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Ostholstein Vorsicht vor Reisekrankheiten: Das sollte vor dem Abflug beachtet werden
Lokales Ostholstein Vorsicht vor Reisekrankheiten: Das sollte vor dem Abflug beachtet werden
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19:01 21.06.2019
Quelle: HFR
Fehmarn/Bad Schwartau

Meldungen dieser Art häufen sich: In Spanien infizierten sich erstmals Menschen mit dem Chikungunya-Virus. Bei den Betroffenen handelte es sich um drei Isländer, die an der Costa Blanca Urlaub machten. Für die USA und Südamerika werden Schwangere vor dem Zika-Virus gewarnt. Für Afrika-Reisen muss die Polioschutz-Impfung aufgefrischt werden, in Süddeutschland gibt’s Zeckenalarm. „Die Liste ließe sich unendlich erweitern“, sagt Reisemediziner und Internist Saban Omer Oglou (46). Der Medizinaloberrat bei der Kreisverwaltung rät allen Ostholsteinern, sich vor Urlaubsantritt unbedingt reisemedizinisch beraten zu lassen.

Ostholstein ist in Urlaubsstimmung – die Sommerferien stehen kurz bevor. Für zwei von drei Reisenden steht das Ziel bereits seit Januar fest. Nach einer Umfrage der Forschungsgemeinschaft Urlaub & Reisen machen zwei Drittel eine Urlaubsreise ins Ausland. „Besonders beliebt: Spanien, Italien, Türkei und Österreich. Ein Drittel wird in Deutschland unterwegs sein“, sagt Barbara Richter vom Reisebüro Möller in Oldenburg.

Die Pauschalreise blieb 2018 die wichtigste Organisationsform und das Reisebüro eine der wichtigsten Buchungsquellen. Die Zahl der Online-Buchungen bei Urlaubsreisen überstieg jedoch erstmals die Zahl der Buchungen im Reisebüro (die LN berichteten). Aber: Während in den Reisebüros den Urlaubern gleich eine reisemedizinische Beratung ans Herz gelegt wird, gibt es diesen Hinweis bei der Internet-Buchung eher nicht.

Barbara Richter vom Oldenburger Reisebüro Möller mit verschiedenen Fernreise-Prospekten, die Lust auf Afrika, die Karibik oder Asien machen.   Quelle: Gäbler

„Der Fachdienst Gesundheit bietet allen Bürgern im Rahmen von Sprechstunden oder individuellen Terminabsprachen eine reisemedizinische Beratung sowie Impfungen an“, sagt Omer Oglou. Weiter rät er: „Dabei können auf Wunsch mit Blick auf das Reiseland, die Route, den Zeitraum und die Reiseart – wie zum Beispiel Geschäftsreise oder Rucksacktourismus – ganz individuelle Impfpläne aufgestellt werden. Außerdem führen wir als anerkannte Impfstelle auch Gelbfieberimpfungen durch.“

Anrufen und Termin absprechen

Wer eine individuelle reisemedizinische Beratung in Anspruch nehmen möchte, wendet sich zunächst an das Kreisgesundheitsamt in Eutin (Telefon 045 21/788 121). Omer Oglou: „Wir schicken dann einen Fragebogen nach Hause, wo im Vorwege Reiseziel, Reiseroute und Reisestil abgefragt werden. Dann gibt’s einen persönlichen Beratungstermin für Eutin, Oldenburg oder in Bad Schwartau (siehe Infostück unten). Die Kosten liegen bei 22 Euro plus eventuelle Impfstoffe.

„Das Angebot wird sehr gut angenommen“, sagt der Kreismedizinaloberrat. Mehrere Hundert Anfragen gibt es laut Omer Oglou aus Ostholstein pro Jahr – vor den Ferien naturgemäß stärker als danach. Gerade ältere Ostholsteiner, die eine Fernreise planen oder auf Kreuzfahrt gehen wollen, holen sich von dem vierköpfigen Berater-Team alle vorhandenen Informationen zum Reiseland. „Dann sprechen wir auch über Vorerkrankungen, welche Medikamente mitzunehmen sind und dass man sie am besten zwischen Koffer und Handgepäck aufteilt“, rät Omer Oglou. Koffer können verschwinden, in denen wichtige Tabletten mitgeführt wurden.

Vorsicht bei Schmerzmedikamenten

Besonders wichtig ist das Thema „Schmerzmedikamente“. Für die Mitnahme zum Beispiel von Morphinen ist ein besonderes Formular des Arztes erforderlich, das vom Kreisgesundheitsamt gegengezeichnet werden müsse. Nur so ließe sich diese Art von Medikamenten mitführen, und polizeiliche Verhöre wegen eines eventuellen Drogenschmuggels vermeiden. Aber auch Schüler und Studenten, die für ein Jahr ins Ausland gehen, sollten sich vor Antritt ihrer Reise dringend informieren.

Eine der häufigsten Erkrankungen seien übrigens Durchfälle. Bis zu 80 Prozent aller Reisenden fangen sich in den ersten beiden Wochen Bakterien oder Viren ein, die diese Krankheit auslösen. Zwei Drittel über Bakterien und Viren, ein Drittel aufgrund des Klimawechsels. Omer Oglous Tipp für diesen Fall: Viel trinken, um einem Austrocknen des Körpers vorzubeugen.

Hier können Sie sich beraten lassen

Ausführliche Informationen über Präventionsmaßnahmen und Impfungen erteilt der Fachdienst Gesundheit des Kreises Ostholstein persönlich oder unter Telefon 045 21/78 81 22 oder 045 21/78 81 21.Dort liegen auch Informationsbroschüren aus.

In Oldenburg befindet sich die Außenstelle des Kreisgesundheitsamtes im Mühlenkamp 5.

In Eutin befindet sich das Kreisgesundheitsamt in der Holstenstraße 52.

In Bad Schwartau befindet sich die Außenstelle des Kreisgesundheitsamtes in der Geibelstraße 1.

Louis Gäbler

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