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Segeberg 30 Tage Zeit: Crowdfunding für eine Elefantenrutsche
Lokales Segeberg 30 Tage Zeit: Crowdfunding für eine Elefantenrutsche
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21:15 30.01.2018
Eine solche Elefantenrutsche haben sich Westerrades Mütter für ihren Nachwuchs ausgesucht.
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Westerrade

Im August vergangenen Jahres hatte die Gemeinde den Workshop „Westerrade 2030“ veranstaltet, um zu hören, wo den Einwohnern der Schuh drückt oder was verbessert werden kann. „Dabei kam von Müttern kleinerer Kinder der Wunsch nach einer Kleinkindrutsche“, erzählt Silke Behrens, Bürgermeisterin von Westerrade. Einen großen Kletterturm aus Holz gibt es zwar bereits auf dem Spielplatz in der Dorfmitte, aber für kleine Kinder ist das größte Problem, die Leiter zu erklimmen, die sehr steil und sehr hoch ist.

 

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Evje (fast 2) kann derzeit in Westerrade nur mit Katharina Zickermann – unter dem Beifall von Bürgermeisterin Silke Behrens (r.) – rutschen. Quelle: Foto: Dreu

Geprüfte Einzelprojekte

Auf dem Crowdfunding-Portal der Investitionsbank Schleswig-Holstein befinden sich ausschließlich geprüfte Einzelvorhaben, für deren Realisierung konkrete Spendensummen benötigt werden.

Spendenbescheinigungen können darüber angefordert werden. Die Adresse: www.wir-bewegen.sh. Wer für die Elefantenrutsche spenden möchte, findet das Projekt dort und auf Facebook unter „Westerrade Spielplatz“.

Das kennt Katharina Zickermann nur zu gut. Ihre fast zweijährige Tochter Evje schafft die Leiter nur, wenn ihre Mutter von unten schiebt. Und alleine rutschen, geht ebenfalls nicht. Dafür ist die Rutsche viel zu hoch und zu steil. „Eine Kleinkinderrutsche wäre toll“, fand die junge Mutter. Ihren Wunsch äußerte sie zusammen mit anderen Müttern während des Workshops und überzeugte unter anderem Bürgermeisterin Silke Behrens. „Zurzeit haben wir wieder mehrere Kleinkinder im Dorf. Das ist doch schön“, sagte Silke Behrens, die den Wunsch der Mutter gut nachvollziehen kann.

In Spielplatz-Katalogen suchten die Mütter nach einer passenden Rutsche – die schnell gefunden wurde. Eine Elefantenrutsche soll es sein, die inklusive Fundament und Aufbau rund 1800 Euro kosten wird. Weil der Haushalt der Gemeinde für gewöhnlich keine großen Sprünge zulässt, hatte sich Katharina Zickermann auch auf die Suche nach Finanzierungsmöglichkeiten gemacht und wurde ebenfalls fündig. „Ich hatte mich an die Sparkasse Südholstein gewandt und habe dort den Tipp bekommen, dass die Investitionsbank ein Spendenportal für Crowdfunding-Projekte eingerichtet hat. Da machen wir jetzt mit“, erzählt die junge Mutter. Und so geht’s: 30 Tage lang hat sie Zeit, auf das Projekt der Elefantenrutsche aufmerksam zu machen und Leute dazu zu bewegen, Geld für diese Rutsche zu spenden.

Ist das Ziel (die 1800 Euro) nach 30 Tagen erreicht, gehen die Spendengelder an die Gemeinde. Ist das Ziel nicht erreicht, wird das gespendete Geld an die Einzahler zurücküberwiesen.

„Die Sparkasse Südholsten will sich ebenfalls an der Crowdfundingaktion beteiligen. Ein Drittel der Summe wurde uns in Aussicht gestellt“, freut sich Katharina Zickermann. Die 30 Tage beginnen am 2. Februar. Bis dahin wollen die Mütter auf Facebook, Instagram und in anderen sozialen Netzwerken ordentlich die Werbetrommel für die Elefantenrutsche rühren.

 Petra Dreu