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Ostholstein Badeparadies: 20-Millionen-Anbau soll erst im Juli eröffnen
Lokales Ostholstein Badeparadies: 20-Millionen-Anbau soll erst im Juli eröffnen
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11:03 29.05.2019
Besuch auf der Baustelle: Ferienpark-Geschäftsführer David Depenau ist zuversichtlich, dass das neue Wellenbad rechtzeitig zur Hochsaison eröffnet werden kann. Quelle: Jennifer Binder
Weissenhäuser Strand

Die Erweiterung des Subtropischen Badeparadieses im Ferienpark Weissenhäuser Strand geht auf die Zielgerade: Voraussichtlich Anfang Juli soll der Anbau mit Wellenbad und Textilsauna eröffnet werden. Etwas später als geplant; ursprünglich sollten die Arbeiten schon im späten Frühjahr beendet sein. Ferienpark-Geschäftsführer David Depenau ist trotzdem zufrieden: „Der neue Bereich steht rechtzeitig zur Hochsaison für unsere Gäste zur Verfügung.“ Der Betrieb im „alten“ Spaßbad läuft derweil auch während der Bauphase weiter.

Mehr als 10 000 Quadratmeter Nutzfläche

Um etwa 3000 Quadratmeter wird das Badeparadies vergrößert, auf mehr als 10 000 Quadratmeter Nutzfläche (Mehr dazu lesen Sie hier). Knapp 20 Millionen Euro investiert der Ferienpark in das Projekt. Die kalkulierten Kosten konnten laut Depenau eingehalten werden – die leichte Verzögerung im Zeitplan sei da zu verkraften.

Die neuen Eintrittspreise

Nach der Eröffnung des Erweiterungsbaus erhöht der Ferienpark die Eintrittspreise ins Subtropische Badeparadies. Zehn bis 15 Prozent teurer wird es. Zuvor seien die Preise seit 2010 unverändert geblieben, wie Geschäftsführer David Depenau betont.

Eine Tageskarte für Erwachsene kostet nach der Neueröffnung je nach Wochentag 21 oder 25 Euro. Noch sind es 19 beziehungsweise 22 Euro. Drei Stunden Badespaß gibt’s für 18 / 21 Euro (aktuell 16 / 19). Jugendliche zahlen pro Tag 14 oder 17 Euro (bisher zwölf / 15). Eine Familienkarte gibt es pro Tag für 50 oder 65 Euro (derzeit 42 oder 49 Euro).

Statt bisher 1000 können sich nach dem Umbau bis zu 1250 Besucher gleichzeitig in der Einrichtung aufhalten (insgesamt sind es pro Jahr etwa 470 000). Aktuell stoße das Bad wegen der großen Nachfrage immer mehr an seine Auslastungsgrenze, erläutert der Geschäftsführer. Im Erweiterungsbau entstehen deshalb unter anderem neue – größere – Kassen- und Umkleidebereiche. Die bisherigen Entsprechungen sollen nach der Eröffnung zunächst stillgelegt werden; weitere Umbaupläne gibt es laut Depenau noch nicht.

Die Spaß- und Hallenbäder in Ostholstein

Wellenbad mit abendlichen Filmvorführungen

Auf der Baustelle lassen sich die einzelnen Abteilungen schon erahnen. Im zukünftigen Eingangsbereich wird gerade der Boden verlegt, im Bistro daneben befinden sich schon die Fliesen an den Wänden, ein Stockwerk darüber werden Türen an Schließschränke montiert. Besuchern werde später automatisch ein freier Spind zugewiesen, erklärt David Depenau das neue System, „so erspart man sich die Suche“.

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An anderer Stelle ist das zukünftige Wellenbecken schon klar zu erkennen. Hier soll es später fast durchgängig Wogen geben, nicht nur zu bestimmten Zeiten. Depenau hofft, dass auf diese Weise „nicht alle Besucher gleichzeitig für die Wellen ins Wasser rennen und danach ist das Becken plötzlich leer“.

Ebenfalls fast fertig sind eine neue Textilsauna und eine Regenwalddusche. Am Wellenbad soll es zudem eine Kinoleinwand geben: „Abends kann man vom Wasser aus Filme schauen und tagsüber können wir beispielsweise Bilder von der Ostsee auf die Leinwand bringen“, sagt Depenau. Mit den Wellen zusammen entstehe so der Eindruck, man befinde sich mitten im Meer. Trotzdem sei das Ganze auch für die kleinen Besucher geeignet: „Wir haben darauf geachtet, den Einstieg sehr flach zu gestalten, damit auch Kinder ihren Spaß im Wellenbad haben können.“

Bad wurde stetig erweitert

1974 wurde im Ferienpark Weissenhäuser Strand die damals noch vergleichsweise kleine Schwimmhalle eröffnet. Die feierliche Einweihung übernahm Komiker Otto Waalkes.

1985 wurde das Bad um eine 500 000 Euro teure Wasserrutsche erweitert. Mit 137 Metern war sie damals die längste Wasserrutsche Europas. Eine Spezialpumpe musste 2000 Liter warmes Wasser pro Minute nach oben in den Turm pumpen.

1987 wurde das heutige Subtropische Badeparadies gebaut, ein Jahr später wurde es offiziell eröffnet. Investiert wurden insgesamt etwa 8,5 Millionen D-Mark. Die Rutsche wurde im Zuge der Maßnahme auf 157 Meter verlängert.

2001 begann der nächste Umbau. Während der Arbeiten musste das Spaßbad für vier Monate geschlossen werden. Diesmal läuft der Betrieb während der gesamten Bauzeit weiter.

2007 wurde der Kleinkinderbereich umgebaut, 2009 folgte eine groß angelegte Erweiterung von 4500 auf 7500 Quadratmeter.

Anfang 2010 wurde das Subtropische Badeparadies in seiner aktuellen Form eröffnet. 7,2 Millionen Euro wurden in die Maßnahme investiert. 1,5 Millionen Euro schoss damals das Land zu. Das aktuelle Mammutprojekt für knapp 20 Millionen Euro musste der Ferienpark alleine stemmen.

Jennifer Binder

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