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Ostholstein Volles Haus bei Stars at the Beach
Lokales Ostholstein Volles Haus bei Stars at the Beach
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22:36 02.09.2016
Die Band Wingenfelder spielt im Rahmen der dreitägig Konzertreihe "Stars at the Beach" am Strand in Timmendorfer Strand.
Die Band Wingenfelder spielt im Rahmen der dreitägig Konzertreihe "Stars at the Beach" am Strand in Timmendorfer Strand. Quelle: Olaf Malzahn
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Timmendorfer Strand

Wachwerden kann schnell gehen: Ein Trommelwirbel, ein gut gelaunter junger Kerl am Mikro, die Band dahinter, einmal „Hallo Timmendorf!“ gerufen – und los ging’s. „Jetzt wird es laut“ lautet eine Textzeile in Max Giesingers Lied „Barfuß und allein“, und damit versprach der Sänger nicht zu viel am ersten Abend von „Stars at the Beach“ in der Timmendorfer Strand-Arena. Keine Wolke trübte den Himmel über der Maritim-Seebrücke und den entspannt feiernden Fans, die das bejubelten, was junge deutsche Künstler boten.

Vielversprechender Auftakt fürs Musik-Festival „Stars at the Beach“ in Timmendorfer Strand: Etwa 1300 Fans sorgten beim ersten Abend für eine gut gefüllte Strand-Arena - und trocken blieb es auch.

Und das war einiges. Giesinger riss mit seiner Leidenschaft das Publikum mit, mischte sich zeitweise unter die Leute, ließ seine textsicheren Anhänger den Hit „80 Millionen“ („Ein Lied, das alles verändert hat“) singen und animierte zur „Strand-Gymnastik“: „Alle in die Knie, dann aufspringen und Party machen, was das Zeug hält!“ Entsprechend groß war der Jubel am Ende bei „Für immer“, begleitet von einem Handy-Lichtermeer vor der Bühne und auf der Tribüne.

Den Anfang hatte Kerstin Ott mit nur zwei Liedern gemacht, gefolgt von LOT alias Lothar Hansen, der mit „Urban-Pop“ eine neue Note setzte und sich mit seinem populärsten Song „Warum soll sich das ändern“ verabschiedete. Von einer gelungenen Licht-Show wurde anschließend der Auftritt der jungen Sängerin Namika flankiert, die mit ihrer Band zwar auch den Hit „Lieblingsmensch“ spielte, ansonsten aber eher Hip-Hop im Repertoire hatte und die jüngere Zielgruppe anpeilte, etwa mit „90s Kids“. Im Anschluss verließ bereits ein beachtlicher Teil der Zuschauer die Arena und brachte sich damit um den hörenswerten Auftritt von Philipp Dittberner („Wolke 4“), der mit ruhigeren Tönen, schlauen Texten und ironischer Zwischenmoderation überzeugte.

„Gerade die eher unbekannteren Newcomer haben positiv überrascht“, meinte Tourismuschef Joachim Nitz, der sich besonders über den Altersmix im Publikum freute: „Von Jung bis Alt waren alle dabei, das war ja eine regelrechte Familienzusammenführung.“ Gewiss hätten es einige Fans mehr sein können, räumt er ein – durch den Verkauf an der Abendkasse seien letztendlich 1500 Karten für die 3000 Besucher fassende Strand-Arena an die Frau und den Mann gebracht worden. „Aber unterm Strich sind wir vom ersten Abend begeistert.“

Wie es zugeht, wenn die Arena nahezu ausverkauft ist, war gestern Abend zu erleben: Nach einem entspannten Auftakt mit dem Sänger Björn Paulsen legten die Brüder Thorsten und Kai Wingenfelder los und stellten ihre in vielen Jahren mit der Rockband „Fury in the Slaughterhouse“ gesammelte Erfahrung mit Live-Konzerten unter Beweis. Und schließlich betrat dann der Mann die Bühne, auf den wohl die meisten Fans gewartet hatten: Johannes Oerding. Einen ausführlichen Bericht über diese Auftritte lesen Sie morgen in den LN. Am Sonnabend treten ab 18.30 Uhr die Bands Madsen und Tonbandgerät auf.

Von Sabine Latzel