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Ostholstein Belttrasse: Windräder müssen weichen
Lokales Ostholstein Belttrasse: Windräder müssen weichen
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17:31 09.05.2019
Im Windpark Presen auf Fehmarn sollen vier Anlagen für den Bau der geplanten Bahnstrecke zum Fehmarnbelttunnel zurückgebaut werden. Quelle: LN-Archiv
Fehmarn

Kurz vor Puttgarden östlich der B 207 drehen sich auf Fehmarn seit 2007 die Windkraftanlagen im Windpark Presen und sorgen für Windenergie von der Insel. Jetzt steht fest, dass vier Windmühlen für den Bau des Belttunnels und der hinführenden Bahnstrecke abgebaut werden.

Femern A/S, Bauherr des geplanten Fehmarnbelt-Tunnels zwischen Puttgarden und dem dänischen Lolland, und die Windkraft Presen GmbH auf Fehmarn haben sich auf die Maßnahme verständigt. Zwei der Anlagen stehen direkt an der geplanten Bahntrasse der Fehmarnbelt-Verbindung, die beiden anderen in unmittelbarer Nähe. „Wir sind uns in den Verhandlungen über die Bedingungen für den Rückbau der vier Anlagen einig geworden“, sagt Reiner Haselhorst, Sprecher der Geschäftsführung des Windparks.

Klage gegen Belttunnel vom Tisch

Infolge des Abkommens – nachdem der Planfeststellungsbeschluss für das deutsch-dänische Projekt im Januar 2019 erlassen wurde – verzichtet der Windpark Presen darauf, vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig gegen den geplanten Fehmarnbelttunnel zu klagen. Dies sei zwischenzeitlich auch angedacht gewesen, so Haselhorst, da die Mühlen gut 30 Jahre hätten laufen können. Gespräche habe man mit Femern A/S bereits seit 2009 immer wieder mal geführt. Als die Trassenführung feststand, seien sie intensiver geworden.

„Das sind private Betroffenheiten, da ist die Stadt nicht involviert“, erläutert Jürgen Zuch, Regionalmanager Fehmarns in Sachen fester Fehmarnbeltquerung. Während die Stadt Klage gegen den Bau des Belttunnels eingereicht hat, konnte sich der Windparkbetreiber gütlich einigen. Sonst hätte sogar mal das Thema Enteignung auf den Tisch kommen können, so Zuch. Wenn Flächen für den Bau bei einem öffentlichen Vorhaben benötigt werden, leite sich dieses Recht aus dem Planfeststellungsbeschluss ab.

„Wir sind sehr froh darüber, dass wir zu einer Vereinbarung gelangt sind, mit der beide Seiten zufrieden sind“, sagt Claus F. Baunkjær, Vorstandsvorsitzender von Femern A/S. Die Verständigung mit dem Windpark schaffe zusätzliche Planungssicherheit bei den Bauarbeiten für den Fehmarnbelt-Tunnel in Deutschland, sagt Baunkjær weiter. Auch bei dem Fehmaraner Unternehmen kann dank des Übereinkommens besser in die Zukunft geschaut werden. „Dadurch können die Windenergieanlagen so lange wie möglich in Betrieb bleiben und werden erst dann zurückgebaut, wenn es nötig und sinnvoll ist“, erläutert Reiner Haselhorst.

Abbau der Anlagen beginnt ab 2021

Er rechne frühestens 2021 mit dem Abbau der ersten zwei Anlagen und 2025 dann mit den anderen beiden. Dies sei der bisherige Stand, so der Sprecher des Windparks. Sie könnten eventuell noch länger laufen. Sobald die Baustelle dann aber doch irgendwann näher rücke, würde die Aufforderung zum Abbau erfolgen, für den der Windpark zuständig sein werde. Eine Arbeitsgruppe aus Vertretern beider Seiten soll sich in Kürze mit weiteren technische Fragen des Rückbaus beschäftigen. Dabei müsse laut Haselhorst noch die Zuwegung zu den Anlagen geklärt werden.

Insgesamt stehen 17 Enercon-Mühlen mit einer Nennleistung von je 2300 Kilowatt im Windpark Presen. Sie haben eine Gesamthöhe (Flügelspitze) von 100 Metern. „Solche werden heute gar nicht mehr gebaut, waren damals aber vernünftige Anlagen“, erklärt Haselhorst. Ersatz ist aber auch schon angedacht. Westlich der Bundesstraße zwischen Ostermarkelsdorf und Hinrichsdorf werden gemeinsam mit der Windkraft Burgstaaken GmbH Planungen für acht 150-Meter-Anlagen vorbereitet. „Das ist aber lange noch nicht spruchreif“, betont Haselhorst.

Markus Billhardt

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