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Ostholstein Von London bis an den Polarkreis
Lokales Ostholstein Von London bis an den Polarkreis
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21:10 07.07.2018
Zwischenstopp in Grube: Helge Siems unterstützt die Aktion von Robert McArthur (links) und Poldy van Lynden (rechts). Quelle: Foto: Schwennsen
Grube/Fehmarn

Dafür haben sie drei Jahre hart trainiert. Denn ihre Herausforderung nehmen sie wörtlich: Motorgetriebene Verkehrsmittel sind tabu. Zu Land laufen sie oder fahren mit dem Fahrrad. Wasserstrecken werden durchschwommen oder rudernd zurückgelegt.

An diesem Wochenende machen die beiden Station auf dem Ferienhof Siems in Grube. Unfreiwillig etwas länger als geplant: Denn von Fehmarn aus werden sie wegen des momentan starken Windes vermutlich erst am Mittwoch weiter Richtung Rødby rudern können. „Wir warten jetzt auf abnehmende Winde“, betont Poldy gestern Morgen beim gemeinsamen Frühstück mit ihren Gastgebern Claudia und Helge Siems.

Er ist vorsichtig geworden. Im Ärmelkanal hat sich Poldy an der Schulter verletzt. Dennoch haben sie es geschafft, die 21 Meilen zu durchschwimmen. Aber es ging hart an ihre Grenzen. „Rob“ benötigte zwölf Stunden und 40 Minuten, Poldy 18 Stunden und 25 Minuten. Starke Strömungen machten ihm zu schaffen. Als er schon ans Aufhören dachte, gab ihm der Kapitän des Begleitschiffes nochmals 25 Minuten Zeit, um den Fluten zu trotzen. Er hielt durch.

Mit ihrer Aktion „Arch2Arctic“ – vom Monument Marble Arch nahe des Londoner Hyde Park bis zum norwegischen Archipel Svalbard (Spitzbergen) – sammeln sie Geld für die Pfadfinder. Das Ziel sind 100

000 britische Pfund. Über 35000 Pfund wurden bereits gespendet. Zu der Aktion passt, dass sie jetzt Station in Grube machen, dem Heimatort der Geusen, einem der größten Pfadfinderstämme Schleswig-Holsteins.

Dafür opfern sie zweieinhalb Monate. „Rob“ ist in der Immobilienverwaltung tätig, Poldy Projektmanager. „Wir wollen zeigen: Wenn man etwas erreichen möchte, dann schafft man das auch“, sagt Poldy zuversichtlich. Im Fehmarnbelt rechnen sie mit einer vierstündigen Tour mit einem Kajak.

Für Helge Siems kam der Kontakt zu den beiden, die draußen im kleinen Zelt übernachten, übers Netzwerk warmshowers.org zustande, eine weltweite Gemeinschaft von Langstrecken-Radfahrern. In Grube empfängt der aktive Radfahrer jährlich zwischen 60 und 100 Radwanderer aus der ganzen Welt: „Diese Touristengruppe nehmen viele gar nicht wahr.“

Mehr Infos: www.arch2arctic.com

Von Gerd-J. Schwennsen

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