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Ostholstein Zu Fuß unterwegs auf der Fluchtroute
Lokales Ostholstein Zu Fuß unterwegs auf der Fluchtroute
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10:35 18.08.2018
Vor dem Ahrensböker Rathaus wurden Jan Poppinga und Christine Gohlke auf den ersten Metern von Gudrun Ott (l.), Bürgermeister Andreas Zimmermann (M. ) und Charlotte Krowke (r. ) begleitet. Quelle: Foto: Peyronnet
Ahrensbök

Dort wird vom 7. bis 9. September das 25-jährige Bestehen der Partnerschaft gefeiert. Eine Delegation aus Ahrensbök, darunter etliche Vertreter des Partnerschaftsvereins Ahrensbök-Gramenz/Grzmiaca, fährt mit dem Bus und trifft dort Gohlke und Poppinga. Die Idee, dass die beiden nach Gramenz wandern sollten, entstand bei der Jubiläumsfeier im vergangenen Jahr. Wie vor 25 Jahren wurde erst in Ahrensbök, dann ein Jahr später in Grzmiaca die Partnerschaft besiegelt beziehungsweise gefeiert. Bei der Feier in Ahrensbök erzählten Mitglieder Gohlke und Poppinga, dass auch der Weg nach Gramenz eine Flüchtlingsroute ist, die Mitglieder des Vereins als Kinder gegangen seien.

Dass die beiden Deutschen wirklich zu Fuß bis nach Gramenz gehen wollen, könnten die Polen beinahe nicht glauben, berichtet das Gründungsmitglied des Partnerschaftsvereins, Charlotte Krowke. Sie kam als Vierjährige mit ihrer Familie nach Ahrensbök – über weite Strecken zu Fuß. Die Vorsitzende Gudrun Ott war auf der Flucht noch kein Jahr alt.

Auf Flüchtlingsrouten zu wandern, ist für Gohlke und Poppinga nichts Neues. Sie sind erfahrene Langstreckenwanderer und sind bereits von Ahrensbök aus quer durch die Dolomiten bis nach Tiflis in Georgien gegangen. Nicht auf einen Rutsch, sondern immer in Sechs-Wochen-Abschnitten. 2011 begann das Paar, für lange Wanderungen zu trainieren, 2012 folgte die erste Langstreckenwanderung einmal durch Deutschland. „Da haben wir Blut geleckt“, sagt Gohlke. Und wie. In den vergangenen sechs Jahren sind die beiden 11753 Kilometer gelaufen, haben fast 200000 Höhenmeter überwunden und sind in 18 Ländern unterwegs gewesen. In diesem Jahr haben Gohlke und Poppinga mehr als 1800 Kilometer in Spanien, Deutschland und auf den Kanarischen Inseln zurückgelegt.

25 bis 30 Kilometer und acht bis neun Stunden ist eine Tagesetappe jeweils lang. Das Gepäck wird auf zwei Rucksäcke verteilt, Poppinga trägt 18 Kilogramm, seine Frau acht Kilogramm, davon sind 14 Kilogramm Wäsche und Regenzeug, der Rest entfällt auf Getränke und Proviant.

„Es ist Genusswandern“, sagt Christina Gohlke über ihre Art, sich per pedes fortzubewegen. Damit meint sie unter anderem, dass das Paar abends nicht ins Zelt kriecht, sondern immer in Hotels oder Pensionen übernachtet. Ein Zelt mitzuschleppen, es auf- und abzubauen und dann noch einzukaufen und selbst zu kochen, ist zu aufwendig und kostet zu viel Zeit. Anspruchsvoll sind die Touren dennoch:

„Es ist ganz klar Sport“, versichert Gohlke. Übrigens: Ein Paar Schuhe hält bei den Wanderern zwischen 2000 und 3000 Kilometer.

Von Susanne Peyronnet

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