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Segeberg 420 000 Euro für überdachte Radunterstellplätze
Lokales Segeberg 420 000 Euro für überdachte Radunterstellplätze
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18:10 30.09.2019
Hier stellen Lehrer und Schüler nur sehr ungern ihre teuren Räder ab. Die neuen Stellanlagen soll auch überdacht werden. Quelle: Wolfgang Glombik
Bad Segeberg

Die Fahrradwege sind weiterhin schlecht, aber zumindest bei den Stellflächen für Fahrräder ist im kommenden Jahr in Bad Segeberg mit einer wesentlichen Verbesserung zu rechnen. Radpendler bei der Stadtverwaltung und auch bei städtischen Schulen können sich schon einmal freuen. Nicht nur die Mitarbeiter am Rathaus bekommen, wie berichtet, überdachte Stellplätze für ihre Zweiräder. Jetzt sollen auch vor dem Städtischen Gymnasium und an der Gemeinschaftsschule am Seminarweg trockene Unterstellplätze für Räder gebaut werden. Davon werden zahlreiche Schüler aber auch Lehrer profitieren.

Kreis fördert alles, was mit dem Fahrrad zu tun hat

Die Stadtpolitiker haben die Pläne bislang positiv beschieden. Auch in der heutigen Stadtvertretersitzung, Dienstag, 1. Oktober, (18.30 Uhr im Bürgersaal) ist ein positives Votum für die außerplanmäßige Ausgabe zu erwarten. Zumal derzeit alles, was mit dem Thema Fahrrad zu tun hat, vom Kreis kräftig gefördert wird. So hat die Stadt inzwischen drei Förderbescheide des Kreises für Fahrradabstellanlagen und -unterstände erhalten, teilte kürzlich Bauamtsleiterin Antje Langethal im Ausschuss mit.

Rad-Boxen werden illegal „reserviert“

Die attraktiven Fahrradboxenam Landratspark werden sehr gut genutzt. Nachteil ist, dass einige Fahrradbesitzer sie auch zum Dauerparken nutzen. „Wir haben keine zeitliche Begrenzung“, sagt Bauamtsleiterin Antje Langethal. Es gibt auf öffentlichen Plätzen keine Höchstparkdauer für Fahrräder. Da sei auch schwer zu kontrollieren. Ausdrücklich nicht zulässig sei, dass man eine leere Box mit seinem Fahrradschloss einfach blockiert und „reserviert“, was offenbar schon häufiger vorgekommen ist. „Es ist verboten, dass man die Box ohne Fahrrad verschließt“, stellt Langethal gegenüber den LN klar. Das seien ausdrücklich keine „Privat-Abstellplätze“.

Jochim Hollmannvon den Grünen war aufgefallen, dass in der Stadt offenbar schäbige herrenlose Räder herumstehen. Die Beurteilung, wann ein Fahrrad entsorgt werden könne, sei nicht immer einfach, teilt das städtische Ordnungsamt mit. Erst wenn ein Fahrrad erkennbar nicht mehr nutzbar sei, gebe es die Möglichkeit, dieses nicht betriebsbereite Fahrrad zu entfernen.

Es lohnt sich für das Stadtsäckel: Denn 70 Prozent der Kosten für Fahrradstellplätze werden vom Kreis getragen. Das sind jeweils rund 34 000 Euro für die Anlage am Winklersgang und 266 000 Euro allein für das Städtische Gymnasium sowie 68 000 Euro für die Gemeinschaftsschule am Seminarweg.

Die Radstellplätze am Städtischen Gymnasium geben derzeit kein positives Bild ab. Quelle: Glombik

Der Löwenanteil wird für die neuen Räder-Abstellflächen am Städtischen Gymnasium aufgewendet. Nach einer neuen Kostenschätzung soll die Gesamtbaumaßnahme dort etwa erstaunliche 420 000 Euro kosten. Passieren müsse dort dringend etwas, heißt es von der Stadt. Die vorhandenen Fahrradständer sind veraltet und werden nur ungern von den Schülern genutzt. Nicht nur, dass die Fahrrad-Aufstellflächen am Städtischen Gymnasium nach Niederschlägen mit großen Pfützen bedeckt seien, dort sei gleichzeitig auch die Feuerwehr-Aufstellfläche bei Einsätzen vorgesehen. Die Fahrräder stehen ungeordnet auf dem Schulgelände herum und versperrten so Flucht und Rettungswege.

Lehrer bekommen spezielle Radboxen

  „Gleichzeitig ist das Gelände für Räder total uneben und muss nun entsprechend eingeebnet werden“, teilte Antje Langethal den LN mit. Geplant seien außerdem „vernünftige Fahrradbügel“ und eine Metall-Überdachung der Stellplätze. Es sollen auch etwa sechs Rad-Boxen mit je zwei Plätzen für Lehrkräfte aufgestellt werden. Anfang Juli 2019 hatte die Stadt beim Kreis Segeberg einen Antrag auf „Förderung von Radverkehrsinfrastruktur“ gestellt. Dabei war es auch wichtig gewesen, mögliche Überdachungen von Stellplätzen und Fahrradboxen für Lehrer mit in die Planung einzubeziehen.

Von Wolfgang Glombik

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