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Ostholstein Wallstiftung mit der „Silbernen Halbkugel“ geehrt
Lokales Ostholstein Wallstiftung mit der „Silbernen Halbkugel“ geehrt
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14:28 04.11.2019
Ausgezeichnet mit der „Silbernen Halbkugel " (v. l.): die Stiftung Oldenburger Wall, hier vertreten durch Hans-Joachim Hahn, Dr. Stephanie Barth und Torsten Ewers. Mitgereist waren auch Oldenburgs Bürgervorsteherin Susanne Knees, Bürgermeister Martin Voigt und die SPD-Staatssekretärin Bettina Hagedorn.  Quelle: Gäbler
Naumburg/Saale

Die Stiftung Oldenburger Wall, die sich seit mehr als 40 Jahren mit der Geschichte der Slawen im nördlichen Ostholstein – speziell im heutigen Oldenburger Stadtgebiet – beschäftigt, ist in Naumburg/Saale (Sachsen-Anhalt) mit dem Deutschen Denkmalschutz-Preis ausgezeichnet worden. Insgesamt lagen der Jury im Sommer 94 Bewerbungen zur Prüfung vor. Zwölf Personen und Gruppen, die sich in besonderem Maße um die Erhaltung des baulichen und archäologischen Erbes in Deutschland verdient gemacht haben, wurden ausgewählt und jetzt mit der „Silbernen Halbkugel 2019“ geehrt.

Es war eine großartige Nachricht, die im vergangenen August die Mitglieder der Wallstiftung, aber auch viele Menschen in der Stadt Oldenburg, jubeln ließ: Das Präsidium des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz, so der vollständige Name, hatte getagt und die Jury entschieden, dass die Oldenburger Wall-Stiftung in diesem Jahr mit einem Preis ausgezeichnet werden solle. Die Nachricht verbreitete sich in Windeseile in Ostholstein.

Stiftung Oldenburger Wall mit der „Silbernen Halbkugel“ ausgezeichnet

Das hat die Stiftung alles geschafft

40 Jahre lang haben die heute 600 Mitglieder der Stiftung gearbeitet und ein Museum geschaffen, das sich sehen lassen kann. Auf einer acht Hektar großen Fläche gibt es den großen Wallsee mit der Heiligen Insel, Hüttendörfer rundum, Last- und Transportboote – und vor allem viele engagierte Mitglieder, die die Geschichte und den Alltag der Slawen wieder lebendig werden lassen.

Das Ganze ist spannend aufbereitet und lockt Jahr für Jahr 24 000 Besucher an. In der Begründung der Jury hieß es dann auch: „Die Stiftung Oldenburger Wall erhält die ,Silberne Halbkugel 2019’ für ihre großen Verdienste um den Erhalt und die Inwertsetzung des archäologischen Denkmals Oldenburger Ringwallanlage, das zweitgrößte archäologische Denkmal Schleswig-Holsteins“, sagte Werner von Bergen, der die Preisverleihung moderierte.

 Die Oldenburger Ringwallanlage (oberhalb der St.-Johannis-Kirche) ist das zweitgrößte archäologische Denkmal in Schleswig-Holstein. Im Hintergrund schließen sich das Wallmuseum und der Wallsee mit der Heiligen Insel an.  Quelle: Louis Gäbler

Weiter hieß es: „Gemeinsam mit dem Archäologischen Landesamt Schleswig-Holstein und der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel gelang es dem 1978 gegründeten Verein, den Burgwall wieder als großartiges Geschichtsdenkmal sichtbar werden zu lassen, ihn in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rufen und seinen hohen wissenschaftlichen Stellenwert zu begründen.“

Die Stiftung betreibt heute ein Museum zur Burgwall-Geschichte und fühlt sich der großen archäologischen Überlieferung verpflichtet – Starigard (heute Oldenburg) war westlichster slawischer Fürstensitz, ein bedeutendes Handelszentrum mit engen Beziehungen zum irischen, nordpolnischen, skandinavischen und russischen Raum, aber auch Keimzelle der heutigen Stadt Oldenburg.

Sie waren nach Naumburg mitgereist

Viele lobende Worte vor gut 300 geladenen Gästen aus ganz Deutschland, die die Vertreter der Stiftung Oldenburger Wall natürlich gerne hörten. Mit dabei waren neben dem Vorsitzenden Torsten Ewers und seiner Stellvertreterin Dr. Stephanie Barth auch der Ehrenvorsitzende Hans-Joachim Hahn, Oldenburgs Bürgermeister Martin Voigt (parteilos), Bürgervorsteherin Susanne Knees (CDU), Vorstandsmitglied Hans Tychsen und Landeskonservator Dr. Michael Paarmann.

Ausgezeichnet wurde die Stiftung anschließend mit einer großen Urkunde, die noch einmal die Verdienste im Detail würdigt, und mit der „Silbernen Halbkugel“. Wie der Name schon sagt, handelt es sich dabei um eine rund 500 Gramm schwere und Handteller große Halbkugel aus reinem Silber. Außen herum verläuft die Gravur „Deutscher Preis für Denkmalschutz“ und die Jahreszahl, oben sind im Rund stilisierte Haus- und Gebäudetypen eingestanzt.

Das begehrte Objekt: Der Jury für den Deutschen Preis für Denkmalschutz 2019 lagen insgesamt 94 Anträge zur Prüfung vor. Zwölf Persönlichkeiten und Gruppen, die sich in besonderem Maße um die Erhaltung des baulichen und archäologischen Erbes in Deutschland verdient gemacht haben, wurden jetzt ausgezeichnet. Quelle: Gäbler

Jede Menge Glückwünsche nach der Ehrung

Glückwünsche zum Erhalt des Preises kamen von allen Seiten. SPD-Staatssekretärin Bettina Hagedorn war persönlich anwesend, der CDU-Bundestagsabgeordnete Ingo Gädechens war verhindert, er schickte eine Grußmail, Schleswig-Holsteins Kulturministerin Karin Prien gratulierte genauso wie der Landtagsabgeordnete Per Knöfler (beide CDU).

Deutscher Preis für Denkmalschutz

Der Deutsche Preis für Denkmalschutz wird jährlich vom Präsidium des Komitees vergeben und ist die höchste Auszeichnung auf diesem Gebiet in der Bundesrepublik Deutschland. Er wurde 1977 vom Deutschen Nationalkomitee für Denkmalschutz gestiftet.

Vergeben wird der Preis an Persönlichkeiten und Personengruppen, die sich ehrenamtlich dem Schutz, der Pflege und der dauerhaften Erhaltung des baukulturellen und archäologischen Erbes widmen. Die Leistungen sollen in der Regel langfristig angelegt sein und in ihrer Bedeutung weit über sonst übliches Bürgerengagement hinausgehen.

Das Präsidium ehrte zwölf Persönlichkeiten und Gruppen, die sich in besonderem Maße um die Erhaltung des baulichen und archäologischen Erbes verdient gemacht haben. Die Preise wurden von der Präsidentin des Komitees in Naumburg überreicht.

Der Jury lagen für 2019insgesamt 94 Anträge zur Prüfung vor, zwölf wurden ausgewählt.

 

Von Louis Gäbler

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