Gemeinde. Zum Schutz der Schafe ist die Wiese eingezäunt. Das Betreten der Fläche ist für die Bürger weiterhin möglich, versichert Dietmar Krieger, „soweit sich in diesem Bereich nicht gerade Schafe befinden“.

Zur Obsternte würden die Flächen nicht beweidet, sodass auch weiterhin das Obst sämtlichen Bürgern zur Verfügung stehe. Schäfer Peer Frasch wünscht sich allerdings, „dass die Hundebesitzer ihre Tiere von den Schafen fernhalten. Schafe sind Fluchttiere, Hunde sind Jagdtiere“. Die Gefahr, dass sich ein flüchtendes Schaf verletze, oder gar über den Zaun ausbüxe, sei da immer gegeben.

Von hfr