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Ostholstein Segler über Bord: Katamaran legt 13 Seemeilen ohne Crew zurück
Lokales Ostholstein Segler über Bord: Katamaran legt 13 Seemeilen ohne Crew zurück
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11:55 20.08.2019
Das Seenotrettungsboot Henrich Wuppesahl der Station Neustadt der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Quelle: DGzRS
Pelzerhaken

Das war eine beispielhafte Teamleistung auf See: Zwei Katamaransegler verdanken ihre schnelle Rettung aus Seenot in der Lübecker Bucht am Montagnachmittag dem gemeinsamen Einsatz der freiwilligen Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mit Wasserschutzpolizei und zwei Segeljacht-Crews. Ihr Boot wurde zunächst vermisst.

Gegen 14.30 Uhr meldete sich einer der beiden etwa 45 bis 50 Jahre alten Wassersportler telefonisch in der Seenotleitung Bremen. Den Wachleitern in der Rettungsleitstelle See der DGzRS berichtete er, dass er und sein Mitsegler nach der Kenterung ihres Katamarans etwa einige Hundert Meter voneinander getrennt in der Ostsee treiben. In der Lübecker Bucht herrschten zu diesem Zeitpunkt südliche Winde um vier Beaufort mit entsprechend stärkeren Böen. Auch eine grobe Positionsangabe machte der Mann: Er befinde sich südlich des ehemaligen Marinefernmeldeturms Pelzerhaken.

Erster Schiffbrüchiger schnell gefunden

Bereits wenige Minuten nach der Alarmierung begann das Seenotrettungsboot Henrich „Wuppesahl“ der Station Neustadt der DGzRS mit einer vierköpfigen Freiwilligen-Besatzung die Suche nach den Schiffbrüchigen. „Noch auf der Anfahrt ins engere Suchgebiet haben wir den ersten Mann gefunden und durch die Bergungspforte sicher an Bord genommen“, berichtet Dietmar Birkenhagen, Bootsführer der „Henrich Wuppesahl“. Keine halbe Stunde war seit der Alarmierung vergangen, der Gerettete war soweit wohlauf.

Unterdessen hatte der zweite Segler ebenfalls telefonisch um Hilfe gerufen. Über den Polizeinotruf erfuhren die Seenotretter, dass er weiter südlich als sein Mitsegler trieb, weil er zuerst über Bord gegangen war. Seinem Kollegen war es zwar noch gelungen, den Katamaran wieder aufzurichten, bevor auch er sich aber nicht mehr hatte halten können und das Boot mit grobem Kurs Fehmarn allein davonsegelte.

Zweiter Segler ebenfalls unversehrt geborgen

Die Seenotretter stellten einen Suchverband nach dem zweiten Mann zusammen, bestehend neben der „Henrich Wuppesahl“ aus dem Polizeiboot „Habicht“ und zwei Segeljachten. Der Einsatz führte schnell zum Erfolg, ein inzwischen alarmierter Rettungshubschrauber musste nicht mehr starten. Die Crew einer der beiden Jachten sichtete den zweiten Schiffbrüchigen. Er klagte über einen Fußkrampf. Die Seenotretter und das Polizeiboot nahmen sofort Kurs auf den Fundort. Die Crew der „Habicht“ holte den Mann schließlich an Bord.

Im Hafen von Niendorf übernahm der Landrettungsdienst die weitere Versorgung der Schiffbrüchigen. Beide hatten Neoprenanzüge und Auftriebswesten getragen. Der Seenotrettungskreuzer „Hans Hackmack“ der Station Grömitz und eine der Segeljachten begannen unterdessen, aus der Luft unterstützt von einem Patrouille fliegenden Bundespolizeihubschrauber, nach dem führerlosen Katamaran zu suchen.

Schiff ohne Crew auf der Ostsee

Dienstagvormittag teilte DGzRS-Sprecher Christian Stipeldey den LN, dass das Boot letztendlich 13 Seemeilen nordöstlich vom Einsatzort gefunden worden sei. Anschließend sei es in einen Hafen gebracht worden.

Von ln

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