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Ostholstein Visionen für die Insel: Künstler wünschen sich Kulturhaus
Lokales Ostholstein Visionen für die Insel: Künstler wünschen sich Kulturhaus
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15:03 02.05.2019
Rund 40 Kunstschaffende der Insel Fehmarn berieten auf Einladung der Stadt und des Tourismus-Service im Senator-Thomsen-Haus in Burg über gemeinsame Wege in Kunst und Kultur. Quelle: Michael Kirchner
Fehmarn

Das vielfältige kulturelle Angebot bündeln, regelmäßig ein gemeinsames Programm herausgeben und intern ein Netzwerk für die Kunstschaffenden der Insel aufbauen: Das sind nur einige der Ziele, die jetzt in der ersten Zusammenkunft von rund 40 Künstlern und Gruppen von Fehmarn im Burger Senator-Thomsen-Haus herausgearbeitet wurden. Auch Fördermöglichkeiten sollen abgeklopft werden. Zudem wurde der Wunsch nach einem geräumigeren Kunst- und Kulturhaus geäußert, wo ganzjährig „etwas los sei“. Tourismusdirektor Oliver Behncke eröffnete in diesem Zusammenhang die Möglichkeit, das seit Jahren verwaiste frühere „Haus des Gastes“ am Südstrand wieder zu beleben. Vielleicht noch in diesem Jahr werde sich dabei etwas bewegen.

Künstler wollen besser kooperieren

Eingeladen zu der Ideenbörse zum Thema „Visionen für die Insel“ hatten die Stadt Fehmarn und der Tourismus Service Fehmarn (TSF), moderiert wurde der Nachmittag von der früheren TSF-Veranstaltungsleiterin Dr. Andrea Opielka. Auch ihre Nachfolgerin Julia Behrend und Fehmarns neue Tourismus-Marketingleiterin Almut Wiemold waren anwesend. Deutlich wurde, welche Vielfalt an künstlerischen Aktivitäten es auf Fehmarn gibt: vom Didgeridoo-Spieler und vielen anderen Musikern (auch im kirchlichen Bereich) über Maler, Töpferer, Textilkünstler und Autoren bis zu bereits bestehenden Gruppierungen, die künftig besser kooperieren wollen. Ganz vorne stehen die bekannten Namen Ernst-Ludwig Kirchner, weltbekannter expressionistischer Maler, dessen Schaffen auf Fehmarn im Fokus des Kirchner-Vereins steht, sowie Arne Jakobsen, der Architekt der Südstrand-Bebauung. Nicht zu vergessen „heimischen Gewächse“ wie die Künstlergruppe „Stilbruch“, eine Reihe von privaten Ateliers auf der ganzen Insel und neuerdings auch eine Frauen-Künstlergruppe.

Beate Burow vom Umweltrat gab bekannt, dass der Flyer „Radeln zu Kunst und Kultur auf Fehmarn“ gerade neu aufgelegt werde. Seitens des Kirchner-Vereins betonte die zweite Vorsitzende Imke Ehlers, dass alle Künstler und Gruppen gut nebeneinander existieren könnten, es gelte nur, sie zu bündeln. Der stellvertretende Bürgermeister Heinz Jürgen Fendt (SPD) erinnerte daran, dass nicht nur Touristen sondern auch Einheimische an der Kultur partizipieren sollten, hier biete die Volkshochschule Fehmarn gute Möglichkeiten. Auch die Museen und das „Café Liebevoll“ in Burg sowie die Fehmarn Festival Group mit hochrangigen Rock-Konzerten leisteten einen wichtigen Beitrag zur Kultur auf Fehmarn.

Weiteres Treffen geplant

Vorgeschlagen wurde auch, die „Burger Kunsttage“, die nach Ansicht Oliver Behnckes künftig vielleicht besser „Fehmarn-Kunsttage“ heißen sollten, auf breitere Beine zu stellen und mit mehr Einzelaktivitäten zu füllen. Auf der Versammlung wurde beanstandet, dass für die Dauer der Kunsttage von drei Monaten (Mai bis Juli) drei Konzerte und eine Kunstausstellung etwas zu wenig seien. Auch daran soll gearbeitet werden.

Ein zweites Gespräch soll Mitte Juni stattfinden, der genaue Termin wird noch festgelegt.

Michael Kirchner

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