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Segeberg 100 Jahre: Feuerwehr Schackendorf feiert klein
Lokales Segeberg 100 Jahre: Feuerwehr Schackendorf feiert klein
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18:00 07.12.2019
Vor vier Jahren überreichte Bürgermeister Alexander Scheffler (Mitte) die neue Einsatzkleidung an Wehrführer Holger Teegen (2. von rechts). Im kommenden Jahr erhält die Wehr je einen Gruppensatz leichte Einsatzkleidung für den Sommer und Trainingsanzüge für den Winter. Quelle: Petra Dreu
Schackendorf

Es war am 20. Dezember 1920, um 19.40 Uhr, als die Gründungsväter der Schackendorfer Feuerwehr das allererste Versammlungsprotokoll unterschrieben haben. Dieses Ritual wollen Wehrführer Holger Teegen und seine Feuerwehrleute am 20. Dezember 2020 an genau dem Ort wiederholen, an dem alles begann: im Gasthof Spahr. Eine große 100-Jahr-Feier soll es aus Rücksicht auf die Finanzen der Gemeinde nicht geben.

„Wir werden ein bis zwei kleinere Veranstaltungen wie einen Tag der offenen Tür für das Dorf machen, mehr nicht. Die Feier im Gasthof Spahr wird dann nur für die Feuerwehr sein“, verrät Wehrführer Holger Teegen, der den Gründungsakt genau in dem Raum nachspielen will, in dem er 1920 tatsächlich vollzogen worden war. Sogar ein Tisch aus der Zeit soll noch im Gasthof vorhanden sein.

Leichte Einsatzkleidung und Trainingsanzüge

Neben einem Zuschuss zum Jubiläum dürfen sich die Feuerwehrleute aus Schackendorf über neue Ausrüstungsgegenstände freuen, die die Gemeindevertretung in ihrer Sitzung am Mittwoch bewilligt hat. Unter anderem erhält die Feuerwehr Schackendorf je einen Gruppensatz (neun Leute) leichte Einsatzkleidung und Trainingsanzüge mit Sportschuhen für zusammen rund 5100 Euro.

„Die leichte Einsatzkleidung ist für Außeneinsätze im Sommer gedacht. Wenn wir bei 35 Grad im Schatten eine Ölspur abstreuen, muss das nicht in der dicken Einsatzkleidung geschehen“, erläutert Wehrführer Holger Teegen. Die Trainingsanzüge dagegen seien dafür gedacht, dass sich die Feuerwehrleute nach einem Einsatz noch vor Ort umziehen können. Teegen: „Wir dürfen uns in kontaminierter Einsatzkleidung nicht mehr ins Auto setzen. Diese wird sofort in Säcke verpackt und später zur Reinigung gebracht. Normalerweise ziehen wir einen Einmalanzug an, bevor wir uns im Feuerwehrhaus duschen können. Im Winter jedoch sind sie viel zu kalt. Dafür sind dann die Trainingsanzüge gedacht. Das sind Vorgaben der Feuerwehrunfallkasse zum Schutz der Einsatzkräfte und ihrer Gesundheit.“

Einsatzzahlen sind deutlich gesunken

Momentan zählt die Feuerwehr Schackendorf 31 Aktive, die in diesem Jahr mit 22 Einsätzen deutlich weniger oft ausrücken mussten als in den Jahren zuvor. „Das ist ein Drittel von dem, was wir sonst hatten“, erzählt Teegen, dessen Wehr vor allem die vielen Fehlalarme in der Asylbewerberunterkunft zu schaffen gemacht hatten. Dass diese dort so sehr reduziert werden konnten, führt er auf die gute Zusammenarbeit mit dem Kreis Segeberg und der Johanniter Unfallhilfe als Betreiber der kreiseigenen Unterkunft zurück.

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Von Petra Dreu

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