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Ostholstein ZVO will neues Wasserwerk
Lokales Ostholstein ZVO will neues Wasserwerk
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12:26 06.02.2015
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Timmendorfer Strand

1935 sei mit dem Bau des Timmendorfer Wasserwerkes an der Poststraße begonnen worden, erklärte Rüdiger Lange-Jost, Geschäftsführer der ZVO Energie GmbH, im Hauptausschuss — „damals noch auf der grünen Wiese“. Die vier Brunnen auf dem Gelände fördern etwa 1,4 Millionen Kubikmeter Wasser pro Jahr. Timmendorf hat zwar „nur“ 8800 Einwohner, doch wegen der vielen Gäste sei der Jahresbedarf so hoch wie bei einem Ort mit 20 000 Einwohnern.

Der ZVO möchte ein neues Wasserwerk an der B 76, auf einem Grundstück neben Bauhof und Feuerwehr, bauen. Ein Neubau sei energieeffizient, erklärte LangeJost, und durch einen neuen, größeren Speicher könne die Versorgung gesichert werden. Der ZVO wolle das Gelände an der B 76 auch dann kaufen, wenn die Gemeinde im Gegenzug kein Interesse am Grundstück Poststraße habe.

Alternativ zu einem Neubau an der B 76 müsste am bisherigen Standort das Verwaltungsgebäude abgerissen, an dessen Stelle ein neues Werk gebaut und dann das alte Werk abgerissen werden. Außerdem müsste auf den Gelände ein neuer Speicher — Durchmesser: 20 Meter, Höhe: sechs Meter — gebaut werden. Lange-Jost rechnet für diesen Fall mit zwei bis drei Jahren Bautätigkeit gegenüber der Grund- und Gemeinschaftsschule Strand. Eine weitere Alternative, die Erweiterung des Wasserwerks Ahrensbök, sei zu teuer, weil 15 Kilometer neue Leitungen verlegt werden müssten.

Der ZVO wolle unbedingt in diesem Jahr eine Entscheidung treffen, betonte Lange-Jost. Das jetzige Wasserwerk könne noch maximal fünf Jahre betrieben werden. „Aber die Einschläge kommen näher“, erklärte er. „Der schlimmste Fall wäre es, wenn im Sommer ein Brunnen einstürzt.“ latz