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Ostholstein Zwillingsschwestern feiern 90. Geburtstag
Lokales Ostholstein Zwillingsschwestern feiern 90. Geburtstag
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12:36 22.02.2019
Margarete Höhn (l.) aus Pönitz und Hildegard Gösch aus Scharbeutz haben am Valentinstag zusammen 180 Lebensjahre gefeiert. Quelle: HFR
Scharbeutz/Pönitz

Einige Familien begehen ihre Feste im Wohnzimmer, andere besuchen ein Restaurant, und wieder andere benötigen richtig viel Platz. Zu letzter Kategorie sind die Angehörigen von Hildegard Gösch aus Scharbeutz und Margarete Höhn aus Pönitz zu zählen: Die Zwillingsschwestern haben zusammengerechnet acht Kinder, 22 Enkel und sieben Urenkel. Dazu noch die jeweiligen Lebenspartner – „bei unseren Großfamilientreffen sind wir mindestens 60 Leute“, sagt Holger Höhn (65), der Sohn von Margarete.

Nach dem Krieg gelangten sie nach Scharbeutz

Zu einem solchen Großfamilientreffen kam es jetzt am Valentinstag, als Hildegard und Margarete ihren 90. Geburtstag feierten. Macht 180 Jahre Lebenserfahrung, 180 Jahre Erlebnisse und Geschichten. Geboren 1929 in Pommern als Hildegard und Margarete Wewerke, gelangten die eineiigen Zwillinge nach dem Krieg noch als Teenager auf unterschiedlichen Wegen nach Scharbeutz. „Dort haben sie dann auch ihre künftigen Ehemänner kennengelernt“, berichtet Holger Höhn.

Die Schwestern gründeten ihre Familien. Hildegard Gösch betrieb zudem jahrzehntelang die Pension „Heideröschen“ in Scharbeutz, die mittlerweile von ihrer Tochter Gabriele geführt wird. Margarete Höhn zog nach Pönitz, wo sie immer noch wohnt. Beide 90-Jährigen sind inzwischen verwitwet, beide leben noch in ihrer eigenen Wohnung. „Ihre geistige Fitness ist bewundernswert, meine Mutter und meine Tante verfügen über ein ausgezeichnetes Gedächtnis“, sagt Holger Höhn. „Das freut uns als Angehörige natürlich sehr.“

Früher wurden sie oft verwechselt

Beispielsweise erinnern sich die Frauen gut daran, dass sie früher wegen ihrer großen Ähnlichkeit oft verwechselt wurden. „Erst haben sie damit ihre Späßchen getrieben, aber irgendwann fanden sie es nicht mehr so lustig“, erzählt Holger Höhn. So habe es seine Mutter, die Pönitzerin, als Erwachsene möglichst vermieden, in Scharbeutz herumzuflanieren. „Weil sie ja nicht alle Bekannten ihrer Schwester auch kannte. Und wenn Margarete Höhn dann nicht ,Guten Tag’ gesagt hat, hieß es später: Die Hildegard Gösch grüßt nicht mehr.“

Kinder, Enkel und Urenkel können Hildegard und Margarete aber gut auseinander halten, das hat sich beim Großfamilientreffen wieder gezeigt. Überraschungen gab es dort selbstverständlich auch, „unsere Familienband hat einige musikalische Beiträge geliefert“, berichtet Holger Höhn. Und Geschichten sind mit Sicherheit ebenfalls zuhauf erzählt worden – aus 180 Lebensjahren, die jetzt in Ostholstein gefeiert wurden.

Sabine Latzel

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